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Stormarn Trittau: Streit um Schützenplatz beendet?
Lokales Stormarn Trittau: Streit um Schützenplatz beendet?
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20:19 11.03.2016
Bürgermeister Oliver Mesch auf dem Schützenplatz, der weiterhin als Parkfläche erhalten bleibt und jeden Freitagnachmittag einen Wochenmarkt bietet. Quelle: Fotos: Margret Pantelmann

Die Verlegung des Schützenplatzes, die schon seit 2009 zu heftigen Diskussionen führte, ist nach langjährigem Stillstand vom Tisch. Der Investor dieses Geländes, die Handelsgesellschaft Bartels-Langness (Famila-Gruppe), hat eingelenkt. Er wird dort keinen Markant-Markt bauen, auch Aldi und drei Fachmärkte wird es dort nicht geben. „Das Unternehmen hat die Pläne zurückgezogen“, sagte gestern Bürgermeister Oliver Mesch und erinnerte daran, dass sich der große Streit auch innerhalb der Fraktionen durch eine Pattsituation entzündet hatte. Edeka-Süllau hatte das im vorderen Bereich zum Schützenplatz gelegene Meierei-Gelände gekauft, um dort einen Supermarkt zu errichten. Doch in der zweiten Reihe fühlte sich Bartels-Langness abgehängt und wollte dies verhindern.

Bürgermeister und Politiker präsentieren neue Lösung. Markant baut am Ortsrand, Famila zieht um.

„Es ist uns gelungen, dass alle an einem Strang ziehen.“Jens Hoffmann, CDU

Wie Mesch und Politiker aller Fraktionen gestern erklärten, werden Markant und Aldi die von der Gemeinde angebotenen Verkaufsflächen in der Hamburger Straße, nur rund 300 Meter vom Mühlenweg-Kreisel entfernt in Richtung Witzhave, annehmen. Auf einer Fläche, auf der früher mal die Tennisplätze waren, wird Bartels-Langness außerdem Wohnraum schaffen. „Wir haben zusammen den Weg geebnet. Es konnte nur über einen Konsens gehen, den alle mitgehen“, sagte Oliver Mesch. „Ich bin stolz darauf, dass wir jetzt mit der Zustimmung aller Fraktionen eine sachliche Arbeitsgrundlage haben“, erklärte der Bürgermeister seine Freude über den einvernehmlichen Beschluss, der in der Großplanung auch eine Verlagerung weiterer Einzelhandelsstandorte vorsieht.

So möchte sich Famila vergrößern und wird an der Großenseer Straße zwischen Cleanpark und Kreisel eine Fläche bekommen. „Dann bekommen wir für den ganzen Ort ein rundes, stimmiges Bild. Wir wollen die Kunden auch aus Umland nach Trittau holen“, so Mesch weiter und sieht für das südliche Trittau mit Aldi und Markant als Nahversorger eine Ideallösung. Die Verbrauchermärkte sollen sich wie eine Perlenschnur durch Trittau ziehen. „Wir werden für alle gleichzeitig das Baurecht schaffen. In welchem Zeitrahmen jeder Einzelne sein Projekt umsetzt, bleibt dahingestellt“, sagte der Fraktionsvorsitzende der CDU, Jens Hoffmann, der diese Verhandlungen als große Anstrengung beschreibt. „Hier demonstriert die Politik, dass sie sehr wohl in der Lage ist, den Ort voranzubringen. Es ist uns gelungen, dass alle an einem Strang ziehen.“ Auch die Gewerbegemeinschaft Trittau habe sich positiv über diesen Beschluss geäußert, wie Mesch bekanntgab.

Sämtliche Pläne dieser Neuordnung beim Einzelhandel sollen als Gesamtpaket gesehen werden, auch um Nachteile untereinander zu vermeiden. Baubeginn könnte schon Ende nächsten Jahres sein. Doch zuvor ist es der Gemeinde sehr wichtig, ein Einzelhandelsgutachten einzuholen, das die Empfehlung einer Verträglichkeit für den Ort und die Größe der Verkaufsflächen vorgibt.

Zu diesen neuen Plänen erklärte der Käufer der Meierei, Günter Süllau (Edeka), auf LN-Anfrage: „Erst letzte Woche wurden wir von der Gemeinde über die Pläne in Kenntnis gesetzt und befinden uns noch im Prüfungsstatus“, sagte er mit der Betonung darauf, nach wie vor dazu zu stehen, die Meierei entwickeln zu wollen. Seine Familie wolle zunächst das Ergebnis des Gutachtens abwarten. Doch er verwies auch darauf, dass der Ort auch Kleingeschäfte haben müsste.

Von Margret Pantelmann

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