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Stormarn Trittauer stimmen für 18-Uhr-Prognose ab
Lokales Stormarn Trittauer stimmen für 18-Uhr-Prognose ab
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20:12 03.10.2017
Arne Dunkel (hinten) und Jonathan Persson (r.) stimmten in Trittau im Campehaus nach dem eigentlichen Urnengang ein zweites Mal ab - für die 18-Uhr-Prognose der ARD. Für Infratest Dimap vor Ort ist Georg Liebig aus Großhansdorf. Quelle: Markus Carstens
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Bad Oldesloe/Trittau

Eine solche Wahlbox steht heute auch in Trittau vor dem Wahllokal des Campehauses in der Rausdorfer Straße. Infratest-Dimap-Korrespondent Georg Liebig aus Großhansdorf ist während des gesamten Tages vor Ort, um die Wähler nach ihrem eigentlichen Urnengang um eine weitere Abstimmung zu bitten. Viele tun dies bereitwillig, andere haben dazu keine Lust. "Es kommt immer darauf an, wie man die Leute anspricht", erklärt Liebig, studierter Politologe und zum Beispiel auch schon bei der jüngsten Landtagswahl in Schleswig-Holstein im Mai im Einsatz.

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Die Trittauer geben dabei nicht nur nochmals Erst- und Zweitstimme ab, sondern machen weitere Angaben zu Alter und Geschlecht. „Außerdem gibt es auch noch eine zweite Seite mit weiteren Daten. Natürlich ist das alles freiwillig und anonym“, sagt Irina Roth, Pressesprecherin des Berliner Forschungsinstituts. Mithilfe dieser Daten, die im gesamten Tagesverlauf von den Korrespondenten wie Georg Liebig telefonisch durchgegeben werden, entstehen dann weitere Statistiken  zu Parteien, Alters- und berufsgruppen und Wählerwanderung. Arne Dunkel aus Trittau hat sich die Zeit genommen und gerne den ausführlichen Fragebogen ausgefüllt. Jonathan Persson hat dagegen die kurze Variante bevorzugt. Kein Wunder, muss er doch noch zum Badminton-Bundesligaspiel seines TSV Trittau.

Grund für die Auswahl speziell dieses Wahllokals ist nach Aussage von Irina Roth ein methodisches Verfahren kombiniert mit dem Zufall. „Das bedeutet: „Wir ziehen aus der Gesamtheit aller Stimmbezirke und Wahllokale in Deutschland eine zufällige Auswahl von 624 Stimmbezirken. Diese Zufallsauswahl wird dann auf verschiedene Gegebenheiten überprüft“, um am Ende eine repräsentative Stichprobe zu erhalten, quasi ein perfektes Abbild Deutschlands.

Zum Beispiel werde nachgesehen, ob man mit dieser Auswahl bei den letzten Wahlen eine gute Prognose erzielt hätte. Roth weiter: „Genügt die Stichprobe nicht allen Ansprüchen, wird diese Auswahl verworfen und man fängt wieder von vorne an.“ Das heiße aber nicht, dass Trittau eine für Deutschland repräsentative Gemeinde ist, oder hier der Durchschnittswähler zu finden wäre. „Sondern nur, dass dieser Wahlbezirk in Kombination mit allen anderen Wahlbezirken unserer Auswahl besonders gut geeignet ist“, so die Infratest-Sprecherin.

„Erfahrungsgemäß nehmen die Wähler sehr zahlreich an der Befragung teil“, erzählt Roth. Auf Basis dieser entsteht dann die Prognose, die um 18 Uhr in der ARD präsentiert wird. Nach Schließung der Wahlbezirke melden die Korrespondenten dann schnellstmöglich die vorläufigen amtlichen Wahlergebnisse, die dort von den Wahlvorständen gezählt und bekannt gegeben werden. Diese fließen direkt in die Hochrechnungen der ARD ein.

Mehr Informationen gibt es unter 

Von Markus Carstens

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