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Stormarn Verfahren gegen Jordsand-Chef eingestellt
Lokales Stormarn Verfahren gegen Jordsand-Chef eingestellt
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00:00 27.10.2012
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Stormarn

„Die Staatsanwaltschaft Lübeck hat die Ermittlungen abgeschlossen und kein Verfahren eingeleitet“, erklärt Schneider. „Die Vorwürfe gegen mich waren falsch.“ Damit findet eine Geschichte, die vor einem Jahr mit Verleumdungen, Anzeigen gegen Unbekannt, einer Internetkampagne und einem anonymen Brief an Zeitungen begann, für ihn ein gutes Ende. „Ich lasse jetzt prüfen, ob ich meinerseits wegen Verleumdung klage.“

Dr. Eckart Schrey, der Vorsitzende des Vereins, sagt gestern dazu auf LN-Nachfrage: „Ich weiß auch erst seit kurzem, dass das Verfahren nicht weitergeführt wird. Über die Gründe kann ich noch nichts sagen. Eine schriftliche Mitteilung der Staatsanwaltschaft Lübeck liegt mir noch nicht vor.“ Der Vorstand des Vereins werde so schnell wie möglich versuchen, sich einen Überblick zu verschaffen und sich dann auch zu positionieren. „Herr Schneider war ja vor der Wahl des neuen Vorstands zurückgetreten und würde sich nach meiner persönlichen Einschätzung auch nicht wieder als Vorstandsmitglied zur Wahl stellen“, fügte Schrey hinzu. Aber das entscheide im Zweifelsfall die Jahreshauptversammlung im Februar 2013."

Schneider, der seit fast 50 Jahren für den Naturschutzverein tätig ist, davon 31 Jahre im Haus der Natur in Wulfsdorf, hatte mit Zustimmung des Vorstands Anfang des Jahres seinen Geschäftsführer Thorsten Harder mit sofortiger Wirkung frei gestellt. Zur Begründung hieß es, dass das Vertrauensverhältnis zerrüttet sei. Dann war an alle Lokalredaktionen in Stormarn ein anonymer Brief geschickt worden, der scheinbar von Uwe Schneider stammte und das Ziel hatte, ihn in Misskredit zu bringen. Gleichzeitig bildete sich ein Internetforum im Verein, das seinerseits Vorwürfe gegen Schneider erhob. Schließlich wählten die Mitglieder im Februar des Jahres einen neuen Vorstand, dem Uwe Schneider nicht mehr angehörte. Er war mit seinem Team zurück getreten, um die Arbeit des Vereins nicht zu gefährden. Thorsten Harder wurde wieder als Geschäftsführer eingesetzt.

„Ein Mitglied des Verein Jordsand hatte Anzeige gegen mich wegen angeblicher Veruntreuung von Vereinsgeld erstattet“, so Schneider. „Ich soll unter anderem beim Kauf des Haus der Natur manipuliert und beim Einsatz der Zivis falsch abgerechnet haben.“ Deshalb kamen acht Kripo-Beamte zu Schneider und nahmen alle Akten mit. Hinter ihm liege aufgrund der falschen Bezichtigung ein nervenaufreibendes Jahr. „Entscheidend ist jetzt die Reaktion des neuen Vorstands“, so Jürgen Wahl vom Verein Jordsand. „Man kann erwarten, dass er sich vor ein langjähriges Mitglied wie Schneider stellt.“

Allerdings ist der Schaden für Schneider nicht wieder gut zu machen. „Das Ganze ist eine Mobbing-Kampagne“, sagt er. „Ich wohne noch im Haus der Natur, aber ich darf seitdem nur den Flur und das Treppenhaus benutzen. Man hat uns die Waschmaschine abgestellt. Zu den Räumen habe ich keinen Zutritt.“ Und das, obwohl das Haus durch seinen Einsatz erst für den Verein erworben werden konnte.

Jetzt zieht er aus und bedauert das Ende seiner 47 Jahre langen Arbeit für den Verein, bei dem auch seine Frau angestellt ist. „Ich hätte meinen Posten aus Altersgründen ohnehin in einem Jahr zur Verfügung gestellt“, sagt der 73-Jährige. „Den Abschied habe ich mir anders vorgestellt.“

Doch ohne Naturschutz kommt Uwe Schneider nicht aus: „Ich engagiere mich jetzt für einen Naturschutzverein in Thüringen.“ Die Wiederherstellung seines Rufs durch die Staatsanwaltschaft hat er nie bezweifelt. „Ich habe mit nichts anderem gerechnet. Aber jetzt kann ich ganz offiziell mit erhobenem Kopf gehen.“

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