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Unfall am Bahnübergang: Prozess gegen Schrankenwärter eingestellt

Rümpel/Ahrensburg Unfall am Bahnübergang: Prozess gegen Schrankenwärter eingestellt

Ein Bahnmitarbeiter öffnet die Schranken zu früh. Eine Autofahrerin stirbt. Das Gericht stellt das Verfahren ein. Begründung: Die Frau trägt eine Mitschuld, da sie das Rotlicht am Bahnübergang missachtet hat.

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Das Amtsgericht in Ahrensburg.

Quelle: Dreu

Ahrensburg. Der Prozess gegen einen Bahnmitarbeiter wegen eines tödlichen Unfalls an einem Bahnübergang in Schleswig-Holstein ist eingestellt worden. Die Beweisaufnahme habe ergeben, dass neben dem Angeklagten auch das Unfallopfer eine Mitschuld an dem Unfall treffe, sagte der Richter am Amtsgericht Ahrensburg am Mittwoch zur Begründung. Daher sei die vorläufige Einstellung angemessen.

Der Bahnübergang war seit April 2013 nur provisorisch gesichert.

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Eine 56-Jährige war im November 2014 ums Leben gekommen, als ihr Auto im Kreis Stormarn von einem Zug erfasst wurde. Der 58 Jahre alte Bahnmitarbeiter hatte die Schranke wegen eines Missverständnisses zu früh geöffnet, nachdem der planmäßige Zug aus Richtung Hamburg den Übergang passiert hatte. Die Frau fuhr allerdings los, als die Ampel noch auf Rot stand, wie mehrere Zeugen aussagten. „Wenn die Autofahrerin das Rotlicht beachtet hätte, wäre der Unfall vermeidbar gewesen“, heißt es in einem vor Gericht verlesenen Dekra-Gutachten. 

„Der Bahnposten ist der Frau noch entgegengelaufen und hat mit den Armen gefuchtelt, um sie zu stoppen“, sagte eine Zeugin, die auf der anderen Seite des Bahnüberganges gewartet hatte. Dann sei er zu dem Schaltkasten zurückgelaufen, um die Schranken wieder zu schließen. Die Schranken mussten damals von Hand bedient werden, da die Anlage nach einem Blitzeinschlag im Mai 2014 defekt war.

Der Richter machte dem Angeklagten die Auflage, 1800 Euro an die Hinterbliebenen der getöteten 56-Jährigen zu zahlen. Die Nebenkläger - Geschwister des Opfers - waren mit der Einstellung des Verfahrens nicht einverstanden. „Meine Mandanten halten den Fehler des Angeklagten nicht für ein Augenblicksversagen, sondern für ein eklatantes Fehlverhalten“, sagte der Nebenklagevertreter.

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