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Stormarn Sturz mit Rennrad lief glimpflich ab
Lokales Stormarn Sturz mit Rennrad lief glimpflich ab
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09:11 02.09.2017
Diese Unebenheit wurde einem Rennradfahrer zum Verhängnis. Die Behörden wollen nun prüfen, ob sie ein Warnschild aufstellen. Quelle: Foto: Hfr
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Bargteheide

„Der Grund war eine Wurzel, die durch den Asphalt gebrochen ist und dadurch eine mindestens 40 Millimeter hohe Bodenwelle verursacht hat“, erklärt Stefan Felten. „Mein Rad blieb abrupt stehen, und ich bin über den Lenker gestürzt.“

Er habe Glück gehabt und sei mit einer leichten Gehirnerschütterung, ein paar Prellungen und vielen blauen Flecken noch glimpflich davon gekommen: „Mein Sturz war jedoch so heftig, dass mein Profi-Fahrradhelm an vier Stellen gebrochen ist und mein teures Fahrrad möglicherweise einen vierstelligen Schaden erlitten hat.“

Felten befand sich auf einer zweitägigen Rennradtour von Münster nach Lübeck-Travemünde. „Ich war schon kurz vor dem Ziel und bin relativ schnell gefahren. Im Schatten habe ich die Bodenwelle nicht gesehen.“ Eigentlich seien Rennradfahrer wegen der hohen Geschwindigkeit auf der Straße unterwegs, aber der Radweg sei frei gewesen.

Eine Familie sei so freundlich gewesen, ihn zu fragen, ob er Hilfe brauche. Obwohl er verneint habe, sei der Mann zurückgekommen und habe ihn mit dem Auto zum Bahnhof nach Ahrensburg gefahren, damit er seinen Zug nach Münster erreichen konnte. „Mir ist klar, dass Bodenwellen nicht überall beseitigt werden können“, räumt Stefan Felten ein. „So ein Hindernis ist aber lebensgefährlich, wenn man es nicht sieht. Mit dem Rennrad fährt man sehr schnell.. Hier muss ein Warnhinweis aufgestellt werden, wenn die Bodenwelle nicht sofort beseitigt werden kann.“

Warnhinweise seien auch üblich, sagt Jens Sommerburg vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Lübeck. „Wenn im Rahmen von Kontrollfahrten Radwegschäden festgestellt werden, werden dort Warnhinweise aufgestellt.“ Kontrollen fänden regelmäßig statt, einmal pro Woche an den Straßen und täglich an der Autobahn. „Ich werde den Hinweis auf den Radwegschaden an die zuständige Straßenmeisterei weitergeben“, so Sommerburg.

 ba

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