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Stormarn Trenthorst bekommt Zuwachs
Lokales Stormarn Trenthorst bekommt Zuwachs
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20:30 29.09.2016
So sah das Grundstück noch vor einigen Monaten aus. Die alten Scheunen sind inzwischen abgerissen und mit ihnen wurden 4000 Kubikmeter Asbest und reichlich Dämmmaterial als Sondermüll entsorgt. Quelle: ploh/hfr
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Westerau/Trenthorst

Das Rätselraten hat ein Ende. Viele Trenthorster haben sich in den vergangenen Wochen gefragt, was auf einer Freifläche mitten im Dorf entstehen soll.

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Auf dem einstigen Scheunengelände im Ortskern sollen drei Häuser für jeweils fünf Mietparteien entstehen.

Ein Scheunenkomplex war abgerissen worden und nur die sie eingrenzende Mauer geblieben. Dass dort Wohnungen entstehen könnten, hatte schon die Runde gemacht. Doch wie viele und in welcher Form, erschloss sich nicht.

Und so war das Interesse am Mittwochabend groß, die Pläne kennenzulernen. Auf der Sitzung des Finanz-, Bau- und Umweltausschussses der Gemeinde Westerau, dessen Ortsteil Trenthorst ist, präsentierte Andreas Nagel vom Planungsbüro Ostholstein das Vorhaben des Investors.

Beabsichtigt sei, neben dem Institut für Ökologischen Landbau die nach dem Abriss freigeräumten Flächen zu bebauen, berichtete Nagel. Ihm zufolge waren zunächst nur zwei, zur Straße hin ausgerichtete Häuser vorgesehen. Doch aufgrund der großzügigen Platzverhältnisse sollen nun drei Wohngebäude errichtet werden. Maßgeblich für die Planung war zudem, dass sie gut in die Umgebung passen. Da Trenthorst von roten Ziegelhäusern geprägt ist, wählte das Planungsbüro für die Fassaden einen ähnlichen Farbton und anthrazitfarbene Dächer. Auf den dörflichen Charakter Rücksicht nehmend, sollen die Gebäude nicht höher als zwei Geschosse sein. Auf dem hinteren Grundstück liegend, direkt neben dem alten Herrenhaus ist ein weiteres eingeschossiges Haus geplant.

Pro Gebäude werden Andreas Nagel zufolge fünf Wohneinheiten geschaffen. Da die Haushalte im ländlichen Raum meist über zwei Autos verfügten, würden zusammengerechnet mit dem Bedarf der Bungalowbewohner zwölf Stellplätze benötigt. Sie sollen durch eine Hecke von der Straße abgegrenzt werden. Die alte Mauer, die das Grundstück derzeit noch abschirmt, wird abgerissen.

Nagel machte auch darauf aufmerksam, dass die Dorfstraße an einigen Stellen bis in das private Gelände des Investors hineinreicht. Um eine klare Flucht zu schaffen, sei es sinnvoll, die Grenzen zu verschieben und diese Streifen dem öffentlichen Gebiet zuzuschlagen.

Einige Anwohner erkundigten sich besorgt, wie der Baustellenverkehr durch den Ort geleitet werden solle. Die Straße habe ohnehin durch den Abriss der Scheunen stark gelitten, hieß es. „Das steht noch nicht fest“, erklärte der Ausschussvorsitzende Karsten Uhrbrook (KWV Westerau). Es werde aber darauf geachtet, dass die Straße keine zusätzlichen Belastungen erfahre. Schon jetzt seien Schilder mit einer Begrenzung von 7,5 Tonnen aufgestellt worden, fügte Bürgermeisterin Petra Jürß (KWV Westerau) hinzu. Außerdem werde der Zustand der Straße fotografisch dokumentiert. Die Ausschussmitglieder zeigten sich mit den Plänen des Investors einverstanden und sprachen eine Empfehlung an die Gemeindevertreter aus, dem B-Plan Nr. 9 zuzustimmen.

Versuche, die leeren Scheunen sinnvoll zu nutzen, hatte es übrigens schon vor Jahren gegeben. Die Ideen reichten vom Hotel über eine Pferdeklinik bis hin zu einem Tagungszentrum. Doch den Nutzraum von 6000 Quadratmeter umzugestalten, erwies sich letztlich wohl doch als zu kostspielig.

Die Gemeindevertreter tagen am Mittwoch, 5. Oktober, um 19 Uhr im Feuerwehrgerätehaus in Westerau.

Dorothea von Dahlen

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