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21:22 26.06.2013
Kultur soll kreisweit präsentiert werden: Landrat Klaus Plöger (v. l.), Kulturvolontärin Anne Pfennig, Jörg Schumacher von der Sparkassen-Kulturstiftung und Stormarns Kreiskulturreferntin Tanja Lütje vor der Stahlplastik „Kubushochzeit“ vor dem Oldesloer Kreishaus. Quelle: Foto: B. Albrod
Bad Oldesloe

Rauf aufs Rad und rein in die offenen Ateliers — so sieht eine Verbindung von Tourismus und Kultur aus, die am 21. und 22. September im Rahmen von „Stormarn kulturell stärken“

kreisweit angeboten wird. Mit „Offene Ateliers — Kunstorte Stormarn“ knüpft Kreiskulturreferentin Tanja Lütje an das Projekt ihrer Vorgängerin Dr. Friederike Daugelat an: Das kann mit „Stormarn liest ein Buch“ und den „Stormarner Kirchenmusiktagen“ schon zwei Erfolge vorweisen. Die offenen Ateliers setzen die Reihe nach Literatur und Musik nun im Bereich der bildenden Kunst fort.

„Eine Fachjury hat 60 Künstler ausgewählt, die an 28 Kunstorten ihre Arbeiten zeigen“, erläutert Tanja Lütje. Von der Wassermühle in Trittau über das Stellwerk in Bargteheide und Ateliers in Bad Oldesloe geht die Spur der Kunst bis Barnitz. Jörg Schumacher von der Sparkassen-Kulturstiftung begrüßt die Chance, Kultur und Tourismus zu verbinden. „Das Radwegenetz im Kreis ist attraktiv“, betont er, „in einer Broschüre werden wir Touren vorschlagen, die an den Ateliers entlang führen.“ Insbesondere Tagestouristen könnten auf diese Weise Stormarns Kultur-Landschaft kennen lernen.

Außerhalb der offenen Ateliers bietet die „Galerie im Marstall“ Ahrensburg — von Landrat Klaus Plöger in Anlehnung an das New Yorker MoMA (Museum of Modern Art) als GiMA abgekürzt — künftig einen Ort für Ausstellungen vor allem zeitgenössischer Kunst. Das Etikett ist neu, die Ausstellungen in der Stallhalle gibt es schon lange: „Der neue Name soll die Galerie als eigene Marke etablieren“, so das Ziel der Kulturreferentin. „Eine eigene Galerie erlaubt uns die Vernetzung beispielsweise über eine Mitgliedschaft im Museumsverband. Wir wollen die Galerie zu einer festen Institution machen.“

Hier wird ab 4. August das Werk des Expressionisten Wenzel Hablik unter dem Titel „Expressionist und Visionär des Wohnens“ gezeigt, dessen Deckenbemalung in einem Kontorhaus in Bad Oldesloe entdeckt worden ist. Ziel der Kulturstiftung ist es auch, Kinder und Jugendliche möglichst früh an Kultur heranzuführen. Deshalb soll es laut Schumacher bald auch ein Kinderatelier im Marstall und eine verstärkte Zusammenarbeit mit Schulen geben. „Für die Hablik-Ausstellung gibt es schon einen Katalog speziell für Kinder.“

Nicht nur für Kinder ist eine kreisweite Kooperation im Figurentheater-Spiel geplant, bei der auch das Figurentheater aus Lübeck beteiligt sein wird. Im März 2014 gibt es die „Kultur- und Geschichtstage“ zum Thema Dänemark und Stormarn. Nach der Ausstellung zur 750-Jahr-Feier Ahrensburgs geht es 2014 mit den „2. Stormarner Kirchenmusiktagen“ weiter. „2015 folgt wieder ,Stormarn liest ein Buch‘“, kündigt Lütje an.

Wer Ideen zu den Kultur- und Geschichtstagen hat, kann sich unter kultur@kreis-stormarn.de oder unter Telefon 04531/160 14 48 melden.

Vertreter der expressionistischen Architektur
Wenzel Hablik wurde 1881 in Böhmen geboren und lebte von 1908 an in Itzehoe, wo er 1934 starb. Heute steht dort ein Museum, das an sein Leben und Werk erinnert. Hablik kam nach einer Tischlerlehre über Architekturzeichnungen, Porzellanmalerei und Stoffmuster-Entwürfe zur Malerei. 2010 wurden die von Hablik bemalten Decken im einstigen Kontorhaus des Bad Oldesloer Margarinefabrikanten Friedrich Bölck freigelegt (heute Theodor-Mommsen-Schule), die Wenzel Hablik in den 1920er-Jahren gestaltete. Er zählt zu den wichtigsten Vertretern der expressionistischen Architektur und Innenraumgestaltung seiner Zeit.

Bettina Albrod

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Streicht euch das güldene Haar aus der Stirn, schnappt euch ein paar Walküren, werft euch in Heroenpose . . und sinkt dann gemütlich auf einem Theaterstuhl zusammen, wenn am Sonntag im Marstall Ahrensburg „Der Ring der Nibelungen — en miniature“ aufgeführt wird.

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