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Stormarn Trittau schärft sein Profil
Lokales Stormarn Trittau schärft sein Profil
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14:58 04.12.2018
Trittau soll durch ein Ortsmarketing ein eigenes Profil bekommen. Quelle: Bettina Albrod
Trittau

Was hat Trittau, das andere Gemeinden nicht haben? Dieser Frage geht das Projekt Ortsmarketing nach, das die Verwaltung und alle Fraktionen in Trittau gemeinsam mit der GGT, dem Zusammenschluss der Gewerbetreibenden in Trittau, auf den Weg gebracht haben. Mit Hilfe von Umfragen und Arbeitskreisen soll dabei unter professioneller Betreuung durch ein Büro für Stadtmarketing Trittaus besonderes Profil erarbeitet werden. Demnächst startet eine Online-Umfrage dazu, über die die Bürger per Wurfsendung informiert werden. Denn sowohl Trittauer Bürger als auch Gäste und Besucher können ihre Meinung einbringen.

„Wir haben Mitte 2017 das Ortsmarketing mit einem öffentlichen Gespräch, bei dem Vertreter der IHK und die Stadtmanagerin aus Mölln dabei waren, angestoßen“, erläutert Bürgermeister Oliver Mesch. „Trittau möchte attraktiver werden. Wir wollen damit die Gewerbetreibenden stärken, aber auch bei den Bedürfnissen der Menschen vor Ort ansetzen.“ Ziel ist ein positives Bild der Gemeinde nach außen und nach innen, mit dem Bürger sich identifizieren können. Die Politik hat dafür eine Anschubfinanzierung von 20 000 Euro bewilligt, auf lange Sicht solle das Ortsmarketing dauerhaft etabliert werden, beispielsweise durch eine feste Stelle für Stadtmarketing, so Mesch weiter.

Woran denkt man bei Trittau?

„Was fällt Ihnen ein, wenn Sie an die Gemeinde Trittau denken?“, lautet eine Frage. Das Freibad, wäre eine mögliche Antwort, denn das wurde gerade saniert und ist ein Alleinstellungsmerkmal für den Ort, ebenso wie das Kulturzentrum Wassermühle, die Faschingsnacht Trilana oder die Diskothek am Ortseingang. Negativ könnte die Radwegsituation erwähnt werden, wenngleich die Gemeinde da gerade mit einem Radwegekonzept und Fahrradparkhäuschen gegensteuert. Weiter gilt es Einkaufsmöglichkeiten zu bewerten, Sport- und Freizeitangebote, Bildung, Mobilität oder Infrastruktur.

„Bis Ende des Jahres werden in der anonymen Umfrage alle Beiträge gesammelt“, erklärt Regina Schroeder von der Stadtmarketing-Firma. „Danach beginnt die Auswertung.“ Wie wird Trittau wahrgenommen, was ist touristisch spannend, was gibt es für Vereine und Verbände? „Es geht nicht um eine Marke, sondern über das Marketing sollen Menschen zusammen gebracht werden“, betont die Projektleiterin. „Wir wollen, dass die Akteure alle mit der gleichen Zielsetzung loslaufen.“ Schließlich solle am Ende eine Struktur erarbeitet werden, um das Erstrebte umzusetzen.

„Wir möchten Trittau ein Gesicht geben“, formuliert es Sabine Paap (Grüne), „wie sind Lebensgefühl, Identität, Tourismus, Angebote für die Jugend und für Senioren aufgestellt? Die Frage ist, wo man sich als Gemeinde hin entwickeln will.“ Zum Gesicht Trittaus gehöre laut Angelika Voss, Vorsitzende der GGT, dass die vielen kleinen, individuellen Geschäfte im Ort erhalten bleiben sollten. „Wir wollen erreichen, dass vor Ort eingekauft wird. Aber wir sind auch selber Bürger und möchten uns mit Trittau identifizieren.“ Mesch lobte, dass sich die GGT bereits jetzt mit Weihnachtsbeleuchtung und Aktionen für die Gemeinde einsetze. „Ohne GGT gäbe es kein Weihnachten hier, aber das machen die Mitglieder nach Feierabend.“ Hier fehle professionelle Unterstützung.

Post vom Bürgermeister

Alle Trittauer werden in den nächsten Tagen einen Brief von Bürgermeister Oliver Mesch im Briefkasten finden. Darin wird das Stadtmarketing erklärt. Außerdem ist jeder eingeladen, sich über www.trittau.de/pages/ortsmarketing.php an der Beurteilung Trittaus zu beteiligen. Die Fragebögen gibt es auch im Rathaus. Rückgabe ist bis 31. Dezember gewünscht.

Gefragt ist auch die Jugend in einer eigenen Online-Umfrage. Was wünschen sich Trittauer unter 19 Jahren an Angeboten, was gibt es? Was fehlt? Wie sieht es mit der Mobilität aus? Alle Ergebnisse werden nach der Auswertung bis zum Sommer 2019 in Arbeitskreisen besprochen und bewertet. Darauf sollen schließlich Handlungen folgen und die Erkenntnisse für Trittau umgesetzt werden. „Dabei arbeiten wir auch mit dem Kreis und mit den Aktivregionen zusammen“, ergänzt Regina Schroeder. Oliver Mesch freut sich über die Einigkeit zu dem Projekt: „Das Stadtmarketing wird von allen Fraktionen getragen gemeinsam mit der GGT und den Bürgern, es soll möglichst breit verankert werden.“

Bettina Albrod

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