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Stormarn Stormarns Gewerbegebiete boomen
Lokales Stormarn Stormarns Gewerbegebiete boomen
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20:44 04.08.2017
In Ahrensburg sind die Bauarbeiten angelaufen, damit im Bereich Beimoor-Süd weitere Gewerbeflächen geschaffen werden können. Quelle: Foto: Uwe Krog/hfr
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Bad Oldesloe

Auch mit 60 Jahren hat die Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS) noch viel zu tun. „Die Nachfrage nach Grundstücken ist ungebrochen“, stellt Geschäftsführer Detlev Hinselmann fest. Nach wie vor registriere das kommunale Unternehmen einen gewaltigen Boom im Hamburger Umland. Erfreulicherweise gebe es auch ein steigendes Interesse an einer Gewerbeansiedlung im Kreisnorden – unter anderem in Stubbendorf in der Gemeinde Wesenberg.

Die große Nachfrage nach Grundstücken ist ungebrochen – Ahrensburg wird zu einem Schwerpunkt – Investor sichert sich ein großes Areal in Stubbendorf.

Vor 60 Jahren wurde die WAS als kreiseigene Gesellschaft gegründet, um als Mittlerin zwischen den Kommunen und den Betrieben die Ansiedlung von Unternehmen und damit die Schaffung neuer und die Sicherung bereits vorhandener Arbeitsplätze in den Fokus zu rücken. „Und auch nach 60 Jahren ist die Nachfrage weiterhin sehr groß“, stellt der Geschäftsführer fest. Der aktuelle Boom gehe weiter.

„Vor allem im Hamburger Bereich gebe es eine große Frequenz“, erläutert Detlev Hinselmann.

Aus diesem Grund zählt die WAS die Erschließung neuer Gewerbeflächen in Ahrensburg zu den vorrangigen Aufgaben. Es geht um den Bereich Beimoor-Süd. Bereits im Juli 2015 hatte die WAS die ausgewiesenen Gewerbeflächen von der Stadt Ahrensburg erworben. Vorgesehen ist, dass die erste Baustufe des neuen Areals im kommenden Jahr fertiggestellt sein soll. Mit dem zweiten Bauabschnitt sollen dann rund 21,3 Hektar an Gewerbeflächen zur Verfügung stehen, so Detlev Hinselmann.

Nach seinen Angaben hat die WAS das Bestreben, die wirtschaftlich gesunde „Stormarner Mischung“ von Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen mit möglichst hoher Arbeitsplatzintensität zu erreichen. Ziel sei, die Wirtschaftskraft der Stadt Ahrensburg weiter auszubauen. „Die Gesamtheit des Gewerbegebietes Ahrensburg Nord sowie der beiden Bauabschnitte im Beimoor-Süd machen Ahrensburg zu einem der größten und bedeutendsten Gewerbestandorte in Schleswig-Holstein“, betont der Geschäftsführer. Die WAS habe bereits zahlreiche Reservierungsvereinbarungen getroffen und sei optimistisch, den Standort Ahrensburg optimal zu vermarkten.

In dieser Liga kann die Gemeinde Wesenberg nicht mitspielen. Dennoch: Die WAS hat den Verkauf einer Fläche im Gewerbegebiet Stubbendorf nahe der Autobahn 1 realisiert. „Es geht dabei um ein Grundstück mit einer Größe von 15000 Quadratmetern. Das ist für Stubbendorf sehr erfreulich“, sagt der Geschäftsführer. Es gebe zurzeit weitere Nachfragen nach Gelände in der Region, die noch über zahlreiche freie Flächen verfügt.

Nur getrennt durch die Zufahrt zur Autobahn liegt auf Reinfelder Gebiet ein Gewerbegebiet. „Da sind wir sehr erfolgreich gewesen, und es gab eine sehr gute Entwicklung“, betont Detlev Hinselmann. In der Stadt gibt es angesichts des Interesses aus der Wirtschaft auch schon Vorstellungen, neue Gewerbeflächen auszuweisen.

Unter anderem haben die Stadtverordneten entschieden, den laufenden Pachtvertrag mit dem Reinfelder Kleingartenverein nicht zu verlängern. Die Vereinbarung könnte 2019 gekündigt werden – mit einer Frist von einem Jahr. Die Laubenkolonie grenzt unmittelbar an das Gewerbegebiet nahe der A 1.

Als einen „primären Schwerpunkt“ der WAS-Tätigkeit bezeichnet der Geschäftsführer die Vermarktung der freien Gewerbeflächen an der Autobahn 1 in Bad Oldesloe. Hier gebe es bereits Interesse von Unternehmen, die sich möglicherweise an der Teichkoppel ansiedeln wollten. Erfreulicherweise sei es bereits am anderen Ende der Kreisstadt – am Sandkamp – zu einigen Vertragsabschlüssen gekommen.

Auf die Mischung kommt es an

Freie Gewerbeflächen gibt es auch in Bargteheide, Lütjensee, Trittau, Siek, Stapelfeld, Braak, Barsbüttel, Glinde und Reinbek. Die WAS wirbt mit dem Hinweis auf eine heterogene Wirtschaftsstruktur, die zahlreiche verschiedene Branchen aufweise. Präsent seien nicht nur mittelständische Unternehmen, sondern auch Global Player. Die Mehrzahl der Unternehmen in Stormarn bildeten die mittelständischen Firmen, die einen wesentlichen Vorteil aufwiesen: Sie könnten schnell und flexibel auf strukturelle und konjunkturelle Marktveränderungen reagieren.

Infos bei der WAS, Mommsenstraße 14, 23843 Bad Oldesloe, Telefon 04531/12720, E-Mail was@was-

stormarn.de

Michael Thormählen

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