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Stormarn Tourismus: Sprechen Stormarn und Lauenburg mit einer Stimme?
Lokales Stormarn Tourismus: Sprechen Stormarn und Lauenburg mit einer Stimme?
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21:20 25.09.2013
Günter Schmidt, Leiter des Tourismusmarketing im Lauenburgischen. Quelle: LN

Bekommt der Kreis Stormarn ein eigenes Tourismusmanagement oder fügt sich der Kreis an das bestehende System Herzogtum Lauenburg Marketing und Service GmbH (HLMS) im Nachbarkreis ein? Die Politiker des Stormarner Kreistages sind gerade dabei, diese Frage zu klären.

„Wir halten eine Lösung gemeinsam mit dem Kreis Herzogtum Lauenburg für gut und werden das unterstützen“, so der Fraktionschef der FDP, Karl-Reinhold Wurch. Die FDP habe sich in der Vergangenheit für die Zusammenarbeit mit anderen Kreisen ausgesprochen und „wir wollen das auch hier so machen“. Es gebe in Ratzeburg einen bestehenden Apparat, „wir könnten eine schlanke Regelung bekommen und müssten nichts Neues aufbauen.“ Die Interessen von Stormarn würden gewahrt bleiben.

Jörg Hansen, Mitglied im Wirtschafts-, Bau- und Planungsausschuss des Kreises Stormarn, wird seinen Grünen-Fraktionskollegen empfehlen, sich für eine Zusammenarbeit mit dem Tourismusmanagement des Kreises Herzogtum Lauenburg zusammenzutun. Auch er spricht von einem guten Preis-Leistungsverhältnis. „Wir bekommen für einen geringen finanziellen Aufwand einen maximalen Mehrwert.“ Hansen hat keine Befürchtungen, dass der Kreis Stormarn bei dieser Kombination hintenüberfallen könnte. „Wir entsenden ja auch einen Vertreter.“

Der Weg, sich dem Tourismusmanagement im Kreis Herzogtum Lauenburg anzuschließen, findet auch bei der CDU durchaus eine Mehrheit. Wie Fraktionschef Joachim Wagner erklärte, „soll dieser Weg weiter verfolgt werden. Der Kreis kann davon profitieren. Wir müssen nicht alles selber aufbauen“. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

Heinrich Dierking vom Forum 21 stellt fest: „Wir wollen den Tourismus anfeuern“, von daher sei auch das Forum 21 für eine Kooperation. „Wir müssen dann den organisatorischen Rahmen nicht neu aufbauen.“

Die SPD hält sich da bedeckter. „Der Tourismus in Stormarn steht nicht so im Vordergrund wie in Ostholstein oder auch im Kreis Herzogtum Lauenburg“, meint SPD-Frakionschef Reinhard Mendel. Eine Zusammenarbeit mit dem Herzogtum Lauenburg Marketing sei lediglich ein Konzept, eine konstruktive Alternative. „Eine eigene Gesellschaft zu gründen, wäre vom Aufwand her weniger attraktiv.“

Der Geschäftsführer vom Lauenburger Tourismusmarketing, Günter Schmidt, sichert zu „Stormarn bleibt Stormarn“. Er befürwortet ein gemeinsames Vorgehen. Gerade im Hinblick auf die Präsenz in der Metropolregion „können wir dann mit einer Stimme sprechen“.

K. Kuhlmann-Schultz

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