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Stormarn Therapie-Pflege schließt Station
Lokales Stormarn Therapie-Pflege schließt Station
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20:12 30.03.2016
Geschäftsführer Wilfried Bromstrüp vor der leeren Station.
Henstedt-Ulzburg/Reinfeld

„Uns treibt die Vision an, sowohl für unsere Klienten, als auch unsere Mitarbeiter ein starker, verlässlicher Partner zu sein. (. . .) Im Mittelpunkt steht dabei der hilfsbedürftige Mensch.“ mit diesen Worten wirbt die „Therapie-Pflege Reinfeld“ GmbH , kurz TPR, auf ihrer Homepage. Doch was Axel Krause erlebt hat, hört sich ganz anders an: „Es ist schlicht eine Schweinerei, was sie mit uns und unseren Angehörigen gemacht haben.“

Der 50-Jährige schnaubt wütend. Fünf Jahre lang lebte sein schwerkranker Bruder auf der Pflegestation im Gebäude der Seniorenresidenz Fürstenhof in Henstedt-Ulzburg. Betrieben wird die Station mit ihren 47 Plätzen von der TPR, die sich dafür auf zwei Etagen eingemietet hat. Doch dann kam von heute auf morgen die Kündigung — für seinen Bruder und alle 38 anderen Bewohner.

In einer Angehörigenversammlung Ende Februar wurde von der TPR-Geschäftsführung kurz und knapp mitgeteilt, dass zum 31. März Schluss sei. „Frech, unverschämt und überheblich, richtig arrogant wurde da mit uns umgegangen. Über den Mund ist man uns gefahren, und einen richtige Kündigungsgrund hat man uns auch nicht genannt“, sagt der Henstedt-Ulzburger. Die TPR habe gesagt, sie hätte sechsstellig Miese gemacht und die Betriebskosten im Fürstenhof, etwa für das Schwimmbad, seien viel zu hoch, so Krause.

Wilfried Bromstrüp, Geschäftsführer der Fürstenhof Betriebs GmbH, widerspricht vehement: „Das ist Humbug! Das soll nur herhalten für die unmenschliche Aktion.“ Er lässt an der „rudimentär bis gar nicht vorhandenen Kommunikation“ der TPR kein gutes Haar, wie auch daran, dass die Gesellschaft monatelang mit Zahlungen im Rückstand war.

Das Aus kam für alle trotzdem wie aus heiterem Himmel. „Schlimm ist das, wenn sie eine alte Frau weinen sehen, die nicht weiß, was aus ihr wird“, kritisiert Krause. Andere pflichten ihm bei. Die Zeit sei viel zu kurz, um einen idealen Heimplatz zu finden.

„Die Kündigungsfrist hätte etwa zwei Monate betragen müssen“, bestätigt Christine Schröder von der Heimaufsicht des Kreises Segeberg. „Wir haben nicht viele Möglichkeiten, aber den Betreiber darauf hingewiesen, dass das nicht korrekt ist.“ Florian Graßl, Vorgänger von Bromstrüp im Fürstenhof und mittlerweile Geschäftsführer der TPR, war gegenüber den LN zu keiner Stellungnahme bereit.

Gestern sind die letzten beiden Bewohner aus der Pflegestation ausgezogen und auch die meisten der über 30 Mitarbeiter haben einen neuen Job gefunden.

Von hil

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