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Stormarn Ulrike Trebesius (ALFA)
Lokales Stormarn Ulrike Trebesius (ALFA)
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18:14 20.08.2016
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LN: Seit wann sind Sie im EU-Parlament, welche Ausschüsse?

Ulrike Trebesius: Ich bin seit 2014 im EP und in den Ausschüssen EMPL (Arbeit und Soziales) beziehungsweise IMCO (Binnenmarkt und Verbraucherschutz) engagiert und habe hier sowohl als Berichterstatter als auch als Schattenberichterstatter engagiert mitgearbeitet. Ich habe bisher mehr als 20 Berichte übernommen oder abgeschlossen.

Flüchtlinge/Brexit – wie schaffen wir das in Europa?

Trebesius: Wir müssen in der EU endlich dringend notwendige Reformen durchführen, um die EU sowohl bürgernäher als auch transparenter und demokratischer zu machen. Der Brexit war ein lauter und deutlicher Warnschuss an die EU, der weder in Brüssel noch in Berlin als solcher verstanden wurde. Das unbekümmerte Umgehen der Bundesregierung mit dem Brexit ist für mich erschreckend. Ich habe ein Papier vorgelegt, wie die EU grundlegend reformiert werden könnte. In der Flüchtlingskrise muss endlich eindeutig zwischen Asylsuchenden und Flüchtlingen auf der einen Seite und Migranten auf der anderen Seite unterschieden werden. Deutschland braucht ein Einwanderungsgesetz, welches schon seit langem überfällig ist. Eine atmende Obergrenze, in der die Städte und Kommunen selbst bestimmen, wie viele Flüchtlinge sie aufnehmen und integrieren können wäre hier ein Lösungsansatz. Ebenso natürlich die finanzielle Unterstützung der UNHCR-Lager selbst.

Was haben Sie in der vergangenen Wahlperiode für Schleswig-Holstein erreicht?

Trebesius: In erster Linie versuche ich, Schaden vom deutschen/europäischen Arbeitnehmer und Steuerzahler und Konsumenten abzuwenden. In meinem Ausschuss wurde in letzter Zeit immer wieder über eine europäische Arbeitslosenversicherung und über andere Transfermechanismen diskutiert, die die Gelder vom Norden Europas in den Süden manifestieren sollen. Ich setze mich strikt dafür ein, dass es keine Sozial- und Transferunion geben wird, auch wenn die Bestrebungen nach dem Brexit hier noch einmal verstärkt wurden.

Was nehmen Sie sich bis zum Wahltermin 2019 noch vor?

Trebesius: Ich werde mich weiter für eine Reform der EU stark machen. Darüber hinaus werde ich in meinen Ausschüssen meine Arbeit fortsetzen und hier die Interessen meines Landes vertreten.

Wie viele Redebeiträge hatten Sie?

Trebesius: Ich habe ca. 50 Redebeiträge im Plenum und sehr viel mehr in meinen Ausschüssen. Diese sind über youtube und auf meiner Facebookseite einsehbar. Natürlich trete ich auch im Jahr 2019 wieder an – denn so dringend die EU reformiert werden muss, so sehr möchte ich unseren gemeinsamen Binnenmarkt fit machen für die Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte. Wie mühselig dieser Prozess ist, habe ich in den letzten zwei Jahren bemerkt. Daran möchte ich weiter arbeiten. Interviews: Olaf Bartsch

LN

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