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Stormarn Stormarns SPD hofft einen Schub im Wahlkampf-Endspurt
Lokales Stormarn Stormarns SPD hofft einen Schub im Wahlkampf-Endspurt
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20:20 07.09.2013

Eine Woche, nachdem die CDU ihren Kandidaten den Rücken stärkte, hat auch Stormarns SPD ihr Ziel für die Bundestagswahl am 22. September erneut deutlich formiert: Die drei Bewerber, die als Direktkandidaten auftreten, könnten ihre Wahlkreise gewinnen. Kreisvorsitzende Susanne Danhier betonte gestern vor den 63 Delegierten während des Kreisparteitages in Bargteheide, die „heiße Phase des Bundestagswahlkampfes“ habe jetzt begonnen.

Dr. Nina Scheer, die im Wahlkreis Herzogtum Lauenburg/Stormarn-Süd antritt, forderte mit Nachdruck das Umsetzen der Energiewende. Dabei komme es auf eine Stärkung von kleineren Stadtwerken und Genossenschaften an, um den Einfluss von Großkonzernen einzudämmen. Sie forderte die Abkoppelung von fossilen Ressourcen, stattdessen müsse der Weg fortgesetzt werden, erneuerbare Energien konsequenter zu nutzen. Scheer — sie bewirbt sich zum ersten Mal um ein Bundestagsmandat — wies darauf hin, dass sich immer mehr Menschen frustriert und enttäuscht von der Politik abwandten: „Um etwas mit zu gestalten, sollte vom Stimmrecht Gebrauch gemacht werden.“

Nach Ansicht von Franz Thönnes, der erneut für das Direktmandat im Wahlkreis Segeberg/Stormarn-Mitte kandidiert, sollte bundesweit ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde gelten: „Wer den ganzen Monat arbeitet, muss auch ein Einkommen haben, von dem er leben kann.“ Er ging dabei auf die Situation der Pflegekräfte ein: „Sie erfreuen sich unser Wertschätzung, doch das muss auch im Gehalt zum Ausdruck gebracht werden.“ Immerhin würde sich auch in Stormarn die Zahl der 80-Jährigen bis zum Jahr 2025 etwa verdoppeln.

Thönnes kritisierte die von der Bundesregierung vorgenommene Streichung von Geldern, um jungen Leuten den Anstieg in das Berufsleben zu erleichtern. Dabei sei es unter anderem um 60 000 Euro gegangen — sie fehlten jetzt, und hätten zur Schließung der Produktionsschule in Bad Oldesloe geführt. Eingehend auf die angespannte Wohnraumsituation in Hamburg wies der Abgeordnete darauf hin, dass dies auch zu steigenden Mieten in Stormarn geführt habe. Wichtig sei daher, konsequent eine Mietpreisbremse zu ziehen.

Bettina Hagedorn, die wieder im Wahlkreis Ostholstein/Stormarn- Nord nominiert wurde, erläuterte die Pläne zugunsten von Steuererhöhungen mit den Hinweis, betroffen seien Singles mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen ab 100 000 Euro sowie Ehepaare ab 200 000 Euro. Die zusätzlich eingenommenen zehn Milliarden Euro könnten für den Bildungsbereich sowie eine Verbesserung der Infrastruktur ausgegeben werden, sagte die Abgeordnete. Sie wies auf die Situation von Frauen hin, in deren Lebensplanung Familie und Beruf gleichermaßen eine Rolle spielten. Deshalb müsse die Kinderbetreuung weiter verbessert werden — bis hin zu einer Gebührenfreiheit für Kitas und Krippen.

Bettina Hagedorn forderte die SPD-Mitglieder auf, die beiden nächsten Wochen intensiv für den Wahlkampf zu nutzen: „Viele Wähler sind noch unentschlossen. Das ist unsere Chance.“

Michael Thormählen

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