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Stormarn Tausende feierten bis in die Nacht
Lokales Stormarn Tausende feierten bis in die Nacht
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20:33 30.05.2016
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Bad Oldesloe

„Wir sind total happy“, freut sich Stadtfest-Veranstalterin Christine Tiedemann. Die dreitägige Oldesloer Party sei „super gelaufen“. Und mit dem Wetter habe man auch noch „Glück gehabt“. Tausende Besucher amüsierten sich bei dem dreitägigen Fest in der Innenstadt. Und die musikalischen Highlights wie „Jeden Tag Silvester“ zogen sogar Gäste aus Hamburg und Lübeck in die Heimatstadt der Band.

„Leute, das ist erst der Soundcheck“, bremst „Jeden Tag Silvester“-Frontmann Bertram Ulrich die Fans, die sich erwartungsvoll bis dicht an die Bühne drängen und den ganzen Marktplatz füllen. Und als es dann endlich losgeht und die Besucher glückselig mitsingen, ruft er in die Menge, dass dies „ein Gefühl von Heimat“ sei. Währenddessen passen Security-Leute auf, damit ja keine Fans zu ihren Idolen auf die Bühne klettern.

„Es ist uns gelungen, die Leute mitzunehmen“, findet Patrick Niemeier von der Musiker-Initiative Klangstadt. Gemeinsam mit Christian Bernardy hatte er das Musikprogramm mit so vielen lokalen Bands gestemmt, wie noch nie. Tiedemann: „Das Konzept ,Feiern wie Zuhause’ ist aufgegangen.“ Und zwar für alle Generationen. „So gut habe ich lange nicht mehr gefeiert“, habe ihr ein 93-jähriger Oldesloer anvertraut, der mit seinem Rollator zum Fest kam. Andere hätten nach den drei Tagen geäußert: „Schade, dass es schon vorbei ist“.

Dabei war die neue Agentur anfänglich skeptisch in der Kreisstadt empfangen worden. Nun jedoch hatten viele ihren Spaß und waren begeistert darüber, einen Weg jenseits des Mainstreams mitzugehen.

Tiedemann: „Wir sind glücklich, dass die Oldesloer die Chance genutzt haben.“ Einige feierten sogar Privat-Partys in der City. So stieg am Kirchberg eine Goa-Party.

„Fast alle Musikrichtungen waren vertreten“, so Niemeier. Es seien Leute aufgetreten, die sie erst dazu „bequatscht“ hätten. Viele junge musikalische Talente begeisterten ihr Publikum. Wie zum Beispiel die Popmusiker der „Small Steps“ auf der Besttorbühne oder „Days of Northern Lights“mit der begabten Nachwuchssängerin Hanna Dreu auf der Hude-Bühne. Niemeier: „Die Bands wurden fair bezahlt“. Das Gerücht, man müsse Geld bezahlen, um aufzutreten, stimme nicht.

Zum letzten Mal füllte die Marius-Müller-Westernhagen-Coverband „Pfefferminz“ zum Stadtfestfinale den Marktplatz. Leider mussten sie mit einer 45-minütigen Verspätung beginnen, da sich eine der Bands davor nicht an das vereinbarte Zeitfenster gehalten hatte. Dafür wurde dann umso ausgiebiger getanzt und gefeiert.

Das Slowfood-Angebot sei ebenfalls gut angekommen, freut sich Tiedemann, ebenso das etwas andere Angebot im Kinder-Bereich auf dem M&H-Parkplatz. In der Hindenburgstraße wurde „eine schöne Chillout-Area“ geboten, fand sie. Christine Tiedemann erhofft sich für die Zukunft – ihre Agentur wird auch die nächsten zwei Oldesloer Stadtfeste 2018 und 2020 ausrichten – noch Unterstützung aus der Wirtschaft. Das Zuhause-Motto solle für das familiäre Fest erhalten bleiben. Es gelte noch einiges zu verbessern. „Kritik ist willkommen“, so Tiedemann.

Man könne natürlich auch darüber nachdenken, ein solches Fest jährlich anzubieten, da dies Zusammenhalt in einer Stadt schaffe. Bad Oldesloe sei eine Stadt, die sie erst einmal kennenlernen musste.

Ihr erstes Stadtfest hier bereite ihr „finanziell keinen Spaß.“ Sie sei froh, wenn sie „mit einem blauen Auge“ herauskomme. Dabei hat sie schon gespart, wo es ging und bis in die Nacht mit ihrem Freund eigenhändig die Mülleimer geleert. Ihr Dank galt den Sponsoren, Vereinen und Verbänden sowie der Stadtverwaltung. Wenn ihr Herz nicht mitschlage, würde sie so etwas nicht machen. Ihr Team habe jetzt erst einmal Pause.

Susanna Fofana

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