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Stormarn Unfall mit Bus auf der A 1
Lokales Stormarn Unfall mit Bus auf der A 1
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10:57 12.06.2017
Der Verkehr wurde einspurig an der Unfallstelle vorbei geleitet.  Quelle: Jens Burmester
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Barsbüttel

Eigentlich wollten die 25 Schülerinnen und Schüler einer Oberstufenklasse des Ernst-Barlach Gymnasiums aus Kiel mit ihren beiden Lehrkräften für eine Woche nach Schottland reisen. Mit dem Reisebus sollte es über Amsterdam per Fähre auf die Insel gehen. Doch auf Höhe der Anschlussstelle Barsbüttel auf der Autobahn 1 krachte am Sonntagmorgen gegen 07.45 Uhr ein BMW mit voller Wucht auf den Reisebus und setzte der Fahrt zunächst ein jähes Ende. Die Schüler und ihre Lehrer blieben unverletzt. Lediglich der Busfahrer erlitt einen Schock und brach zusammen. Doch eine Schülerin, die als Schulsanitäterin ausgebildet ist, leistete erste Hilfe, bis nach wenigen Minuten der Rettungsdienst eintraf. Für die beiden Insassen des BMW allerdings ging es nicht so glimpflich aus. Der Fahrer trug leichte, der Beifahrer schwere Verletzungen davon. Der BMW hat nur noch Schrottwert.

Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Reisebus sind zwei Menschen verletzt worden. An Bord des Busses waren 25 Schüler aus Kiel und ihre Lehrer.

Die Rettungsleitstelle hatte zunächst mehrere Feuerwehren sowie ein Großaufgebot des Rettungsdienstes inclusive eines Rettungshubschraubers an die Einsatzstelle geschickt. Der Rettungshubschrauber landete zwar auf der Autobahn, die dafür auch für 15 Minuten in Richtung Hamburg voll gesperrt war, flog dann aber unverrichteter Dinge zurück nach Hamburg. Auch einige Feuerwehreinheiten sowie Rettungswagen wurden aus dem Einsatz entlassen. Die Feuerwehr Barsbüttel stellte den Brandschutz sicher und geleitete schließlich die Schülerinnen un d Schüler mit ihren Lehrkräften von der Autobahn zum nahegelegenen Möbelhaus Höffner, wo sie im Schatten ganz cool ihr Frühstück auspackten.Einige von ihnen spielten Fußball auf dem leeren Parkplatz. „Wie die Schüler sich verhalten haben, war weltklasse“, sagte Polizist Mirko Tensfeld von der Autobahnpolizei. Sie seien völlig ruhig geblieben und hätten alle Weisungen sofort ausgeführt. Für die beiden Lehrer kam nun ein wenig Arbeit auf. Sie hatten zu telefonieren, um die Weiterfahrt zu organisieren, denn der Reisebus war nicht mehr fahrtauglich und müsste später abgeschleppt werden. „Wir sollen eigentlich um 16.30 Uhr mit der Fähre in Amsterdam auslaufen“, sagte ein Lehrer im Gespräch mit den Lübecker Nachrichten. Er stehe im Kontakt mit dem Reiseveranstalter, der nun einen Ersatzbus schicken wolle. Der allerdings sollte aus Nortorf anreisen und ob man dann noch die Fähre in Amsterdam erreiche, sei völlig ungewiss.

Schon während des Einsatzes lief der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbei. Der Rückstau war gerade einmal etwas mehr als einen Kilometer lang. Um 10.19 Uhr waren alle drei Fahrstreifen wieder frei. Der Ersatzbus war um 10.35 Uhr vor Ort und die Schüler konnten umsteigen. 

jeb

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