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Stormarn Vom alten Kulissenraum in die neue Theaterwerkstatt
Lokales Stormarn Vom alten Kulissenraum in die neue Theaterwerkstatt
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18:22 27.08.2016
Marion Teller (l.) und Christina Tippel mit Tochter Dorothea.

„Alle sind hoch motiviert. Wir freuen uns, dass es endlich los geht“, sagt Marion Teller, während die Männer schon die ersten Kulissen zum LKW schleppen. Die neuen Räume im KuB haben ein ganz anderes Ambiente als die derzeitigen winterkalten Kellerräume.

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Jetzt geht es los: Die Oldesloer Bühne zieht in das KuB. Es ist das zwölfte Domizil des Theatervereins.

Mit frischen Ideen ins neue Bühnen-Quartier

Erstmals gibt es kein Grimm-Märchen zu Weihnachten. Stattdessen kommt „Der kleine Muck“ von Wilhelm Hauff auf die neue KuB-Bühne.

Die Regie für das Weihnachtsmärchen übernehmen in diesem Jahr Marion Teller und Christina Tippel.

Zur KuB-Eröffnung werden Sketche gespielt, das erste Stück im KuB ist „Irren ist männlich“ ab 30. September.

„Der Tisch muss mit“, betont Oldesloes Bühnenbau-Meister Peter Clasen. Und trägt selbst erst einmal ein blaues Bühnenbild aus „Der kleine Tag“ zum LKW. Nach und nach leert sich der Probenraum des alten „Kuli“, des Kulissenraums in der Hamburger Straße, der 13 Jahre das Bühnen-Zuhause der Amateurschauspieler war. Hier wurden nicht nur Kulissen und Requisiten verstaut, sondern auch an Bühnenbau und Technik gewerkelt, waren Maskenbildner und und Kostümteam aktiv, wurde geprobt, gefeiert – und gemeinsam Fußball geschaut.

Und so schwingt in den Umzug in die edlen KuB-Räume auch ein klein wenig Wehmut bei der Erinnerung an gemeinsame Aktivitäten mit. „Die Räume hatten etwas Geheimnisvolles“, findet Hannelore Gaber, die seit 1968 dabei ist und sich an die Kaffeebecher erinnert, die beim Proben auf der Bühne standen.

In Zukunft ist Komfort statt Frieren im Winter und Toilettengang über den Hof und einen anderen Eingang angesagt. „Wir haben endlich eigene Toiletten“, betont Ralf Denert, der sich seit etwa zehn Jahren für den Einzug der Oldesloer Bühne ins KuB eingesetzt hatte.

„Man muss ein bisschen langsamer arbeiten“, findet der zweite Vorsitzende Peter Stoll. Denn für die erste Umzugs-Fuhre ins KuB haben die Helfer ausgerechnet einen der wärmsten Tage des Jahres erwischt. „Besser als bei Eis und Schnee“, findet Stoll. Die aktuellen Kulissen wurden in den Umzugswagen gehievt, die Requisiten sollten noch im alten „Kuli“bleiben.

„Wir haben noch zwei, drei Proben bei Ellerbrock“, erklärt Stoll. Erst ab der Eröffnung in einer Woche kann in der neuen Theaterwerkstatt geprobt werden. „Der Mietvertrag läuft ab 1. September“, ergänzt die 1. Vorsitzende Heike Gräpel. Danach zahlt der Verein mit 600 Euro in etwa so viel für die schönen, neuen Räume wie bisher für den kalten und feuchten Kellerraum.

„Wir haben wesentlich mehr Platz als hier“, versichert Gräpel. Maske und Kostüme haben künftig ihren Platz oben, Kulissen und Requisiten unten. Das Herzstück ist die Theaterwerkstatt mit der großen Glasfront zur Trave. Ob sich dort wohl bald die Spaziergänger die Nasen plattdrücken werden, um einen Blick auf die Proben zu erhaschen? Den Oldesloern die Möglichkeit zu geben, in die Werkstatt zu gucken, ist durchaus gewollt. Aber vielleicht nicht gerade in der Endphase vor der Premiere.

„Wir nehmen nur das Nötigste mit“, versichert Gräpel. Erst wenn das Schwerlastregal eingebaut ist, folgt der Rest an Kulissen und Requisiten. Gräpel: „Wir können uns Zeit lassen.“ Erst bis Ende des Jahres muss der alte Kulissenraum geräumt sein.

In der Theaterwerkstatt im KuB soll zunächst die Probenbühne für „Irren ist männlich“ aufgebaut werden. Später folgt die Werkbühne. „Im Notfall kann man drei Bühnen aufstellen“, hat Gräpel schon ausgerechnet. Auch der Theater-Tresen wird dort seinen festen Platz erhalten. Für den Eröffnungstag, Sonnabend, 3. September, soll dort sogar ein Bierfass aufgestellt werden. Zudem gibt es Kaffee und Kuchen sowie Softdrinks.

Der 50 Jahre alte Verein will sein Archiv präsentieren und natürlich ein kleines Theaterprogramm mit Sketchen bieten. So üben die Bühnenzwerge gerade für ein plattdeutsches Mitmachlied. Sogar beim Umzug mischten die jüngsten Vereinsmitglieder mit: Am gestrigen Sonnabend zogen sie mit Bollerwagen vom alten „Kuli“ aus ins neue KuB.

Susanna Fofana

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