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Stormarn Sülfeld bekommt einen Wochenmarkt
Lokales Stormarn Sülfeld bekommt einen Wochenmarkt
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20:55 19.07.2016
Kommenden Freitag soll der erste Wochenmarkt in Sülfeld beginnen: Initiatorin Barbara Schütze und Bürgermeister Karl-Heinz Wegner freuen sich auf das Angebot, das es testweise zunächst für sechs Monate geben soll. Quelle: Silvie Domann
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Sülfeld

Regionale Produkte direkt vom Erzeuger einkaufen – das ist nur ein wesentliches Merkmal von Wochenmärkten. Sie sind zusätzlich Treffpunkt für Jung und Alt, laden zum Verweilen und Klönen ein. Solch ein Wochenmarkt soll nun in Sülfeld am Markt eingerichtet werden. Immer freitags von 14 bis 18 Uhr sollen um die 14 Stände unterschiedliche Produkte aus der Region anbieten.

„Ich habe die ganze Zeit organisiert, ich möchte den Markt nun zum Laufen bringen.“ Initiatorin Barbara Schütze

„Ein Wochenmarkt ist eine gute Idee, aber nicht mal so eben umzusetzen“, sagte Sülfelds Bürgermeister Karl-Heinz Wegner (CDU) während der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Der geeignete Standort, der Markt, war schnell gefunden. Zeitaufwendiger war dagegen die Suche nach einer geeigneten Wochenmarktsatzung. Letztlich entschied man sich für eine allgemein verständliche Variante mit 14 Seiten.

Größere Probleme bereitet die Stromversorgung, die drei Stände für ihre Frischware benötigen. Eine eigene Leitung mit Zählerkasten und Marktplatzverteiler kostet etwa 8300 Euro. „Bei den Preisen bekommt man Schnappatmung“, so Wegner. Eine preiswertere Lösung, den Anschluss über eine bestehende Leitung im Gebäude Am Markt 8 zu bewerkstelligen, kostet immer noch 4000 Euro. Zu hohe Investitionskosten für eine Sache, von der niemand sagen könne, ob sie Bestand habe, waren sich die Gemeindevertreter einig.

Barbara Schütze, Initiatorin des Wochenmarktes, regte deshalb an, zunächst eine Testphase zu starten und für diese Zeit auf einen Baustromzähler auszuweichen. Der könne problemlos auf- und abgebaut werden und koste etwa 100 Euro pro Einsatz zuzüglich des verbrauchten Stroms.

Sie selbst hält einige Milchziegen und Lämmer, verkauft Frischkäse, Salami und Leberwurst auf Märkten in der Umgebung. Warum also nicht in Sülfeld auch einen Wochenmarkt einrichten, hatte sie sich überlegt und damit den Stein ins Rollen gebracht. Sie sprach einige Kollegen an, die wiederum zu weiteren potenziellen Beschickern Kontakt aufnahmen. Darunter auch einige aus Sülfeld. „Um die 14 Leute hätten Interesse“, so Barbara Schütze. Gemüse, Obst, Liköre, Kräuterpestos, handgemachte Seife, Käse, Bioland-Fleisch, Honig und Blumen könnten Marktbesucher dann freitags kaufen. Auch Fischbrötchen, die vor Ort frisch zubereitet werden, seien möglich. „Ich habe die ganze Zeit organisiert, ich möchte den Markt nun zum Laufen bringen“, sagte Barbara Schütze zu dem knappen Zeitplan.

Außerdem sei es immer schöner, etwas Neues im Sommer zu beginnen.

Letztlich entschieden sich die Gemeindevertreter einstimmig für eine sechsmonatige Testphase eines Wochenmarktes – schon ab übermorgen. Die Marktstandgebühren liegen bei drei Euro pro laufendem Meter. Es gibt zunächst keine feste Strominstallation durch die Gemeinde und auch keine Verpflichtung für die Gemeinde, eine nach dem halben Jahr einzurichten. Außerdem soll Barbara Schütze zur Marktmeisterin ernannt werden.

 Silvie Domann

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