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Stormarn Tiere verschenken? Vermittlungssperre löst große Debatte aus
Lokales Stormarn Tiere verschenken? Vermittlungssperre löst große Debatte aus
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12:15 08.12.2015
Ein süßes Kätzchen — aber vom Weihnachtsmann sollte man sich Tiere nicht wünschen. Quelle: Axel Heimken/dpa
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Bad Oldesloe

Die Entscheidung, ein Tier anzuschaffen, sollte grundsätzlich der künftige Tierhalter selbst beziehungsweise die Familie in Ruhe gemeinsam treffen. Die hektische Vorweihnachtszeit ist mit Sicherheit kein geeigneter Zeitpunkt. Die LN-Geschichte über die Mopse „Queeny“, „Monty“ und ihre Leidensgenossen im Bad Oldesloer Tierheim hat bei Facebook eine lebhafte Debatte ausgelöst. Hier eine Auswahl der Kommentare auf der LN-Online-Facebook-Seite.

Sehr gut. Tiere dürfen nicht zu Weihnachten verschenkt werden wie ein Gegenstand. Oft wollen Kinder unbedingt einen Hamster oder ein Katzenbaby oder ein Hundebaby, die sind ja so niedlich und es muss unbedingt zu Weihnachten sein. Wenn sie dann merken, dass ein Tier auch Arbeit macht und man sich darum kümmern muss und das Tier vielleicht nicht immer geknuddelt werden will, ist es für viele Kinder wieder uninteressant, und das Tier landet schon bald wieder im Tierheim. Aber es ist jedes Jahr leider dasselbe. Darum ist die Entscheidung des Tierheims Oldesloe absolut richtig. Claudia Pechoel

Ich glaube, wer einen Hund aus dem Tierheim zu sich nimmt, hat sich grundsätzlich schon mehr Gedanken darüber gemacht, als jemand, der unüberlegt ein Geschenk für die Kinder sucht! Insofern finde ich die Aktion überflüssig. Christina Saß

Was für eine Frage?! Natürlich die richtige Wahl. Nicht umsonst quellen die Tierheime einige Wochen nach Weihnachten über vor lauter uninteressant gewordenen „Geschenken“. Ein Tier sollte man nicht verschenken, sondern es adoptieren und vor allem geeigneten Vorbereitungen treffen und das Tier zu einer alltäglichen ruhigen Zeit zu sich holen — damit es sich langsam eingewöhnen kann und nicht den ganzen Weihnachtstrubel abbekommt. In diesen Tagen hat man zudem soviel um die Ohren, dass man dem Tier nicht die Aufmerksamkeit beim Einleben kann, die es eventuell braucht, falls es Schwierigkeiten gibt. Nisi Wolter

Finde ich super! Habe selbst mehrfach ehrenamtlich in Tierheimen mitgewirkt und weiß wie es vor Weihnachten sein kann. Und für die Tiere ist es grauenhaft, wenn sie spätestens zum nächsten Sommerurlaub dann aus der Vermittlung zurückkommen. Wobei das dann noch das Beste ist, was ihnen passieren kann! Besser, als irgendwo an der Autobahn ausgesetzt werden. Tiere unterm Weihnachtsbaum sind kein Geschenk — in meinen Augen. Natürlich soll man nichts verallgemeinern, aber ich denke, dass die Tierheime schon ganz gute Übersicht haben, was so abläuft und daher vertraue ich auch darauf, dass die Aktion wirklich einen Sinn hat! Esa Lein

Das ist in fast allen Tierheimen so und ist auch eine völlig richtige Handhabung. Wer ein Tier aus dem Heim retten will, tut es auch zu anderen Zeiten. Astrid Oeli

Konsequent, ich würde sogar bis Januar mit der Weitergabe warten. Ralf Werner

Ich finde das super! Denn niedliche Knopfaugen brauchen nicht nur zu den Feiertagen Zuwendung, sondern bedeuten ein Tierleben lang Verantwortung. Elke Himmelmann

Sehr vernünftig. Hunde und Katzen sind nicht was für Weihnachten — sie sind was fürs Leben. Kirsten Olivia

Nonsens! Zu einer Tiervermittlung gehört ein intensives Vermittlungsgespräch und daraus — und nur daraus — sollte sich die Entscheidung ergeben. Marco De Peppe

LN

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