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Stormarn Stormini: Kleine Stormarner, ganz groß
Lokales Stormarn Stormini: Kleine Stormarner, ganz groß
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21:17 25.07.2016
Kevin (11) ist stolz: Als Beschäftigungstherapeut im Alten- und Pflegeheim Schulz hat er seine ersten 17 Stormark verdient. „Ich habe den alten Leuten vorgelesen. Es war echt interessant.“ Quelle: Fotos: K. Kuhlmann-Schultz

„Wie viele Kinder sind hier eigentlich bei Stormini?“ Amy aus dem Miss-Piggy-Zelt will es ganz genau wissen und hat sich deshalb an die Fersen von Ansgar Büter-Menke, dem Chef der Kinderstadt, geheftet. Gemeinsam mit ihrem Reporter-Team – bestehend aus Sofie, Nele und Maxi – erfährt sie es. „271 Jungen und Mädchen sind hier“, so Büter-Menke. Im Alter zwischen neun und 13 Jahren leben diese eine Woche lang auf dem Gelände des Schulzentrums Trittau nach dem Motto: „Löppt – alles was mir gut tut“. Ihnen zur Seite stehen 65 Betreuer, 35 Logistiker, 50 Teamer, zwölf weitere Mitarbeiter vom Kernteam des Kreisjugendringes sowie zehn Stormarner Ehrenamtler.

271 Jungen und Mädchen leben in der Trittauer Kinderstadt – hier lernen sie spielend Demokratie kennen.

Natürlich steht die Gesundheit mit Ernährung, Bewegung und Entspannung bei so einem Motto mit im Mittelpunkt. In erster Linie geht es bei Stormini aber – schon zum neunten Mal – um die Möglichkeit, spielerisch Demokratie kennen zulernen. Die Kinder leben in Zeltgemeinschaften, sie gehen arbeiten, verdienen ihr Geld dabei, die Stormark. Wie im wahren Leben auch zahlen sie Steuern, melden sich beim Arbeitsamt, und in ihrer Freizeit „verjubeln“ sie ihre Kohle.

„Ich habe als Beschäftigungstherapeut im Altenheim gearbeitet“, ist Kevin (11) stolz auf seine ersten 17 Stormark, die er am Vormittag verdient hat. Denn auch das ist möglich: eine Arbeitsstelle außerhalb von Stormini. Am Nachmittag will Kevin bei der Agentur für Arbeit nach einem Job als Grafikdesigner fragen. Auch für Reporter Maxi ist klar: „Ich möchte auch noch was anderes machen.

Tischler finde ich gut, mein Ur-Opa war auch Tischler. Oder ich gehe in die Schneiderei. Das habe ich vergangenes Jahr auch gemacht.“ Maxi ist ein alter Stormini-Hase, er ist zum dritten Mal dabei.

„Ich finde Stormini richtig gut.“ Während er sich mit seiner Berufswahl beschäftigt, überlegt Jonas einen Teil seines Lohnes bei der Sparkasse Holstein anzulegen. Zehn Stormark einzahlen, zwölf am nächsten Tag abheben. Nicht schlecht, das hätte so mancher Kunde gerne auch außerhalb von Stormini in Euro.

In welche Richtung sich die Kinderstadt jetzt weiterentwickelt, zeigt sich nach der Bürgermeisterwahl am Mittwoch, denn auch die gehört zur gelebten Demokratie von Stormini.

K. Kuhlmann-Schultz

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