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Stormarn Hier investiert der Kreis in seine Straßen
Lokales Stormarn Hier investiert der Kreis in seine Straßen
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18:22 30.11.2018
Der Radwanderweg von Bad Oldesloe nach Trittau endet derzeit an der Grundschule Mollhagen. Bislang können Radfahrer erst in Sprenge wieder in den Weg einsteigen.   Quelle: mc
Bad Oldesloe

Der Kreis Stormarn investiert im kommenden Jahr knapp 7,4 Millionen Euro in sein Bauprogramm für Kreisstraßen und Radwege. Fünf Vorhaben sind darin gelistet mit der obersten Dringlichkeitsstufe. Acht Projekte stehen derzeit in der Nachrückerliste. „Es gibt häufig Probleme bei der Realisierung, daher haben wir immer andere Baumaßnahmen in der Schublade“, sagte Kreisbaudirektor Klaus Kucinski auf der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses.

Sollte alles reibungslos verlaufen, kämen die Nachrücker in den Folgejahren an die Reihe. Darunter sind etwa die Fahrbahn der Kreisstraße 8 von Trenthorst nach Klein Wesenberg sowie die K 61 zwischen Bad Oldesloe und Rümpel. Dort sammelt sich im Bereich der Beste-Niederung nach starken Regenfällen häufig Wasser auf der Fahrbahn. Der Radweg musste auch schon gesperrt werden. Durch das Wasser sind Schäden an der Straße entstanden.

Fünf Straßenprojekte

Zu den fünf dringlichsten Projekten gehört ein 1,4 Kilometer lange Straßenabschnitt der K 81 von Wilstedt im Südwesten Stormarns bis an die Grenze zum Kreis Segeberg. Ab April 2019 soll dort für ein halbes Jahr unter Vollsperrung gebaut werden. Kosten: knapp zwei Millionen Euro. 820 000 Euro werden investiert in die grundhafte Erneuerung der Brücke über die Bille im Verlauf der K 93 zwischen Reinbek und Wohltorf. Auch hier sind sechs Monate Bauzeit vorgesehen – zeitweise unter Vollsperrung.

Mehrere Projekte plant der Kreis im nächsten und den folgenden Jahren.

Das teuerste Vorhaben mit gut 2,1 Millionen Euro ist die Erneuerung der Ortsdurchfahrt Tremsbüttel (die LN berichteten) vom Gemeindezentrum bis zum Ortsausgang Richtung Bargteheide. Planung und Bau – ab Frühjahr 2019 – obliegen der Gemeinde. Im Vorfeld hatten sich einige Kreispolitiker kritisch darüber geäußert, dass die Fahrbahn nur sechs statt wie üblich 6,50 Meter breit werde. Tremsbüttel verweist in diesem Zusammenhang jedoch auf eine Befragung der Einwohner, die mehrheitlich für die geringere Breite waren.

Arbeiten sind auch im Verlauf der K 32 in Grönwohld vorgesehen, allerdings gehen diese wohl erst 2020 los. Der Zweckverband Obere Bille plant dort Maßnahmen an der Oberflächenentwässerung sowie der Regenwasser- und Schmutzwasserkanalisation. Dafür sind zum Teil Arbeiten unterhalb der heutigen Fahrbahn erforderlich, und der Kreis habe sich an den Baukosten für die erstmalige Herstellung dieser Anlagen zu beteiligen, heißt es aus der Verwaltung. Die Gemeinde Grönwohld plant zudem einen Gehweg.

Lückenschluss ab Mollhagen

Projekt Nummer fünf ist der langersehnte Lückenschluss des Radwanderweges von Bad Oldesloe nach Trittau (22 Kilometer) zwischen Mollhagen und Sprenge. Möglicherweise noch bis Ende des Jahres erwartet der Kreis den Planfeststellungsbeschluss. Baubeginn könnte dann schon im kommenden Jahr sein. Bislang endet der Radweg entlang der alten Bahntrasse an der Grundschule Mollhagen. Radfahrer müssen dann im Zickzack nach Sprenge und können dort wieder auf den Weg gelangen.

Eine Million für Autobahnbrücke

Ebenfalls im Verlauf des Radwanderweges Bad OldesloeTrittau steht eine Autobahnbrücke, die bald sanierungsbedürftig wird. Durch Risse im Beton ist an mehreren Stellen Wasser eingedrungen. Aufgrund eines alten Vertrages zwischen dem Kreis Stormarn und dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Lübeck muss sich der Kreis an den Kosten beteiligen (die LN berichteten). Knapp eine Million Euro ist dafür erforderlich. „Einmal müssen wir in den sauren Apfel beißen und an die Brücke ran“, sagt Andreas Rehberg, Fachbereichsleiter Sicherheit und Gefahrenabwehr in der Kreisverwaltung. Das habe man juristisch prüfen lassen. Anschließend will der Kreis einen neuen Vertrag aufsetzen, schließlich ist eigentlich das Land bzw. der Bund für die Autobahnen zuständig. Gesa Dunkelgut (CDU) stellte im Verkehrsausschuss die Frage, ob die Schäden möglicherweise eine Folge der Fahrbahnsanierung vor einigen Jahren sein könnten. Das will der Kreis nun zusammen mit dem Landesbetrieb prüfen.

Neue Straßendecken

Zusätzlich zu den Straßensanierungen gibt es auch wieder ein Deckenerneuerungsprogramm. Auf rund 2,4 Kilometer Länge soll die Kreisstraße 110 zwischen Elmenhorst und der Kreisgrenze Segeberg 2019 einen neuen Asphalt bekommen. Gleiches ist geplant für die Beschleunigungs- und Verzögerungsspuren der K 80 zwischen A 24 und Möllner Landstraße.

Keine Chance für neue Radwege

Nach einem Treffen der Stormarner Hauptverwaltungsbeamten wurde eine Liste zum Bau neuer Radwege an Kreisstraßen erstellt. Immerhin elf Bedarfe wurden aus unterschiedlichen Gemeinden gemeldet, zum Beispiel für den Abschnitt Trenthorst-Ahrensfelde, Tremsbüttel-Lasbek, Sprenge-Todendorf oder Elmenhorst-Bargteheide. Gleich vier Meldungen gingen aus der Gemeinde Rehhorst für verschiedene Abschnitte ein.

Allein gemein ist, dass es dafür kein Geld vom Kreis gibt. „Nach der Straßenverkehrsordnung stellt die Benutzung der Fahrbahn auch für Radfahrer den Regelfall dar“, heißt es von der Kreisverwaltung. Sie überprüfte alle elf Anträge und kam zu dem Schluss, dass an keiner Strecke ein Radweg zwingend notwendig sei. Nur wenn aus verkehrsrechtlichen Gründen ein Radweg erforderlich wird, gebe es eine finanzielle Förderung. Und nur dann könne man auch in das Eigentumsrecht eingreifen. Denn potenzielle Radwege liegen ja auf Flächen, die irgendjemandem gehören. Nach Aussage der Verwaltung gibt es im gesamten Kreisgebiet nur noch wenige Straßen, an denen es eine Benutzungspflicht für die dortigen Radwege gibt.

Möllner Landstraße wird saniert

Mit großen Einschränkungen müssen die Einwohner von Glinde und Oststeinbek im kommenden Jahr rechnen. Ab den Sommerferien 2019 und voraussichtlich bis Jahresende wird die Möllner Landstraße – eine der meistbefahrenen Straßen des Kreises – für dringende Sanierungsarbeiten abschnittsweise voll gesperrt. „Das wird ein hartes Jahr“, sagt Björn Schönefeld, beim Kreis Stormarn für den ÖPNV zuständig. Denn für den Busverkehr sind teilweise riesige Umleitungen notwendig. Demnächst soll es Informationsveranstaltungen dazu geben.

Markus Carstens

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