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Stormarn Tschüss Ahrensburg, hallo Glinde!
Lokales Stormarn Tschüss Ahrensburg, hallo Glinde!
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20:10 01.07.2013
Bad Oldesloe

Die Macher der Kinderstadt Stormini ziehen eine durchweg positive Bilanz. „Aus meiner Sicht ist Stormini trotz des Wetters sensationell gelaufen“, erklärt Uwe Sommer, Geschäftsführer des Kreisjugendring (KJR) in Stormarn. „Die Stimmung war trotz Kälte und Regens sehr schön.“

239 Kinder aus dem gesamten Kreisgebiet und 200 Betreuer hatten eine Woche lang in Ahrensburg in Zelten gelebt und sich selber verwaltet. Das Demokratie-Projekt wurde zum sechsten Mal veranstaltet, diesmal zum Thema Internationalität. Ein Teil der Betreuer war aus einem internationalen Workcamp dazu gekommen, und auch von den Teilnehmern sprachen einige kein Deutsch.

Die Verständigung klappte trotzdem, und das Konzept kam so gut an, dass die Organisatoren jetzt überlegen, die Internationalität beizubehalten. „Das interkulturelle Lernen ist nicht als Extra gelaufen, sondern ganz selbstverständlich im Miteinander. Dadurch hatte es einen ganz anderen Lernfaktor“, freut sich Sommer. „Das war ein gutes, ganzheitliches Projekt.“ So haben die Organisatoren auch schon Lob von den Gästen aus Estland bekommen. „Die haben gesagt, das sei ja viel mehr als ein normales Zeltlager.“

Auch die Betreuer, die als Gäste aus dem Ausland rekrutiert werden konnten, seien zufrieden gewesen. „Sie waren sowohl Betreuer als auch Teilnehmer“, meint Sommer. Geholfen habe auch die Unterstützung durch das Badlantic in Ahrensburg, wo die Kinder schwimmen gehen konnten und die Betreuer einmal zum Nachtbaden eingeladen waren. „Es gibt Stimmen, die auch 2014 für Internationalität sind. Wir hatten im Jahr davor Inklusion als Thema und dann beibehalten, auch in diesem Jahr waren bei Stormini wieder 40 Kinder mit Handicap dabei.“

Natürlich, so Sommer, gebe es immer auch Probleme. „Zehn Kinder hatten solches Heimweh, dass sie im Laufe der Woche nach Hause gefahren sind.“ Aber angesichts von fast 240 Kindern seien das nicht viele, die anderen hatten trotz Handy-Verbots ihren Spaß. „Es gibt durchaus auch Negatives“, sagt Sommer, „ein Zelt war recht schwierig“. Mobbing, Außenseiter, Fehlverhalten — auch das komme vor.

„Aber das war nur am Anfang, danach hat sich das gegeben. Außerdem haben die Teamer sehr gut zusammengearbeitet und sich bei der Lösung von Problemen gegenseitig unterstützt. Da gab es eine sehr gute Rückendeckung.“

Sommer freut sich, dass diesmal eine Stormini-Band entstanden ist. „Einige Kinder musizieren und hatten schon zusammen Musik gemacht, daraus ist jetzt eine eigene Stormini-Band entstanden. Die Bandkultur soll im kommenden Jahr beibehalten werden.“ Dann wird die Kinderstadt Stormini vom 13. bis 19. Juli ihre Zelte in Glinde aufschlagen.

Bettina Albrod

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