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Travenbrück: Neues Gemeinschaftshaus

Travenbrück Travenbrück: Neues Gemeinschaftshaus

Marode, verschimmelt, kaum noch zu retten — das Gemeinschaftshaus in Travenbrück, das auch als Kindergarten und Sportlerheim genutzt wird, bereitet der Gemeinde Sorgen. Die alte ehemalige Schule soll größtenteils abgerissen werden, die Mehrzweckhalle wird entkernt. Dann kommt ein Neubau für 1,8 Millionen Euro.

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Die frühere Schule ist heute Gemeinschaftshaus, Sportlerheim und Kindergarten.

Quelle: Fotos: Bma/archiv

Travenbrück.  „Seit fünf Jahren beschäftigen wir uns jetzt mit dem Gemeinschaftshaus“, erklärte Bürgermeister Peter Lengfeld bei einer Einwohnerversammlung. Im Kindergarten hätte es einen Wasserrohrbruch gegeben, auch andere Räume seien von Schimmel und Feuchtigkeit befallen, die Wände würden bereits bröckeln. „Das Gebäude ist mehr als sanierungsbedürftig. Lange haben wir diskutiert, ob wir sanieren oder neu bauen“, so Lengfeld.

Vom Sanieren hätten Fachleute abgeraten. Jetzt hätten die Gemeindevertretung und die Arbeitsgemeinschaft Gemeindehaus eine Lösung erarbeitet. „Wir reißen alle Einzelteile ab, bis auf den Kindergarten und die Sporthalle — die wird entkernt“, erklärte Nils Wendler, Mitglied im Bauausschuss und in der AG Gemeindehaus. Geplante Kosten der Baumaßnahme: 1,8 Millionen Euro. „Bei der Summe haben wir viele Eventualitäten mit reingenommen“, so Lengfeld. Man wolle schließlich keine zweite Elbphilharmonie erleben.

„Das alte Gemeinschaftshaus ist einfach grausam, furchtbar verwinkelt und energetisch nicht zu retten — deshalb haben wir uns für diesen Weg entschieden“, erläuterte Wendler. Um Kosten zu sparen, werde man in drei Bauabschnitten vorgehen. „Zunächst wird ein Stück vom alten Gebäude abgerissen, um an den Kindergarten den benötigten dritten Gruppenraum anzubauen“, so Wendler. Die Kinder sollen während der Baumaßnahmen in einem voll funktionsfähigen Teil des Gebäudes verbleiben. Wenn der neue Anbau fertig sei, könnten die Kleinen umziehen.

Der Rest des Altbaus stehe dann leer und werde in einem zweiten Bauabschnitt abgerissen, um das Sportlerheim, die Waschräume und Umkleiden neu zu bauen. Gleichzeitig werde die Mehrzweckhalle entkernt. „Sie bekommt ein neues Dach, eine neue Fassade, einen Schwingboden und wird wärmegedämmt“, stellte Wendler die Pläne vor. Die Sportler würden in der Zeit, in der die Halle und das neue Sportlerheim gebaut würden, im Bestandssportlerheim bleiben.

Wendler: „Wenn die Sportler in ihr neues Reich einziehen, beginnt der dritte Bauabschnitt: Dann reißen wir das Sportlerheim und die Umkleiden weg, um dort den neuen Gemeinschaftsraum, Küche, WCs und Lagerräume zu errichten.“ Das ganze Gebäude werde barrierefrei gestaltet. Bereits im Juni soll der Bauantrag gestellt werden. „Wir rechnen mit einer Bauzeit von 20 Monaten.“

Auch das Finanzierungskonzept des 1,8 Millionen Euro teuren Projekts steht. „Wir gehen davon aus, dass wir 200000 Euro an Fördermitteln bekommen. Das heißt, wir müssen 1,6 Millionen Euro finanzieren“, rechnete Finanzausschussvorsitzender Christian Backhaus vor. Bei einem Zinssatz von 0,75 Prozent müsste die Gemeinde im Jahr 12000 Euro an Zinsen aufbringen. Die Tilgung belaufe sich bei einer Laufzeit von 30 Jahren auf jährlich 53000 Euro. „Zusammen müssen wir 65000 Euro jährlich an Kapitaldienst aufbringen“, so Backhaus. Travenbrücks Konzept zur Gegenfinanzierung:

„Es laufen Kredite für die Kläranlage in Höhe von 50000 Euro aus. Bleiben noch 15000 Euro“, so Backhaus. Geschätzt 10 000 Euro könne man an Energiekosten einsparen. Die alte Bausubstanz verschlinge derzeit jedes Jahr 35000 Euro. Das neue Gebäude sei viel energieoptimierter. Zudem wolle die Gemeinde 15000 Euro Zuschüsse streichen für Kindergartenplätze von Travenbrücker Kindern, die außerhalb der Gemeinde eine Einrichtung besuchen. „Dennoch haben wir eine angespannte Haushaltsituation“, teilte Backhaus mit. „Wir haben im vergangenen Jahr mit einem Minus abgeschlossen. Aber die Sanierung des Gemeinschaftshauses ist alternativlos, deshalb müssen wir das wuppen, auch wenn es anstrengend wird.“

Von Britta Matzen

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