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Stormarner Landlust: Trend zu eigenen Hühnern im Garten

Bad Oldesloe Stormarner Landlust: Trend zu eigenen Hühnern im Garten

Verein der Oldesloer Geflügelzüchter wächst – Am 3. September ist Kleintiermarkt.

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Große und kleine Sussex-Hennen (weiß-schwarz-columbia) hält Rainer Götze (l.). Stefan Götze (r.) züchtet den Farbschlag braun-porzellan.

Quelle: Fotos: Vb

Bad Oldesloe. Da staunte Rainer Götze nicht schlecht. Der Kleintiermarkt, den der Vorsitzende der Oldesloer Geflügelzüchter im vergangenen Jahr mit seinen Mitgliedern auf die Beine stellte, schlug ein wie eine Bombe. „In zwei Stunden waren alle Tiere verkauft“, erinnert sich der Vinzierer. Besonders begehrt: Hühner. „Die Selbstversorgung mit frischen Eiern wird immer beliebter“, sagt Götze. Und so laden die Geflügelzüchter am Sonnabend, 3. September, erneut zur Börse nach Bad Oldesloe ein.

LN-Bild

Verein der Oldesloer Geflügelzüchter wächst – Am 3. September ist Kleintiermarkt.

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Im Vordergrund steht von 10 bis 16 Uhr an der Ecke Lily-Braun-/Hermann-Bössow-Straße die Information über alte und beliebte Rassen, artgerechte Haltung und Tiergesundheit. „Wir möchten besonders Jungzüchtern bei der Auswahl einer geeigneten Rasse helfen und ihnen auch weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung stehen“, sagt Rainer Götze, selbst seit 60 Jahren Züchter. In seinem Garten leben schwarz-weiße, kleine und große Sussex-Hühner, eine Rasse englischen Ursprungs.

Dass Geflügel im heimischen Garten im Trend ist, belegen auch die Mitgliedszahlen des Vereins. „Es ist uns gelungen, in den vergangenen Jahren von zwölf auf 42 Mitglieder zu wachsen“, sagt Götze.

Einen Neuzugang warben die Züchter gar bei der ersten Kleintierbörse. „Eine Familie aus dem Steinfelder Redder in Bad Oldesloe hat sich Hühner zugelegt. Der Mann wurde gleich Mitglied bei uns.

Anfangs wissen die Leute ja nicht viel über die Haltung, übers Impfen und die Meldepflicht beim Veterinäramt.“

Der Wunsch, sich selbst zu versorgen mit frischen Eiern von glücklichen Hühnern, mit unbelastetem Gemüse aus dem eigenen Garten – er scheint größer zu werden in einer Welt, die immer unruhiger wird.

Den Rückzug in die geschützte Idylle hat Manfred Hilmer schon vor Jahren angetreten. „Zur Landwirtschaft geht es hier entlang“, sagt der Rethwischfelder lachend und zeigt auf den Weg, der zum Garten hinter dem Haus führt. Hier halten der 62-Jährige und seine Frau Karola (51) Kamerun-Schafe mit vier Lämmern, hier watscheln Enten durch das saftige Grün, Hühner picken friedlich im Gras. Weiter hinten leben Bienen, Karola Hilmer imkert. In den Beeten wachsen Mangold, Möhren und Kräuter.

„Ein Trend ist ganz klar zu sehen, besonders in den Städten. Dort Hühner zu haben, ist ein neuartiges Phänomen“, sagt Manfred Hilmer. Auf dem Dorf sei es dagegen eher üblich, Tiere zu halten. „Das geht aber nur, wenn man tolerante Nachbarn hat“, schmunzelt er. Schließlich können auch Schafe einen Höllenlärm machen, wenn sie Hunger haben. Und das Spektakel der Henne, die ein Ei gelegt hat, ist über etliche Gartenzäune hinweg zu vernehmen.

Trotzdem oder gerade deshalb: In ihrer grünen Oase finden die Hilmers Ruhe, Zufriedenheit und Selbstbestätigung. „Für mich ist es täglich eine Freunde rauszugehen und von laut blökenden Schafen begrüßt zu werden“, sagt Manfred Hilmer.

Pflichten des Halters

Neben dem Tierschutzgesetz müssen Hobby-Halter weitere Vorschriften beachten. Jedes Huhn muss vor Anschaffung beim Veterinäramt gemeldet werden. Die Tiere müssen zudem regelmäßig gegen die „Newcastle Disease“ geimpft werden.

Nach Angaben der Stormaner Kreisverwaltung, Fachdienst Recht und Veterinärwesen, sind im Kreis 217 000 Hühner (inklusive Mast) in 924 Betrieben gemeldet. Dabei haben die 20 größten Betriebe alleine mehr als 200 000 Tiere. 2016 wurden 25 Neuanmeldungen und sechs Abmeldungen von kleinen Betrieben (bis 20 Hühner) verzeichnet.

Verena Bosslet

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