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Travenbrück und Grabau im Bild

Travenbrück Travenbrück und Grabau im Bild

Das Kreisarchiv Stormarn zeigt um 19 Uhr in der Turnhalle Tralau, Schulstraße 27, den Bildvortrag „150 Jahre Kreis Stormarn – Travenbrück und Grabau im Bild“. Die Historikerin Barbara Günther wird ihre Zuhörer auf eine kurzweilige Bilderreise durch die Vergangenheit der beiden Orte mitnehmen. Der Eintritt ist frei.

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Kloster Nütschau: Subprior Pater Matthäus spricht mit einer Nonne (1977).

Quelle: Fotos: Raimund Marfels/kreis Stormarn

Travenbrück. Erinnern Sie sich noch an die kurze Reise mit dem Dampfzug von Grabau nach Bad Oldesloe oder den „Brückenstreit“

LN-Bild

Vortragsreihe „150 Jahre Kreis Stormarn“.

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zwischen Schlamersdorf und Nütschau? An die Schneekatastrophen? Nein? Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte sich Dienstag, 17.

Januar, vormerken. Das Kreisarchiv Stormarn zeigt in Kooperation mit der Gemeinde Travenbrück um 19 Uhr in der Turnhalle Tralau, Schulstraße 27, den Bildvortrag „150 Jahre Kreis Stormarn – Travenbrück und Grabau im Bild“. Die Historikerin Barbara Günther wird ihre Zuhörer auf eine kurzweilige Bilderreise durch die Vergangenheit der beiden Orte mitnehmen. Der Eintritt ist frei.

Zum Kreisjubiläum gibt das Kreisarchiv Stormarn mit der Vortragsreihe „150 Jahre Kreis Stormarn – 15 Orte im Bild“ noch bis 28. Februar Einblick in seine umfangreichen Bildsammlungen.Tausende Fotos, Dias, Luftbilder und Ansichtskarten bilden das visuelle Gedächtnis des Kreises – eine wahre Fundgrube, die bislang nur in Teilen erschlossen ist. Viele Abbildungen stammen aus Nachlässen regionaler Fotojournalisten wie Raimund Marfels, sind Hinterlassenschaften begeisterter Hobbyfotografen wie Klaus-Dieter Schwerdtfeger oder wurden von Kreisbehördenmitarbeitern zu verschiedenen Anlässen aufgenommen.

Vom Herrenhaus Tralau um 1900 über den Laden des Kaufmanns Ernst Wulf auf einer Ansichtskarte aus den 1930er Jahren sowie Ortsansichten, Freizeitvergnügen, Kindervogelschießen in den 1950er/60er Jahren bis zum Naturerlebnis Grabau im heutigen Jahrtausend reicht die Zeitspanne des Vortrags.

Dabei werfen die teilweise noch nie gezeigten Bilder Schlaglichter auf die Entwicklung der beiden Gemeinden Grabau und Travenbrück. Sie entführen die Betrachter in eine heute manchmal fremd erscheinende Vergangenheit der Adelsgüter Grabau, Nütschau und Tralau mit ihren prächtigen Herrenhäusern in weitläufigen Parkanlagen. Diese boten nach dem Zweiten Weltkrieg als Heime zunächst Unterkunft für Kinder und wurden später für andere Funktionen genutzt, etwa als Forschungsinstitut in Grabau. Das im 16. Jahrhundert errichtete Herrenhaus Nütschau erfuhr ab 1951 eine Renaissance als nördlichste Klostergründung.

Manchmal lassen die Fotografien auch Altvertrautes wieder lebendig werden wie die Fahrt mit dem Triebwagen der EBOE. Auf dieser 1973 eingestellten Bahnlinie konnten die Grabauer viele Jahrzehnte lang schnell nach Bad Oldesloe zum Einkaufen gelangen. Zwischenzeitlich überwucherten die Bahngleise, bis schließlich ein Radwanderweg mit Obstlehrpfad daraus entstand.

Die reizvollen Flusslandschaften von Trave und Norderbeste luden nicht nur zu Wanderungen oder Bootsfahrten ein. Für die Einwohner bedeuteten sie auch immer eine Trennung ihrer Dörfer, und so kam den meist einfachen Holzbrücken immer eine besondere Bedeutung zu. 1953 konnte der Streit um die Renovierung der maroden Travebrücke zwischen Schlamersdorf und Nütschau schließlich geschlichtet und die neue Friedensbrücke eingeweiht werden.

Vortragsreihe und Buch

Das Programm der gesamten Vortragsreihe „150 Jahre Kreis Stormarn – 15 Orte im Bild“ gibt es im Internet unter www.kreisjubiläum.de sowie unter www.kreis-stormarn.de.

Einen Begleitband zur Vortragsreihe hat das Kreisarchiv herausgegeben. Er enthält zu jedem Vortrag 10 Bilder mit Beschreibung – also 150 Fotos – und ist für 20 Euro über den Buchhandel oder das Kreisarchiv Stormarn zu beziehen.

LN

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