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„Typisch Frau, die Dinge ganzheitlich zu sehen“

Bargteheide „Typisch Frau, die Dinge ganzheitlich zu sehen“

Birte Kruse-Gobrecht (47) ist zur Bürgermeisterin von Bargteheide gewählt worden – Im Interview mit den LN spricht die künftige Verwaltungschefin über ihre Pläne.

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Birte Kruse-Gobrecht tritt ihr Amt am 15. September an.

Quelle: B.Albrod

Bargteheide. Bürgermeisterin von Bargteheide – wie fühlt sich das an?

„Die integrier- te Stadtentwick- lung liegt mir am Herzen.“ Birte Kruse-Gobrecht, Bürgermeisterin

Birte Kruse-Gobrecht: Einfach wunderbar!

Was werden die ersten Projekte sein, um die Sie sich kümmern ?

Kruse-Gobrecht: Eine Stadtentwicklung mit Bürgerbeteiligung. Konkret zum Thema Bahnhofsumfeld denke ich an einen Vermittlungsversuch mit einem Runden Tisch mit dem Eigentümer, der Stadt und Bürgerinnen und Bürgern. Ein Runder Tisch „Kinderbetreuung“ soll zum Thema Kita-Gebühren gebildet werden, und ich möchte Tempo 30 vor dem Seniorendorf durch den aktuellen Kabinettsbeschluss auf den Weg bringen, um die dortige Rennstrecke im Sinne der Bewohner, aber auch der Schulkinder zu beruhigen. Dies ist auch gut im Zusammenhang mit dem Neubau der Feuerwache auf dem Nachbargrundstück umsetzbar.

Bargteheide ist die einzige schuldenfreie Stadt in Schleswig-Holstein. Was wollen Sie tun, damit das so bleibt?

Kruse-Gobrecht: Zusammen mit den Kommunalpolitikern und dem erfahrenen Kämmerer Joachim Teschke schauen, wo Spielräume und Einnahmemöglichkeiten sind. Die Goldenen Zeiten, in denen die Stadt durch die Vermarktung von Baugrundstücken Millionen Euro in die Stadtkasse bekam, sind absehbar bald zu Ende. Es bleibt eine große Verantwortung, Einnahmen und Ausgaben im Gleichgewicht zu halten: Die Einnahmen aus Gewerbesteuer durch Investitionen in den Standort sichern und nach Möglichkeit mehren. Attraktiv sein für die Ansiedlung weiterer Unternehmen und dazu die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der WAS fortsetzen. Die Bargteheider Stadtwerke so aufbauen, dass Einnahmen generiert werden. Die Energiekosten städtischer Liegenschaften weiter absenken durch mehr eigens erzeugte regenerative Energien, wie durch Solar- und Photovoltaikanlagen auf allen städtischen Gebäuden. Effiziente Förderprogramme einwerben, die Bargteheides Zukunftsfähigkeit stärken. Hand in Hand mit der regionalen Wirtschaft sowie Einzelhandel, Dienstleistung und Handwerk ist vieles möglich, wenn wir Synergieeffekte schaffen und nutzen.

Was sehen Sie als die größte Herausforderung des Amtes an?

Kruse-Gobrecht: Eine ausgewogene Balance zwischen Tradition und Zukunftsorientierung gemeinsam mit allen Akteuren herzustellen.

Worauf freuen Sie sich am meisten?

Kruse-Gobrecht: Auf das Zusammenwirken mit vielen engagierten Menschen für die lebendigste Stadt Stormarns und dies als verantwortlicher Kopf zwischen Politik, Verwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern zu vermitteln.

Wollen Sie etwas völlig Neues in Bargteheide einführen?

Kruse-Gobrecht: Die integrierte Stadtentwicklung liegt mir sehr am Herzen und hierfür sind professionell organisierte Beteiligungsprozesse und bürgerschaftliches Engagement sehr hilfreich. Sie bringen der Stadt großen Nutzen, indem sie die Willensbildung der politisch legitimierten Entscheidungsträger unterstützen. Bei wachsenden Aufgaben und knapperen Ressourcen soll Bargteheide attraktiv bleiben. Das gelingt nur, wenn wir das Expertenwissen der Bevölkerung nutzen.

Wie wollen Sie die Zusammenarbeit mit den anderen Parteien gestalten?

Kruse-Gobrecht: Offen, vertrauensvoll und auf Augenhöhe. Ich bin als Parteiunabhängige angetreten und das bleibe ich. Mir geht es um gute tragfähige Lösungen mit allen Fraktionen für die Menschen, die hier leben. Nachhaltigkeit und Zukunftsorientierung sind eine Frage der Haltung und nicht von der Partei abhängig. Dafür stehe ich.

Spielt es eine Rolle, dass Sie eine Frau sind?

Kruse-Gobrecht: Ich praktiziere Offenheit, gehe auf Menschen zu und kenne die Problemlagen von jungen Familien aus eigener Erfahrung. Vielleicht ist es typisch Frau, Dinge ganzheitlicher zu sehen und vielleicht auch weniger machtbesessen zu sein. Interview: B. Albrod

LN

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