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Stormarn Trenthorst: Das Mekka für Naturfreunde
Lokales Stormarn Trenthorst: Das Mekka für Naturfreunde
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09:16 07.05.2016
Die beiden neugierigen Kamele aus Privatbesitz in Berkenthin waren bei den Besuchern des Trenthorster Hoffestes sehr beliebt. Quelle: Fotos: Susanna Fofana

In Scharen strömen die Besucher zum achten Trenthorster Hoffest. Bei traumhaftem Wetter zieht es an die 10000 Gäste aufs Land. Von Tieren bis zu Treckern, von kulinarischen Genüssen bis zu Kunsthandwerk — 70 Aussteller bieten auf dem Gelände des Trenthorster Instituts für Ökologischen Landbau in Wulmenau Vielfalt für Jung und Alt. Zudem gibt es Infos zu Fachthemen und Forschung.

Zum achten Hoffest auf dem Gelände des Öko-Instituts kamen rund 10000 Besucher.

„Es ist immer wieder so schön hier“, schwärmt Sabine Schwardt (57) aus Lübeck. Sie besucht das Hoffest bereits zum dritten Mal und hat sofort etwas Schönes entdeckt. „Die Decke ist herrlich und perfekt zum Einkuscheln. Die nehme ich.“ Das gute Stück hat Sabine Möller aus Ahrensfelde aus Wolle und Filz gefertigt.

Tjark (5) aus Barnitz hat es dagegen auf den riesigen Trecker abgesehen. Der trägt zum einen „meine Lieblingsfarbe“, nämlich Grün. Zweitens sei er „viel größer als Mamas Trecker“ — seine Mutter betreibt einen Resthof mit Pferden. Ein Stück weiter machen es sich immer mehr große und kleine Gäste auf den Strohballen eines Hängers für die stets ausgebuchte Treckertour übers Gelände gemütlich.

„Jedes Mal wieder“ kommt Renate Kundoch aus Rohlfshagen zum Hoffest Trenthorst, das im zweijährigen Rhythmus an Himmelfahrt zum Publikumsmagneten wird. Sie kommt hauptsächlich „wegen der vielen Pflanzen“. Insbesondere die rotlaubige Jakobsleiter von „Filiflori“ aus Zarpen strahlt in den schönsten Blautönen.

Die Musik kommt an diesem sonnigen Tag unter anderem direkt von der Wiese. Hier begeistert das Stormarner Bläsercorps mit der stellvertretenden Leiterin Kjestina Dwenger in der Naturkulisse die Zuhörer. Der jüngste Jagdhorn-Bläser ist 16, der älteste um die 60 Jahre alt. Ein Spinnrad besitzt Angelika Iwohn-Kranik aus Bad Oldesloe bereits seit 30 Jahren. Doch jetzt zeigt sie den Besuchern gerade, wie ein Wollfaden mit der Handspindel gesponnen wird. Für ihre Hobby-Werkstücke nutzt sie Merino-Wolle, die sie selbst spinnt, färbt und verstrickt.

Zum ersten Mal sind Alexandra Renitz und Paul (neun Monate) beim Hoffest. „Es ist so schön hier für Kinder. Alles ist natürlich und selbstgemacht“, schwärmt Renitz. „Die Resonanz ist immer gut“, sagt Ausstellerin Marion Meinberg, die Handpuppen entwirft und näht. Matthias Quaritsch probiert gerade die Quark-Idee von Westeraus Bürgermeisterin Petra Jürß: „Sehr, sehr lecker.“ Statt Eis kommt Quark zwischen die Früchte.

Der stellvertretende Institutsleiter Dr. Hans Marten Paulsen freut sich insbesondere darüber, dass sich viele Besucher auch für die Fachvorträge, Neues aus dem Öko-Landbau und die Trenthorster Forschungsergebnisse interessieren. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Zulauf. Die Stimmung war total entspannt bei Besuchern und Ausstellern.“

Nach dem Fest ist vor dem Fest

Die nächste Veranstaltung des Fördervereins lautet „Wildkräuter sammeln und essen“ am Sonnabend, 21. Mai. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Herrenhaus. Kostenbeitrag: sechs Euro, ermäßigt drei Euro.

Das Mittsommerfest steigt am Sonnabend, 18. Juni. Von 18 bis 22 Uhr gibt es ein Lagerfeuer und Leckeres vom Grill. Kosten: sechs/vier Euro. Anmeldungen für beide Termine: foelt@thuenen.de oder Telefon 045 39/888 00.

Von Susanna Fofana

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