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Stormarn Verfolgungsjagd und Schüsse: Polizei stellt Einbrecher
Lokales Stormarn Verfolgungsjagd und Schüsse: Polizei stellt Einbrecher
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21:56 18.12.2017
Die Flüchtigen konnten erst durch eine Straßensperre und Schüsse gestoppt werden.
Ahrensburg/Mölln

Die Flucht endete auf der A-1-Abfahrt gegen 3.30 Uhr: Der Audi A6, das Fluchtfahrzeug der vier mutmaßlichen Einbrecher konnte durch einen auf der Fahrbahn abgestellten zivilen Streifenwagen gestoppt werden.

Als zwei Polizeibeamte ausstiegen, um das Fahrzeug zu kontrollieren, versuchte der Audi, rückwärts auf die A 1 zurück zu fahren. Dies konnte der Fahrer des zivilen Streifenwagens verhindern, indem er mit eingeschaltetem Blaulicht hinter das Fluchtfahrzeug fuhr.

Daraufhin setzte der Fahrer des Audi an, vorwärts in Richtung Ostring Ahrensburg zu fahren. Um eine Weiterfahrt und damit verbundene weitere Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer zu unterbinden, musste der neutrale Streifenwagen das Heck des Audis rammen. Die beiden anderen Polizeibeamten gaben zudem gezielte Schüsse auf den Audi ab, um das Fahrzeug fluchtuntauglich zu machen Letztendlich gestoppt werden konnte das Fluchtfahrzeug allerdings erst durch ein erneutes Rammen.

Die vier Insassen wurden durch die eingesetzten Beamten vorläufig festgenommen. Es handelt sich dabei um vier Männer aus Hamburg im Alter von 22, 30, 29 und 28 Jahren. In dem Audi befanden sich diverse Alkoholika und Zigaretten, welche sichergestellt wurden.

Ihnen wird vorgeworfen, gegen 2.10 Uhr in Mölln an einer Tankstelle für rund 90 Euro getankt zu haben, ohne zu bezahlen. Etwa 40 Minuten später wurde der Polizei in Ratzeburg ein Einbruch in die dortige HEM-Tankstelle gemeldet. Es sollten vier männliche Täter mit einem schweren Gegenstand die Eingangstür eingeworfen haben.

Danach wurden diese zielgerichtet Zigaretten und Spirituosen aus dem Verkaufsraum entwendet. Anhand der Videoaufzeichnungen konnten ließen sich die Tatzeit und die Tätergruppe so eingrenzen, dass eine Nahbereichsfahndung nach einer dunklen größeren Limousine besetzt mit vier männlichen Personen eingeleitet werden konnte.

Eine Streife des Polizeiautobahn- und Bezirksreviers Bad Oldesloe bemerkte gegen 3.15 Uhr einen dunklen Audi A6, in dem sich vier Männer befanden. Da zu dieser Zeit wenig Fahrzeugverkehr auf dieser Strecke herrschte, entschlossen die Polizisten sich, diesen Audi zu kontrollieren.

Der Fahrer kam der Anweisung anzuhalten zwar zunächst nach, gab dann aber doch Gas und flüchtete auf die BAB A 1 in Richtung Hamburg. Die gefahrene Fluchtgeschwindigkeit lag bei 250 Stundenkilometern. Der Audi verließ die A 1 an der Abfahrt Ahrensburg. In der Abfahrt konnte das Fahrzeug durch einen auf der Fahrbahn abgestellten zivilen Streifenwagen gestoppt werden. 

Die Männer wurden zunächst dem Polizeigewahrsam zugeführt und erkennungsdienstlich behandelt. Da alle über einen festen Wohnsitz in Hamburg verfügen und auch die Voraussetzungen für die Annahme von Wiederholungsgefahr nicht vorlagen, lagen keine Haftgründe vor. Die vier Tatverdächtigen wurden daher nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Lübeck wieder entlassen. Sie werden sich wegen des Verdachts des besonders schweren Falls des Diebstahls verantworten müssen. Die weiteren Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizei Ratzeburg geführt.

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