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Stormarn Volkswirt ist Kinderbeauftragter
Lokales Stormarn Volkswirt ist Kinderbeauftragter
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20:13 15.07.2017
Michael Eggerstedt aus Großensee ist der neue Kinderbeauftragte für Stormarn. Quelle: Foto: Ba

Michael Eggerstedt ist der neue Kinderbeauftragte für Stormarn. Nachdem zwei Vorgänger das Amt vorzeitig niedergelegt hatten, soll nun der Volkswirt aus Großensee die ehrenamtliche Arbeit für zwei Jahre übernehmen. Noch ist der 58-Jährige in der Orientierungsphase, ab Januar 2018 geht Eggerstedt in die passive Altersteilzeit und kann sich dann auf die neue Aufgabe konzentrieren.

„Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hat mich immer schon interessiert“, begründet Eggerstedt, warum er sich beworben hat. „Nach der Ausbildung habe ich bereits zwei Jahre als Zivildienstleistender in einem Jugendzentrum in Rahlstedt gearbeitet, wo ein sozialer Brennpunkt war. Ich möchte etwas für Kinder und Jugendliche tun, die nicht im Wohlstand groß werden.“ Selbst ist er mit 25 Jahren Vater geworden und hat mittlerweile zwei erwachsene Töchter. Schon während der Berufstätigkeit hat der Großenseer zwei Jahre lang mit jungen Menschen in einer Übungsfirma als Ausbilder gearbeitet. Außerdem ist er Geschäftsführer der Max-Brauer-Stiftung, die junge Menschen mit Begabung fördert. Zusätzlich führt er Schülergruppen in Lübeck durch das Buddenbrook-Haus und das Günter Grass-Haus, das Willy-Brandt-Haus soll jetzt dazu kommen. „Ein bisschen Erfahrung bringe ich mit“, sagt er.

„In meiner Arbeit wird es darum gehen, als Ansprechpartner im Kreis für die Zielgruppe Kinder, Jugendliche und Eltern da zu sein“, beschreibt Eggerstedt seine neue Rolle. „Ich berate gerne, wenn jemand Fragen hat, gebe Empfehlungen und kann koordinieren.“ Sein Ziel sei es, Initiativen in den Kreis einzubringen. „Von 55 Gemeinden in Stormarn haben nur sechs Gemeinden Kinder- und Jugendbeiräte“, gibt er ein Beispiel, wo er noch Nachholbedarf sieht. „Das ist sicher ausbaufähig.“

Neben dem Besuch arbeitsrelevanter Sitzungen bietet er auch an, bei Bedarf für Sprechstunden in einzelne Gemeinden zu gehen. „Ich habe eine Schnittstellenfunktion, meine Aufgabe funktioniert nur in Zusammenarbeit mit den bereits bestehenden Institutionen im Kreis wie Kreisjugendring oder Kinderschutzbund.“

Für seine Arbeit stehen ihm 10000 Euro zur Verfügung, die er für sinnvolle Projekte einsetzen möchte. „Vorher aber will ich die Menschen und die Problematik im Kreis kennen lernen.“

B. Albrod

LN

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