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Stormarn Stormarner begrüßen 2018 mit einem großen Feuerwerk
Lokales Stormarn Stormarner begrüßen 2018 mit einem großen Feuerwerk
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21:17 28.12.2017
Auf die Sicherheitsbestimmungen achten: Angela Dittmar.
Reinfeld/Bad Oldesloe

Ole Riepert, der sich bei Famila in Reinfeld mit Raketen versorgte, will dieses Mal nur ein ganz kleines Feuerwerk abbrennen – gerade mal fünf Raketen befanden sich in seinem Einkaufswagen. „Und das sind Wunschraketen“, erläuterte der Reinfelder. Das heißt, sie werden jeweils mit einem Wunschzettel bestückt und zum Jahreswechsel in den hoffentlich klaren Himmel geschickt. Jedes Familienmitglied ist mit einem Exemplar dabei. „Wir machen das erst zum zweiten Mal“, so Ole Riepert.

Der Andrang war groß – wie bereits in den vergangenen Jahren: Seit gestern werden auch in Stormarn wieder Silvesterraketen und lautstarke Böller verkauft, um das neue Jahr mit einem großen Feuerwerk zu begrüßen. Dabei gehen auch Wünsche in den Himmel.

Große Schäden

Das Abbrennen von Knallkörpern verursacht nach Angaben der Stadt Reinfeld Brände, auch Menschen würden erheblich verletzt. Ordnungsbehörden und Polizei achteten auf die verbotene Verwendung von Feuerwerkskörpern. Sie dürften nur am 31. Dezember und am 1. Januar abgebrannt werden.

Als seine Kinder, die jetzt 20 und 17 Jahre alt sind, noch deutlich jünger waren, wurde auch in dieser Familie zu Silvester mehr geknallt: „Doch irgendwann kam dann der Vorschlag, nicht mehr viel Geld dafür auszugeben.“ Und so bleibt es bei der Reinfelder Familie bei den Wunschraketen. „Ich kann nicht verraten, was ich mir wünsche, sonst geht der Wunsch ja nicht in Erfüllung“, sagte Ole Riepert, der damit schon gute Erfahrungen gemacht hat: „Vor einem Jahr hat es mit dem Wunsch für 2017 ganz prima geklappt.“

Oliver Brügmann kaufte gestern in Reinfeld noch deutlich mehr ein – kein Wunder, sein Sohn Ole ist gerade mal zehn Jahre alt: „Und da hat man noch viel Freude an dem Feuerwerk und ist neugierig.“ Und so wird das Jahr 2018 von der Familie in Groß Wesenberg mit ganz konventionellen Leuchtraketen, zahlreichen Kanonenschlägen und vielen kleinen Knallkörpern lautstark begrüßt.

„Wir haben auch noch Knaller aus dem vergangenen Jahr“, so Ole. Vater Oliver ist sich sicher, dass auch dieses Material noch verwendet werden kann: „Bei meinem Sohn passe sich aber auf, dass er nur die Knaller bekommt, die altersgemäß sind.“ Im Anschluss an das Spektakel ist großes Aufräumen und Saubermachen angesagt, denn die Knallerei wird auch in Groß Wesenberg ihre Spuren hinterlassen. „Für mich das aber kein Problem, weil ich Frühaufsteher bin“, betonte Oliver Brügmann – und so ist die Beschäftigung für den Wehrführer der freiwilligen Feuerwehr am Neujahrsmorgen gesichert.

Sicherheit ist für Angela Dittmar höchstes Gebot, wenn sie im Bad Oldesloer Preisparadies Feuerwerkskörper anbietet. Nur an Erwachsene im Alter ab 18 Jahren darf das Material der Klasse zwei verkauft werden. „Wenn ich mir beim Alter eines Kunden nicht sicher bin, lasse ich mir den Ausweis zeigen“, so die Geschäftsfrau.

Wenn allerdings eine Gruppe junger Leute, die noch nicht volljährig sind, in Begleitung eines Erwachsenen in das Geschäft kommen, dann muss Angela Dittmar davon ausgehen, dass die Böller von eben diesem Erwachsenen erworben werden: „Auf jeden Fall müssen die Bedienungsanweisungen und Vorschriften beachtet werden. Sonst kann es gefährlich werden. Darauf weisen wir hin.“ Dieses Mal sind Booster neu im Sortiment – also Böller mit einer besonderen Lautstärke. „Wir haben auch diese Ware vorher ausprobiert, wie die anderen auch. Wenn wir den Eindruck haben, dass Produkte nicht in Ordnung sind, dann schicken wir sie an den Lieferanten zurück“, so Angela Dittmar.

Ob die Kracher nach einem alten Glauben zum Jahreswechsel die bösen Geister vertreiben oder nicht – Bianca Schlienkamp und Maik Streiter lässt das kalt. Beide sind im westfälischen Rheine zu Hause und besuchen zurzeit Verwandte in Norddeutschland. „Wir haben früher zu Silvester viel geknallt. Jetzt machen wir das nicht mehr. Wir wollen dafür kein Geld ausgeben.“ Beide haben außerdem die Erfahrung gemacht, dass man durchaus ohne Knallerei und Feuerwerk gut gelaunt ein neues Jahr begrüßen könne.

 Michael Thormählen

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