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Stormarn Studt: „Erhebliche Probleme mit Einbrechern“
Lokales Stormarn Studt: „Erhebliche Probleme mit Einbrechern“
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18:17 05.03.2016

Landesinnenminister Stefan Studt (SPD), Dienstherr der schleswig-holsteinischen Polizisten, hat als Gastredner bei der Jahresversammlung der Gewerkschaft der Polizei, Regionalgruppe Stormarn/Lauenburg) zu aktuellen Themen Stellung bezogen. In seiner gut halbstündigen Rede ging Studt auf das wohl größte derzeitige Problem der Polizei ein, die deutlich erhöhten Zahlen des Tageswohnungseinbruchs, gerade im südlichen Bereich des Kreises Stormarn.

Marco Hecht-Hinz aus Ahrensburg ist neuer Vorsitzender der GdP-Regionalgruppe. Quelle: jeb

„Mich beunruhigen die neuesten Zahlen in Sachen Wohnungseinbruchdiebstahl, die deutlich angestiegen sind. Wir werden ja diese Zahlen am Montag der Öffentlichkeit präsentieren“, sagte der Innenminister. Das seien Zahlen, die sich in der Mitte dessen bewegen, „was wir sonst gehabt haben. Wir kommen aus einer Situation, wo wir glaubten, wir hätten das Phänomen einigermaßen beherrscht und müssen nun erkennen, dass wir in diesem Bereich wieder erhebliche Probleme haben“, so Studt.

Natürlich gebe es Konzepte der Polizei seit 2012, die immer wieder fortgeschrieben worden seien. Was dabei am Ende jetzt rausgekommen sei, sei desillusionierend und man müsse sich fragen, was noch kommen solle, um Erfolge zu haben. „Wir brauchen mehr Personal, das wissen wir alle. Wir wissen aber auch alle, dass es ein langer und schwieriger Weg ist, mehr Personal in die Landespolizei hinein zu bekommen“, machte Studt deutlich.

Ernst Jenner, Polizeichef in Schwarzenbek, forderte vom Minister mehr Unterstützung ein. „Wir möchten, dass dem Phänomenbereich ,Wohnungseinbruchdiebstahl‘ mehr Rechnung getragen wird.“ „Wir machen uns Sorgen in diesem Bereich und nehmen das sehr ernst. Wir wollen zunächst mit Verwaltungskräften zum Beispiel für die Spurensicherung schnell reagieren“, so der Minister.

Polizeidirektor Holger Meincke, stellvertretender Behördenleiter, ging ebenfalls auf das alles beherrschende Thema Wohnungseinbruchdiebstahl ein: „Wir haben es nicht geschafft, die Anzahl zu reduzieren. Wir haben doppelt so viele Tatverdächtige im Vergleich zum Vorjahr und haben eine doppelt so hohe Aufklärungsquote. Bei einer Steigerung um 46 Prozent kann man aber nicht erwarten, dass alle Taten aufgeklärt werden.“ Stormarn liege zum vierten Mal in Folge unter den Top Ten in Deutschland.

Uli Hardtke von der Kripo in Bad Oldesloe monierte die technische Ausstattung in den Dienststellen an. „Überall, sogar auf dem platten Land gibt es schnelle Internetzugänge. Nur bei uns auf den Dienststellen der Polizei ist man davon meilenweit entfernt.“ Dazu Studt: „Nur mal ein bisschen Geld in die Hand nehmen, geht nicht. Der Etat ist schon auf Kante genäht.“ Aber: „Ich gebe Ihnen Recht.

Schnelles Internet müsste es bei der Polizei flächendeckend geben.“

Eggert Werk, Polizeichef in Reinbek, machte deutlich, dass schon mehrere Mitglieder aus der Gewerkschaft der Polizei ausgetreten seien, weil die Regierung beschlossen hatte, das Einstiegsgehalt von der Besoldungsgruppe A7 auf A8 anzuheben. „Wir haben diese Anhebung zur Steigerung der Attraktivität des Polizeiberufes und mit dem Ziel einer gerechteren Bezahlung des Einstiegsamtes angehoben“, erklärte Studt die Änderung.

Ahrensburger an der Spitze

Der gesamte Vorstand der GdP-Regionalgruppe Stormarn-Lauenburg musste gewählt werden. Neuer Vorsitzender wurde Marco Hecht-Hinz aus Ahrensburg, der Eggert Werk (Reinbek) ablöste.

Personalratsvorsitzender Horst Reichgardt bleibt Vizechef.

Stefan Schooff aus Bargteheide wurde als weiterer Vizechef neu gewählt. Alle anderen Mitglieder des geschäftsführenden und des erweiterten Vorstands sowie die Vertreter in den Polizeidienststellen wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Ferdinand Dieckmann (Reinbek) und Ernst Bengtsson (Kühsen) wurden für

60-jährige Mitgliedschaft geehrt. jeb

Von Jens Burmester

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