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Stormarn Gedenkstein wieder sichtbar
Lokales Stormarn Gedenkstein wieder sichtbar
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16:05 27.11.2018
Nun ist das VfL-Ehrenmal wieder gut sichtbar. Anlässlich der Gedenktage legten VfL-Ehrenmitglied Walter Busch (links), VfL-Vorsitzende Gudrun Fandrey (links vorne) sowie die Vorstandsmitglieder Christine Marck und Stefan Gäde ein Gesteck vor den Stein. Quelle: Sandra Freundt
Bad Oldesloe

Am Volkstrauertag und am Totensonntag gedenken wir Kriegsopfern, Freunden und Angehörigen, die wir einst oder aktuell verloren haben. Der VfL Oldesloe hatte bereits 1962 ein Ehrenmal in Form eines Obelisken im Travestadion aufgestellt, der in den vergangenen Jahren durch Grünwuchs jedoch überdeckt worden und dadurch fast in Vergessenheit geraten ist. Der aktuelle Vorstand mit Gudrun Fandrey als Vorsitzender hat das Ehrenmal jetzt an eine gut sichtbare Stelle versetzen lassen, so dass es seinen Zweck, die Schrecken des Krieges nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, wieder erfüllen kann.

Gedenkstein wieder sichtbar

„Den Guten zur Ehre, den Lebenden zur Mahnung 1914/18, 1939/45“ lautet die Inschrift des Obelisken, der bereits seit 1962 im Travestadion steht. Walter Busch erinnert sich: „Als ich 1961 1. Vorsitzender des VfL Oldesloe geworden bin, war ich im Vorstand umringt von ehemaligen Kriegsteilnehmern. Um die Schrecken, die sie dabei erlebt und die Freunde, die sie damals verloren haben, nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, haben wir das Ehrenmal mit obiger Aufschrift bei dem Oldesloer Bildhauer Harry Egler in Auftrag gegeben.“ Die finanzielle Seite übernahm damals die Turnsparte des Vereins, der in dem Jahr um die 900 Mitglieder in sieben Sparten umfasste. Aufgestellt wurde die fertige Steele dann direkt neben der Tribüne in der Kurve des Runds und wurde am 18.November1962 mit Worten von Pastor Hans Beiderwieden feierlich eingeweiht. Fortan sollten sich die einzelnen Sparten jährlich abwechselnd um die Pflege des Ehrenmals und des Platzes drumherum kümmern. Das ging leider nur anfangs gut, so dass die Natur den Stein im Laufe der Jahre überwucherte .

Wieder in Erinnerung gebracht

Als jetzt der VfL-Vorstand im August eine Begehung gemacht hat, um einen Stellplatz für die Fußballtore zu finden, wurde das Ehrenmal wieder entdeckt. „Mich hat schon lange geärgert, dass es in der Ecke praktisch in Vergessenheit geraten ist. Daher haben wir im Vorstand beschlossen, jetzt Nägel mit Köpfen zu machen und den Stein umzusetzen –und zwar an eine gut sichtbare Stelle“, so Gudrun Fandrey. Gesagt – getan. Direkt am Eingang des Travestadions fand man den geeigneten Platz und in Sascha Wunderlich den geeigneten Gärtner, der die Umsetzung vornahm und das Ehrenmal nicht – wie 1962 – nur in Mutterboden setzte –, sondern eine richtige Form dazu goss und es dort einsetzte. Vereinslokalbetreiber Rainer Fischer schrubbte das Denkmal noch einmal ordentlich sauber, so dass die Inschrift auch wieder zu lesen ist – fertig!

Neu eingeweiht

Besucher des Travestadions werden von dem Ehrenmal nun direkt am Eingang der Anlage empfangen, so dass sein Zweck wiederhergestellt ist. Über die Umsetzung freute sich auch Walter Busch. Das VfL-Ehrenmitglied war daher auch dabei, als Gudrun Fandrey und Mitglieder des heutigen Vorstandes im Rahmen der Gedenktage in dieser Jahreszeit und als Zeichen der Einweihung der Steele an dem neuen Platz, ein Gesteck vor dem Ehrenmal niederlegten.

Apropos Erinnerung: Der Stellplatz für die Fußballtore ist auch nicht in Vergessenheit geraten. Den nimmt der VfL Oldesloe, der inzwischen 2780 Mitglieder in 18 Sparten umfasst, dann im Frühjahr in Angriff.

Sandra Freundt

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