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Stormarn Stormarns Christen haben morgen die Wahl
Lokales Stormarn Stormarns Christen haben morgen die Wahl
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20:34 25.11.2016
„Ich denke, dass wir noch einiges erreichen können.Björn Pestinger, Trittau

. Die Nordkirche lädt zur Kirchengemeinderatswahl – allein im Kreis Stormarn haben morgen 52381 Christen die Möglichkeit, gleich ihre Kreuze zu machen. Zum ersten Mal können auch Jugendliche ab 14 Jahren mitstimmen. Sie wählen am ersten Advent, dem Beginn des neuen Kirchenjahres, die Mitglieder ihres Kirchengemeinderates, das ist das zentrale Leitungsgremium. Dort werden gemeinsam mit den Pastoren und Pastorinnen die Personalentscheidungen getroffen, werden die Weichen für Kindertagesstätten oder Bauten sowie Sanierungen gestellt. Zudem verwaltet der Rat das Kirchenvermögen, beschließt den Haushalt und entscheidet über die Entwidmung von Kirchen oder Friedhöfen.

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Die Peter-Paul-Kirche in Bad Oldesloe. Für den Oldesloer Kirchengemeinderat treten 22 Kandidaten an, 18 Sitze im Rat sind zu vergeben. FOTO: K. KUHLMANN-SCHULTZ

Um in diesem wichtigen Gremium mitzuwirken stellen sich insgesamt 262 Frauen und Männer als Kandidaten für dieses Ehrenamt zur Wahl. 74 in den Gemeinden Bargfeld, Hamberge, Klein Wesenberg, Bad Oldesloe, Reinfeld, Zarpen sowie Grabau. Diese Gemeinden gehören zum Kirchenkreis Plön-Segeberg. 188 Kandidatinnen und Kandidaten stehen auf den Listen der 15 Kirchengemeinden aus Stormarn, die zum Kirchenkreis Hamburg-Ost gehören. Darunter die Gemeinden Trittau, Lütjensee, Bargteheide, Eichede oder auch Barsbüttel.

Warum engagieren sich die Frauen und Männer ehrenamtlich, investieren ihre Freizeit für die Allgemeinheit? Die LN hörten sich um. „Mir macht die Arbeit im Kirchengemeinderat sehr viel Spaß“, erklärt Gertrud Stahmer (65) aus Hohenfelde. Seit 14 Jahren ist sie im Trittauer Kirchenvorstand dabei und setzt darauf, weitere sechs Jahre mitzuwirken. Sie verknüpft die praktische Arbeit mit Menschen, wie den Senioren, mit der theoretischen – beispielsweise dem Erstellen des Kirchenhaushalts, der bestimmt, für welche Dinge die Kirchensteuern ausgegeben werden. „Wenn wir nicht beschließen, dass es eine neue Orgel gibt, dann gibt es keine neue Orgel“, erklärt sie und unterstreicht, dass die Entscheidungen des Kirchengemeinderates immer in Absprache mit Fachleuten gefällt werden.

Der Trittauer Björn Pestinger wirft zum ersten Mal seinen Hut in den Ring. Der 40-jährige Trittauer, der das Krankenhaus St. Adolf-Stift in Reinbek leitet, hat „so viel Gutes erlebt, ich möchte etwas zurückgeben“, erklärt er. In einem sinnstiftenden Amt – als Kirchengemeinderatsmitglied. „Ich mag die Arbeit für die Menschen sehr und denke, dass wir noch einiges in der nächsten Periode erreichen können.“ Was nicht nur die Pastorin der Gemeinde, Anja Botta, freut.

Propst Daniel Havemann vom Kirchenkreis Plön-Segeberg hofft, dass möglichst viele Frauen und Männer ihre Stimme abgeben. „Zur Wahl zu gehen ist auch eine gute Form, schon jetzt Danke zu sagen für das Engagement und die Kandidatinnen und Kandidaten zu stärken – auch für manche schwierige Entscheidung.“

Ulrike Gelhausen (45) aus Bad Oldesloe weiß, wovon Havemann spricht. Sie hat sich als Kirchengemeinderätin in ihrer Heimatstadt engagiert und macht nun Platz für neue Entscheider. „Ich wollte mitbewegen und habe heute das Gefühl, das große Ganze mitbestimmt zu haben.“ Sie hofft, dass es viele Stimmabgaben gibt, denn „es ist wichtig, wer für die Kirche entscheidet“.

21 Kirchengemeinden

52381 Kirchenmitglieder können morgen im Kreis Stormarn ihren Kirchengemeinderat wählen. Darunter sind 8402 Erstwähler.

Gewählt wird in 21 Kirchengemeinden. Die verteilen sich auf die Kirchenkreise Hamburg Ost (15) und Plön-Segeberg (6).

6 Mitglieder muss ein Kirchengemeinderat mindestes haben, die Zahl der Ehrenamtler muss grundsätzlich die Zahl der Hauptamtlichen übersteigen. Zwei Personen können zudem berufen werden. Pastoren und Pastorinnen gehören ebenso dazu. Mit 262 Kandidaten gibt es mehr Bewerber als Plätze in den Räten.

Die Wahlberechtigten haben im September eine Wahlbenachrichtigung erhalten. Auf der Karte steht, wo sie abstimmen können. Wer dieses Dokument nicht mehr hat, darf trotzdem seine Stimme abgeben – der Personalausweis genügt. Die Ergebnisse werden bis spätestens 4. Dezember bekannt gegeben. Infos unter www.nordkirche.de/mitstimmen

K. Kuhlmann-Schultz

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