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Stormarn Stormarnschule wird auf Schadstoffe geprüft
Lokales Stormarn Stormarnschule wird auf Schadstoffe geprüft
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12:46 07.12.2018
Die Stormarnschule wurde 1910 gebaut. Quelle: Bettina Albrod
Ahrensburg

Die Stormarnschule in Ahrensburg wird auf mögliche Schadstoffe geprüft. Robert Tessmer, zuständiger Fachdienstleiter in der Ahrensburger Verwaltung, stellte am Donnerstag im Kulturausschuss die bisherigen Ergebnisse vor. Vorangegangen waren Raumluftmessungen und die Entnahme von Materialproben, nachdem es in dem Gymnasium zu Klagen über Geruchsbelästigung und Augenreizungen gekommen war. Betroffen sind der Konferenzraum aus dem Teil des Gebäudes, der 1910 errichtet wurde, und der Verwaltungstrakt, der 1950 gebaut wurde. Die Stormarnschule nahm 1906 ihren Betrieb auf und baute 1910 das heutige Gebäude in der Waldstraße. Sie ist das zweitälteste Gymnasium im Kreis nach der Theodor-Mommsen-Schule in Bad Oldesloe.

„Seit Dezember 2017 gibt es Klagen über Geruchsbelästigung und Kopfschmerzen in den beiden Teilen des Gebäudes“, erklärte Tessmer. Auch Augenreizungen wurden beklagt. Daraufhin seien im Februar Raumluftmessungen durchgeführt worden. „Die Untersuchungen haben keine Belastung der Luft mit Schadstoffen ergeben.“ Im April sei dann eine Bauteilöffnung bei Decke und Fußboden erfolgt. Dabei werden Löcher gebohrt, um die Bausubstanz hinter dem Putz prüfen zu können. „Gefunden wurde in der Decke eine Konstruktion aus Betonstegen und Rohfilzmatten, die mit Teer getränkt sind, eine Art Bitumen.“ Dabei handele es sich um eine so genannte Pohlmann-Decke, eine früher verwendete Eisenbetonrippendecke, die mit einer Schilfrohrmatte ausgekleidet wurde. Die Betonkassetten wurden zusätzlich mit teergetränkter Pappe ausgelegt.

Mit Teer getränkte Matten die Ursache?

„Das Material ist in allen Decken des alten Teils von 1910 zu finden und kann Schadstoffe ausdünsten“, erklärte Tessmer. Darin sind Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK, enthalten. Sie können die beschriebenen Beeinträchtigen auslösen und werden bei starker Konzentration teilweise als krebserzeugend eingestuft. Die Untersuchungen der Innenraumluft habe laut Ergebnisbericht vom 4. Dezember 2018 in der Stormarnschule bislang keine Belastungen ergeben. „Die Rauminnenluft ist unbedenklich“, betonte Tessmer. „Wir müssen jetzt weiterforschen.“

Das wird dadurch erschwert, dass der Teil des Gebäudes von 1910 seit 2017 unter Denkmalschutz steht. „Das wird eine schwierige Aufgabe“, erklärte der Fachdienstleiter. Viel Planung sei erforderlich, um alle Belange miteinander vereinbaren zu können. „Dort wird erst 2020 etwas angefasst. Dann wird eine Wirtschaftlichkeitsprüfung gemacht, die alle Aspekte von Denkmalschutz, Haustechnik und energetischer Sanierung berücksichtigt.“ Auch im Verwaltungstrakt von 1950 sind weitere Arbeiten nötig. „Über den Räumen liegt der Chemietrakt, der erneuert wird, auch in der Verwaltung wird die Decke geöffnet“, so Tessmer.

Bettina Albrod

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