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Stormarn Unikate locken in die Trave-Gärten
Lokales Stormarn Unikate locken in die Trave-Gärten
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10:02 07.05.2016
Fanden beim Kunsthandfest viel Beachtung: die Wolltier-Unikate der „Viecheria“ von Susanne Wetzel. Quelle: Fotos: Susanna Fofana
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Barnitz

„Die Leute sind erfreut, mich hier zu sehen“, betont Susanne Wetzel aus dem mecklenburgischen Qualitz, die Wolltiere ihrer „Viecheria“ zum ersten Mal beim Kunsthandfest in Stormarns Künstlerdorf Barnitz ausstellt. Flatterwesen und Flugwesen, Wildtiere und Puppen geben sich noch bis Sonntag ein munteres Stelldichein im Garten an der Trenthorster Straße 5.

Zum 13. Kunsthandfest kommen Kultur-Liebhaber aus nah und fern in das Künstlerdorf Barnitz.

Noch zwei Tage Ausstellung, Musik und Filme

Das Kunsthandfest in Barnitz ist noch heute und morgen von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Kurzfilme aus Schleswig-Holstein gibt es heute Abend ab 19.30 Uhr im Haus Lokfeld 36.

Caféhausmusik erklingt heute ab 14 Uhr, die Drunken Angel (Soul, Blues, Folk) treten zwischen 14 und 17 Uhr auf.

Wer zu lange überlegt, „muss aufpassen, dass er noch etwas abbekommt“, lautet die Prognose der Künstlerin. 1995 kam Susanne Wetzel auf die Idee mit den Wollwesen. Wenig später machte sie sich damit selbstständig und hat sich mit ihren gefilzten Wollbegleitern bereits eine große Fangemeinde erobert.

Eine Wand der Barnitzer Goldschmiedin Rea Högner schmückt ein ganz besonderes Unikat, das ab 9. Oktober im Lübecker St. Annen-Museum gezeigt wird. Zum Ausstellungsthema „Zu Zweit“ arbeitet sie mit der Vergolderin und Restauratorin Gabi Pfannenstiel aus Heilshoop zusammen. „Wir verstehen uns gut“, sagt Högner. Und das Ergebnis der Gold-Platte mit den Fischen sowie Ohrsteckern, Brosche und Anhänger zum Herausnehmen kann sich sehen lassen.

„Ich finde die Karten fröhlich“, stellt Jutta Plöger fest und deckt sich erst mal mit Kunst-Geburtstagskarten ein. Verziert sind sie allesamt mit den Runny-Flitzvögel-Motiven von Ute Elisabeth Herwig. Im Garten von Lokfeld 36 zeigt Handwerksmeister Roland Oppelt interessierten Gästen, wie seine dekorativen Korb- und Flechtwaren aus der Märkischen Schweiz entstehen. Zudem erklingen vom Apfelgarten her alte und neue Lieder der Straßenmusikerin Gudrun Bädorf. In einem dunklen Raum des Hauses kommen ferner die bunten Mosaik-Lichtsäulen von Dieter Geike aus Bad Oldesloe gut zur Geltung.

„Die kaufe ich. Ich liebe Gelb“, hat sich Beate Hinse aus Lübeck rasch für eine schöne Schale von Mats Wrage entschieden: „Sie ist dekorativ und lebensmittelecht.“ Die Lübeckerin besucht die Barnitzer Ausstellung in den fünf Künstlerhäusern und den Gärten zum ersten Mal. Ihr Kommentar: „Eine super Location.“

„Jede Schale sollte ein Unikat sein“, versichert Keramiker Mats Wrage aus Hannover. Mit seinen Keramikobjekten hat er einen Platz am Rande des Travegartens von Uwe Kollschegg ergattert. Wrage hat Kunst studiert, Malerei und Stahlbildhauerei. Seinen Beruf findet er „total spannend“.

„Ich habe gut verkauft“, ist auch Keramikerin Reinhild Alber nach dem ersten Tag zufrieden. Es sei „eine total nette und entspannte Atmosphäre“, sagt die Kasselerin zu ihrer ersten Ausstellung in Barnitz. Sie habe sich bereits kurz nach ihrer Keramikerlehre selbstständig gemacht. Insbesondere die schönen blauen Farben ihres Geschirrs werden von den Besuchern gelobt. Wer besondere Hosenträger sucht, kann ebenfalls im Garten von Gabriele und Friedrich Stellmach fündig werden.

Eine ehemalige Studienkollegin hat sich der Barnitzer Bildhauer Thomas Helbing mit Elisabeth Sebold ins Atelier geholt. „Der Sturz“ heißt eines ihrer Werke aus Eichenholz, das sich Margrit Rieger aus Mecklenburg-Vorpommern und Johanna Helbing als Tochter des Hauses ganz genau anschauen. „Es ist interessant wie immer“, sagt Rieger zur Ausstellung. Selbst Johanna Helbing ist kunstinfiziert: „Ich habe mich für Kunstpädagogik beworben.“

Von Susanna Fofana

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