Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Ulrike Rodust (SPD)
Lokales Stormarn Ulrike Rodust (SPD)
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:12 20.08.2016
Anzeige

LN: Seit wann sind Sie im europäischen Parlament, und in welchen Ausschüssen sitzen Sie?

Ulrike Rodust: 2008 ins Europäische Parlament (EP) nachgerückt, 2009 und 2014 erneut gewählt, Koordinatorin im Fischereiausschuss.

Flüchtlingskrise und jetzt noch der Brexit – wie schaffen wir das in Europa?

Rodust: Zu lange sind die innenpolitischen Verwerfungen Großbritanniens auf dem Rücken der EU ausgetragen worden. Jetzt müssen wir uns wieder darauf konzentrieren, die Probleme zu lösen, die die Europäer verunsichern. Denn diese Verunsicherung ist ein wichtiger Grund sowohl für die EU- als auch für die Fremdenfeindlichkeit. Dazu brauchen wir Reformen für Wachstum und Beschäftigung, die die Lebenssituation der Menschen verbessern.

Was haben Sie in der vergangenen Wahlperiode für Schleswig-Holstein erreicht?

Rodust: Nach intensiven Verhandlungen konnten wir 2014 eine neue EU-Fischereipolitik auf den Weg bringen. Seitens des Parlamentes war ich die federführende Ansprechpartnerin für diese Reform. Ich bin stolz, dass es nun endlich gute Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Fischerei in Schleswig-Holstein und Europa gibt. Fast alle Bestände in der Ostsee haben sich zuletzt bereits sehr gut entwickelt. Dass es aber zu früh ist, sich mit dem Erreichten zufrieden zu geben, merken wir gerade beim Dorsch.

Was nehmen Sie sich bis zum Wahltermin 2019 noch vor?

Rodust: Die schlechte Bestandsentwicklung und empfohlene Quotenkürzungen bedrohen unsere Dorschfischer. Um die Betriebe zu retten, ist schnelles Handeln nötig. Deshalb habe ich einen Runden Tisch mit Vertretern aus Politik, Fischerei und Forschung ins Leben gerufen, der bereits erste Lösungsansätze aufgezeigt hat. Beispielsweise macht der gerade im Parlament verabschiedete Ostsee-Managementplan Unterstützung durch EU-Gelder möglich. Dieses Thema bestimmt aktuell meine Arbeit. Außerdem steht ein Plan für die Nordseefischerei an, der wegen des Brexits zusätzlich kompliziert wird. Hier werden die britischen Fischer noch bitter bereuen, populistischen Rattenfängern gefolgt zu sein. Vermehrt werde ich mich um eine nachhaltige und faire Fischerei auch außerhalb Europas kümmern und so der wirtschaftlichen Perspektivlosigkeit entgegentreten, die viele Menschen ihre Heimat verlassen lässt.

Wie viele Redebeiträge hatten Sie und treten Sie wieder an?

Mit knapp 60 Redebeiträgen bin ich guter Durchschnitt. Da die Arbeit des Europäischen Parlaments in den Ausschüssen stattfindet, hat das allerdings wenig Aussagekraft. Es gibt sicher sehr fleißige Abgeordnete, die auf weniger Redebeiträge kommen und ebenso solche, die oft das Wort ergreifen, aber nur selten etwas zu sagen haben.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Oldesloer Tierheim vermittelt scheue Hofkatzen – Die Tiere brauchen eine Eingewöhnungszeit.

20.08.2016

LN: Seit wann sind Sie im EU-Parlament, welche Ausschüsse? Ulrike Trebesius: Ich bin seit 2014 im EP und in den Ausschüssen EMPL (Arbeit und ...

20.08.2016

Sühlen ist stolz auf seine funktionierende Gemeinschaft – Veränderungen deuten sich durch die Ausweisung von neuem Bauland an.

20.08.2016
Anzeige