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18:18 21.05.2016

„Ein Bett im Kornfeld, das ist immer frei, denn es ist Sommer und was ist schon dabei“, singt Jürgen Drews seit Jahrzehnten. Im Kreis Stormarn gibt es viele Betten im Kornfeld. Künftig können noch jede Menge Hängematten an den lauschigen Seen dazukommen. Und nicht nur das. Stormarn, blickt Tourismusmanagerin Rabea Stahl in die Zukunft, wird im Jahr 2030 in aller Munde sein – deutschlandweit. „Die Menschen sollen sagen: Stormarn, da kann man doch gut Urlaub machen.“

Womit das Bett im Kornfeld wieder eine Rolle spielt. „Das Thema Natur wird eine noch größere Rolle spielen“, erklärt Stahl. Auch deshalb, weil die Menschen, die sich immer mehr in der virtuellen Welt herumtreiben müssen und wollen, den Schritt in die Realität zur Erholung brauchen werden. „Die Menschen müssen in die normale Realität gehen, um wieder entspannen zu können. Sie müssen ihre Seele baumeln lassen können. Das wird der Knackpunkt werden. Denn die Welt wird immer hektischer werden“ Bei jungen gestressten Paaren genauso wie bei Familien. Deswegen wird es 2030 im Kreis Stormarn viele Erlebnispunkte geben, an denen die Ausflügler oder Kurzurlauber wieder die Bodenhaftung bekommen können: Die Hängematten am See gehören ebenso dazu wie die weiter ausgebauten Wander- und Radwege, die mit entsprechenden Unterständen und Bänken versehen werden müssen. „Gerade die Wanderwege müssen wir mit der entsprechenden Infrastruktur versehen.“ Daran arbeitet unter anderem gerade die Aktivregion Alsterland. Aber auch alternative Übernachtungsmöglichkeiten peilt Stahl an: betreute Zeltdörfer in der Hahnheide, Solarboote auf dem Herrenteich, Hausboote auf dem Lütjensee oder Baumhäuser. „So etwas suchen die Leute.“

Die Tourismusmanagerin rechnet damit, dass die Zahl der Übernachtungen im Kreis stark ansteigen wird. Allein von 2010 bis 2015 sei die Zahl um 30 Prozent gestiegen: Insgesamt verzeichnetet das Statistikamt Nord für 2015 genau 381959 Übernachtungen, die Zahlen in den Herbergen, die nur bis zu zehn Betten anbieten, nicht mitgerechnet. Allerdings beträgt die durchschnittliche Übernachtungszeit nur 1,9 Nächte. Der Kreis Stormarn ist nicht das Urlaubsgebiet Ostseeküste – und wird es auch 2030 nicht sein. Aber „die Aufenthaltsdauer möchte ich bis 2030 deutlich steigern“, erklärt Stahl. Das soll mit Hilfe einer engmaschigen touristischen Organisationsstruktur geschafft werden. Auf Kreisebene würde diese Struktur bedingt durch das kreiseigene Tourismusmanagement bereits existieren, aber auf Ortsebene nicht. Stahl plädiert dafür, in den Kommunen Strategien zu entwickeln und sich zu vernetzen. Das Verständnis und die Identität mit dem Thema Tourismus müsse vorhanden sein in den Orten. „Nehmen wir das Kultur- und Bildungszentrum in Bad Oldesloe als Beispiel. Hier entsteht eine Stadtinfo und es wird auch touristische Infos geben. Das ist total klasse.“

Das sieht auch der Landeschef des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Axel Strehl, aus Ahrensburg so. „Tourismus war in Stormarn nie wirklich ein zentrales Thema. Aber die Kommunen sollten offen sein, den Tourismus für sich zu entdecken.“ Wenn jemand gute Ideen hätte, dann müsse man das probieren. „Irgendwann hat jeder mal angefangen“, versucht Strehl, der ein Restaurant in Ahrensburg betreibt, Mut zu machen. Er setzt auf spezielle Pakete, die für die Touristen geschnürt werden könnten: Golfplatzhopping beispielsweise. „Wir haben im Kreis sieben oder acht Plätze“, sagt Strehl. Die zu entdecken, verbunden mit Übernachtungen in schönen Hotels und tollem Essen, das wäre etwas. Oder die Pakete Reiterhöfe sowie Natur und Kultur.

Strehl sieht vieles davon bis 2030 verwirklicht. Stormarn ist dann auch Anziehungspunkt für Urlauber, die aus dem Ausland kommen. „Ein Amerikaner kommt nicht aus seinem Land, um den Kreis Stormarn kennenzulernen“, auch nicht 2030. Aber wenn er in Hamburg sei, dann könne er auch einen Abstecher nach Stormarn machen. „Wenn die Angebote stimmen, dann kommen sie auch zu uns.“

Die Angebote, da ist sich Tourismusexpertin Stahl sicher, werden die Themen Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit beinhalten . „Die E-Mobilität wird Thema sein aber auch die Barrierefreiheit, denn die Menschen werden immer älter.“

Nächste Folge: das Ehrenamt

K. Kuhlmann-Schultz

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