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Verschieden und dennoch gleich

Lütjensee Verschieden und dennoch gleich

Mit einer großen Präsentation geht das europäische Jugendcamp in Lütjensee zu Ende.

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Es war toll: Glücklich posieren junge Leute aus fünf Nationen vor dem Graffiti des Camps. Heute geht es für die 40 Jugendlichen und ihre Betreuer wieder zurück nach Hause.

Lütjensee. Mit einem donnernden Applaus zollten sie Respekt, die 40 jungen Europäer und ihre zehn Betreuer, die am Eurofuture Camp in Lütjensee teilgenommen haben. Respekt vor denen, die sich eine Woche ehrenamtlich um sie gekümmert, sie bekocht haben. Es hat also geschmeckt, was die Mitglieder des Europakomitees des Amtes Trittau auf die Tische brachten. Aber nicht nur das.

Die Jugendlichen aus Polen, Finnland, Frankreich, England und natürlich aus Deutschland haben nicht nur diese lukullische Horizonterweiterung hinter sich. Immer mit den Fragen, was verbindet uns, wo gleichen wir uns, was sind die Unterschiede zwischen uns, machten sie sich eine Woche lang auf den Weg der Völkerverständigung. Unterstützt wurde das europäische Jugendcamp von der Europäischen Union mit Fördergeldern aus dem Erasmus+ Programm — und auch von vielen Sponsoren aus dem Amt Trittau.

„Es ist ein großes Projekt, was alle zusammen auf die Beine gestellt haben“, erklärte Amtsvorsteher Ulrich Borngräber. Das, was sich jetzt während dieser Woche entwickelt habe, sei ein starkes Signal in Sachen Jugendverschwisterung. „Ich würde mich freuen, wenn dieses Camp eine Fortsetzung findet.“ Sowohl die Partnerstädte des Amtes aus Frankreich als auch aus Polen hätten bereits ihre Bereitschaft signalisiert, ebenfalls zum Eurofuture Camp einzuladen. Vielleicht auch gerade deshalb, weil „ es kein Badeurlaub war, es war hier schon ein hartes Programm“, so Borngräber.

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen in den Workshops Film, Foto oder Graffiti aber auch den freien Angeboten konnten die Jugendlichen sich selbst, ihr Land, ihre Eigenheiten und ihre Gedanken zu Europa vorstellen. Ihr gemeinsames Camp-Motto: „We are all different but the same — wir sind verschieden und dennoch gleich“. Borngräber hofft, dass „die Jugendlichen mit nach Hause nehmen wie es hier war, dass sie erzählen, wie schön es in Deutschland ist, im Amt Trittau, in Lütjensee“. Wie schön mit den Menschen aus unterschiedlichen Nationen.

Das Camp-Motto findet sich in den Abschlussarbeiten wieder. So präsentierten Antonin, Hubert, Ola und Ada eine frei entwickelte Szene, in der Rocky, der harte Boxer, eine tiefe Freundschaft mit einer Lehrerin und einer Taxifahrerin verbindet: Unterschiedliche Menschen, eine Freundschaft. Das zieht sich auch durch den Film, den die Gruppe mit Hilfe von Finn Jessen in Lütjensee produziert hat.

Mit der Leiterin des Fotoworkshops, der Fotografin Anja Schaefer, setzten die Jugendlichen Antworten auf Fragen in Szene wie „Wie würdest du Europa beschreiben?“. Allein durch ihre Körpersprache konnten die Jugendlichen Antworten gaben. In Anlehnung an die Serie der Süddeutschen Zeitung: „Sagen Sie jetzt nichts“ gaben sie Interviews ohne Worte. Mit nachdenklichem Inhalt, mit positivem aber auch kritischen, fabuliert durch einen Augenaufschlag oder eine Handbewegung.

Mit der Sprache der Graffiti beschäftigten sich die Jugendlichen, die bei Prince One alias Mirko Nölting. Bei Graffiti gelte es „negative Energien in positive umzuwandeln“, so Nölting. Hinter jedem Graffiti würde immer eine Geschichte stehen. Beim Jugendcamp galt es, unterschiedliche Menschen zusammen zu bringen, um gemeinsam etwas zu schaffen. Und das haben sie auch: Ihr riesiges Eurofurture-Camp-Graffiti ist mehr als einen donnernden Applaus wert.

Europa aktiv gestalten
Ziel der Jugendbegegnung war, die jungen Menschen aus fünf Nationen zu motivieren, aktiv an der Gestaltung der Zukunft der Verschwisterungen und Europas mitzuwirken. Ihre Ideen und Vorschläge sollen in die zukünftige Verschwisterungsarbeit zwischen den Städten einfließen. Neue internationale Kontakte konnten im Camp zwischen den Jugendlichen geknüpft werden. Die Hoffnung ist, dass diese Kontakte vertieft werden.

K. Kuhlmann-Schultz

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