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Stormarn Trittauer Gymnasiasten erforschen Extremwellen
Lokales Stormarn Trittauer Gymnasiasten erforschen Extremwellen
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21:17 05.09.2013
Computersimulation: Eine Flutwelle rast über das Meer. Quelle: Foto: Archiv

Bohrinseln, Frachtschiffe und Supertanker sind ihnen bereits zum Opfer gefallen:

Extremwellen. Lange sind sie für Seemannsgarn gehalten worden, inzwischen ist wissenschaftlich erwiesen, dass Extremwellen in allen Ozeanen vorkommen können. Als Extremwellen gelten bereits Wellen, einzeln oder als Gruppen, die das Doppelte der normalen Wellenhöhe während einer aktuellen Wetterlage überschreiten. Die Energie, mit der sie auf Schiffe oder Offshore-Plattformen treffen, nimmt mit der Wellenhöhe zu und kann so zu erheblichen Sach- und Personenschäden führen.

Die Frage, wie häufig Extremwellen nicht nur mit der Hauptwellenrichtung sondern auch aus völlig anderen Richtungen auftauchen, beschäftigte in den vergangenen vier Wochen drei Oberstufenschüler des Gymnasiums Trittau sowie Matthew Berman, der in New Yorker eine High-School besucht. Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, am Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht unter Anleitung von Professor Burkard Baschek und Dr. Jörg Seemann professionelle Wellen-Messprogramme zu nutzen und ihre Forschungsfrage zu beantworten.

Vor kurzem gab Matthew Berman den Schülerinnen und Schülern der naturwissenschaftlichen Profile in Trittau einen Einblick in den aktuellen Forschungsstand und bezeugte eindrucksvoll, wie intensiv sich Schüler mit Wissenschaft auseinandersetzen können. Der Vortrag, natürlich auf Englisch, der internationalen Wissenschaftssprache, wurde von einem interessierten und aufmerksamen Publikum begeistert aufgenommen.

So lernten die Schüler zum einen, dass es lohnt, sich mit Fremdsprachen auseinanderzusetzen und zum anderen, dass Physik nicht unbedingt trocken sein muss. Professor Burkard Baschek motivierte die Schüler, sich gerne mit Fragestellungen an ihn oder andere Abteilungen des Helmholtz Zentrums Geesthacht zu wenden. Wichtig sei nicht, in erster Linie ein Superhirn in Mathematik oder Physik zu sein, sondern eine Leidenschaft für naturwissenschaftliche Phänomene zu entwickeln und ihnen auf den Grund gehen zu wollen. Die Trittauer Schüler Inga Narjes, Oliver Lorenz und Lasse Lüder nutzen das Angebot bereits und können ihre Forschungsergebnisse auch in die Abiturprüfungen einbringen.

Physik- und Mathelehrer Karsten Bittner, der früher selbst im Forschungszentrum als Ozeanograf tätig war, betreut die Schüler fachkundig. Er engagiert sich außerdem aktiv im Bereich „Jugend forscht“.

Das Gymnasium Trittau wurde dieses Jahr sogar mit dem Schulpreis ausgezeichnet. Karsten Bittner wird weiterhin den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums naturwissenschaftliche Forschung mit interessanten Projekten näherbringen. Die Vortragsreihe und der Dialog „Schule in die Forschung — Forschung in die Schule“ werden fortgesetzt.

Auch auf der Leinwand
Das Schicksal der „Poseidon“ ist bereits mehrfach verfilmt worden. Während einer Kreuzfahrt durch das Mittelmeer bemerkt der erste Offizier auf der Brücke etwas Ungewöhnliches am nächtlichen Horizont. Eine 50 Meter hohe Monsterwelle nähert sich mit rasender Geschwindigkeit dem Schiff. Der Versuch der Besatzung, die „Poseidon“ in eine günstigere Position zu manövrieren, schlägt fehl und das Kreuzfahrtschiff wird mit voller Wucht von der Wasserwand auf der Steuerbordseite getroffen. Der Luxusliner legt sich auf die Seite und kentert wenige Sekunden später. auch die „Bremen“ wurde von einer Monsterwelle getroffen.

LN

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