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Stormarn Stromautobahn unter der Erde: Drohen der Landwirtschaft neue Probleme?
Lokales Stormarn Stromautobahn unter der Erde: Drohen der Landwirtschaft neue Probleme?
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19:19 03.03.2016

Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) und der Netzbetreiber Tennet haben in Ratekau im Kreis Ostholstein über die weiteren Planungsschritte für die Ostküstenleitung informiert. In den nächsten Monaten sollen mit Beteiligung der Bürger die Streckenabschnitte herausgearbeitet werden, in denen die geplante 380-KV-Leitung unterirdisch verlegt werden kann. Er hoffe, dass mit dem Erdkabel-Pilotprojekt Konflikte bei der bisherigen Trassenplanung gelöst werden könnten, sagte Habeck.

Bei der Trassendiskussion seit 2014 hatten sich viele Vertreter von Kreisen und Gemeinden, Naturschutzorganisationen und Anwohner dafür ausgesprochen, die Hochspannungsleitung möglichst unterirdisch zu verlegen. Anfang dieses Jahres hatte die Bundesregierung die Leitung als Pilotstrecke für eine Teil-Erdverkabelung ausgewiesen. Durch die Leitung vom Kreis Segeberg über Lübeck bis in den Kreis Ostholstein soll Windstrom aus Schleswig-Holstein nach Süddeutschland transportiert werden. Mit dem Bau soll 2018 begonnen werden. Einen Abschnitt wird es voraussichtlich im nördlichen Stormarn geben. Bisher gibt es keine Pläne, statt der großen Masten ein Erdkabel zu verlegen.

„Wir werden die Planung für die Ostküstenleitung nicht neu aufrollen“, stellte Habeck klar. Stattdessen würden im bereits erarbeiteten Trassenverlauf einzelne Streckenabschnitte identifiziert, bei denen die Erdverkabelung nach den neuen rechtlichen Rahmenbedingungen möglich sei, sagte er. Nach Angaben von Tennet kommen auf der gesamten Strecke der Ostküstenleitung nur neun Abschnitte für eine nähere Prüfung in Betracht. Realisiert werde die Erdverkabelung nur auf einem Teil davon, sagte der Leiter Netzausbau Deutschland von Tennet, Christoph Schulze Wischeler. Habeck machte auch klar, dass Erdkabel die Probleme möglicherweise in den Boden und damit auf die Landwirtschaft verlagerten. Jetzt solle erörtert werden, wo die 380-KV-Trasse unter die Erde gebracht werden kann.

LN

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