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Stormarn Vorsorge zu treffen für den Krankheitsfall wird wichtiger
Lokales Stormarn Vorsorge zu treffen für den Krankheitsfall wird wichtiger
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18:13 07.05.2016
Setzt im Krankheits- oder Pflegefall auf Zusatzversicherungen oder ein dickes Rentenpolster: Carina Wrage vom Pflegestützpunkt. Quelle: kks

Gesundheit im Alter — in 2030 ist der Anteil der Menschen im Kreis Stormarn, die älter als 65 Jahre sind, viel höher als jetzt. Prognosen besagen, dass ihr Anteil um 32 Prozent steigen wird, das sind 16300 Menschen mehr als gegenwärtig. Nicht alle werden bis ins hohe Alter gesund bleiben, viele werden krank und sogar pflegebedürftig.

Damit setzen sich sowohl die Alten- und Pflegeheime als auch der Pflegestützpunkt des Kreises Stormarn auseinander. „Mit 66 Prozent mehr Pflegebedürftigen werden wir rechnen müssen“, erklärt Carina Wrage vom Pflegestützpunkt. Doch wie ist die Versorgung? „Heute leben etwa 45 Prozent der Stormarner Pflegebedürftigen im Heim“, so Wrage. Nur zu 19 Prozent der Pflegebedürftigen käme der Pflegedienst ins Haus. Dabei sei dies immer noch die günstigere Lösung. Mit dem 2017 in Kraft tretenden Pflegestärkungsgesetz wolle der Gesetzgeber die ambulanten Strukturen verbessern — Menschen, die zu Hause gepflegt werden, sollen finanziell besser ausgestattet werden. „Damit Menschen so lange es geht zu Hause gepflegt werden können.“

Wie es 2030 aussehen wird, lasse sich aber nicht so leicht abschätzen. Fakt sei aber — das betrifft auch jüngere Stormarner — „die Menschen sollten wachsam sein und sehen, ob sie genug finanzielle Ressourcen haben für den Fall der Krankheit, der Pflegebedürftigkeit“. Denn die Pflegeversicherung sei eine Teilkaskoversicherung, wie Wrage betont. „Man muss selbst vorsorgen.“ Beispielsweise mit einer privaten Zusatzversicherung. Oder aber „man hat ein dickes Rentenpolster, um seine Eigenanteile abzudecken“. In der Regel sei es aber so, dass die gesetzliche Rentenversicherung nicht ausreichend sei. „Viele Pflegefälle sind auf Sozialhilfe angewiesen, und dann werden die Kinder mit herangezogen.“ Zusatzgeschichten seien unvermeidbar. Zumal selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) jüngst verkündete, bis 2029 seien die Renten „zukunftsfest“ also sicher. Und dann? Bleiben die pflegenden Angehörigen wohl nach wie vor die Ressource Nummer eins.

Lange bevor ein Krankheits- oder Pflegefall eintritt, auch das eine Empfehlung von Carina Wrage, sollten die Stormarner sich mit einer Vorsorgevollmacht und auch mit einer Patientenverfügung beschäftigen. „Die kann man jederzeit im Leben gebrauchen.“

Von kks

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