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Stormarn Tobias von Pein gewinnt das Kandidaten-Duell
Lokales Stormarn Tobias von Pein gewinnt das Kandidaten-Duell
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18:13 10.09.2016
68 SPD-Ortsvereinsmitglieder gaben bei der Kandidatenkür für den Wahlkreis Stormarn-Mitte ihre Stimme ab. Quelle: Fotos: Bettina Albrod

Tobias von Pein wird als SPD-Kandidat des Wahlkreises Stormarn-Mitte in die Landtagswahl 2017 gehen. Mit 60 von 67 Stimmen entschied sich die große Mehrheit der Mitglieder der SPD-Ortsverbände von Ahrensburg, Ammersbek, Großhansdorf und den Ämtern Siek und Trittau am Freitag in Ahrensburg bei der Kandidatenkür für den Landtagsabgeordneten.

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Große Mehrheit im Wahlkreis Stormarn-Mitte – Sechs Stimmen für den Herausforderer.

Auf seinen Herausforderer Benjamin Freitag entfielen sechs Stimmen, dazu kam eine Enthaltung. Insgesamt wären 422 Mitglieder stimmberechtigt gewesen. Zu den Gratulanten gehörte auch Bildungsministerin Britta Ernst, die als Gastrednerin erschienen war.

Tobias von Pein bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. „Jetzt beginnt der Wahlkampf“, kündigte er nach seiner Wahl an, „wir müssen aber noch eine Schippe drauf legen.“ Die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern habe gezeigt, dass Gefahr von Rechts drohe, und in Schleswig-Holstein seien die Grünen eine starke Konkurrenz. „Der Kampf für Demokratie und gegen Rechts beginnt im Alltag.“

Vorausgegangen war am Freitag ein Kandidatenduell, bei dem beide Bewerber ihre Schwerpunkte umrissen. Benjamin Freitag setzte auf ein Umdenken in der SPD. Der 27jährige aus Reinfeld führte den Zuhörern vor Augen, dass der Partei die jungen Wähler fehlten – auf Nachfrage zeigte sich, dass nur drei der 68 Anwesenden unter 30 Jahre alt waren. „Junge Menschen wählen AfD“, gab er zu bedenken.

Diese Wähler gelte es zurück zu holen. „Ich möchte da Politik machen, wo andere aufhören. Wir müssen unsere Inhalte besser vermitteln.“

Tobias von Pein, der wie Freitag in Lütjensee aufgewachsen und in Trittau zur Schule gegangen ist, ist mit 31 Jahren nur unwesentlich älter als sein Herausforderer. Er bringt bereits Erfahrungen aus seiner ersten Wahlperiode im Landtag mit. „Stormarn-Mitte ist ein wichtiger Wahlkreis“, warb er für sich. „Ich will unsere Region weiter stark in Kiel vertreten.“ In einer noch engeren Zusammenarbeit mit Hamburg lägen große Chancen für das Umland, die gelte es verstärkt zu nutzen. „Hamburg fehlen Flächen für die Wirtschaft, die wir noch reichlich haben.“ Ziel der SPD sei es auch, dahin zu kommen, dass die Kinderbetreuung in Kindertagesstätten kostenlos für die Eltern werde, da sei ein Anfang gemacht.

In der anschließenden Fragerunde nahmen beide Bewerber Stellung zum Thema Inklusion; hier waren sie sich einig, dass der Streit vom Tisch müsse, um nicht auf dem Rücken der Kinder ausgetragen zu werden. Während Freitag den Nordstaat für eine gute Idee hielt – „der Föderalismus wird der Lebenswirklichkeit nicht gerecht, viele Menschen leben in Stormarn und arbeiten in Hamburg“ – setzte von Pein eher auf eine engere Paarung von Schleswig-Holstein und Hamburg.

Auf die Frage, warum Benjamin Freitag sich überhaupt gegen Tobias von Pein beworben habe, man werde doch keinen bewährten Kandidaten in die Wüste schicken, erwiderte Freitag: „Es gehört zur Demokratie, dass man die Wahl hat. Ohne Neues würde sich nie etwas ändern.“

Stormarn Süd

Reinbek wird für den Landtagswahlkreis 30 – Stormarn-Süd – am Freitag, 16. September, um 19 Uhr zum Treffpunkt der SPD-Mitgliederversammlung im Sitzungssaal des Rathauses. Auch hier soll der Kandidat für die Landtagswahl gewählt werden. Bisher ist MdL Martin Habersaat der einzige Bewerber. Zur Wahlkreisversammlung wird der Landesvorsitzende der SPD Schleswig-Holstein und Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Ralf Stegner, als Gastredner erwartet. Er wird zum Thema „Bilanz und Ausblick sozialdemokratischer Politik für Schleswig-Holstein“

sprechen.

Bettina Albrod

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