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WLan-Netze: Nur wenige geben ihnen einen Namen

Bad Oldesloe WLan-Netze: Nur wenige geben ihnen einen Namen

Eine Benennung des Routers gibt jedoch zusätzliche Sicherheit — Noch wichtiger ist eine Verschlüsselung.

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Ein Spaziergang durch die Stadt mit WLan-Suche am Smartphone oder Tablet kann amüsante Routernamen zutage fördern. Montage: Fotolia/Wapner

Bad Oldesloe. Sie heißen „Strippe“, „pretty_woman“, „Tueddelue“, „Casa Ziel“, „do-not-enter, „OttoMeier“, „SchanZe“, „Minimax“, „Traveschlucht“ oder einfach „Kais Fritzbox“. Zu sehen sind sie nur dann, wenn man mit eingeschalteter WLan-Funktion seines Smartphones durch die Stadt streift und ab und an einen neugierigen Blick auf das Display wirft. Angezeigt werden die schier zahllosen Netzwerke der Oldesloer, von Firmen und Einrichtungen. Doch nur die wenigsten haben eine phantasievolle Bezeichnung. Die meisten WLan-Netze fristen ein von Werksvorgaben geprägtes Dasein als „Netgear51“, „Easybox 298836“ oder „HP-Print-38—ENVY“.

Doch wer seinem WLan einen Namen gibt, der hat nicht nur Originalität unter Beweis gestellt, sondern auch etwas für die Sicherheit seines Netzes getan. So sieht es jedenfalls Marit Hansen. Den Routernamen des Herstellers einfach zu übernehmen, stellt für die Datenschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein ein zusätzliches Sicherheitsrisiko dar. Sie empfiehlt zudem, bei der Konfiguration des Routers das WLan-Netz nicht öffentlich sichtbar zu machen. „Der Dienst Google-Street-View hat bei der Erkundung der Straßenansichten auch die Namen der WLan-Netze aufgenommen.

Zeitweise waren die Daten sogar öffentlich in einer Datenbank einsehbar“, warnt Marit Hansen. Mittlerweile seien die Daten zwar nicht mehr öffentlich, jedoch immer noch in der Google-Datenbank vorhanden. Ein weiterer Grund für Hansen, das eigene WLan-Netz umzubenennen und dann die öffentliche Anzeige zu unterbinden.

Bei der Auswahl des Passwortes heißt die Grundregel: „Nicht zu simpel.“ Hansen empfiehlt mindestens eine zehnstellige Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Kaj-Simon Töde, IT-Spezialist aus Rethwisch, rät gar zu mehr. „Am besten sind zwölf Zeichen, ein kluger Mix aus Zahlen und Buchstaben“, sagt der 28-Jährige, der sich mit den Freifunkern für ein unabhängiges, nicht kommerzielles WLan-Netz in Bad Oldesloe einsetzt. „Auf Sonderzeichen und Umlaute muss man nicht unbedingt verzichten, aber es wäre sinnvoll. Es gibt Programme, die diese Zeichen zur Entschlüsselung nutzen können.“

Bei der Verschlüsselung, die bei der Konfiguration des Routers angeboten wird, rät Datenschutzexpertin Marit Hansen davon ab, auf das veraltete „WEP“ zu klicken. „WPA“ oder „WPAII“ böten deutlich mehr Sicherheit, sagt sie. Diese Aussage bestätigt auch Töde: „Eine gute Verschlüsselung ist noch wichtiger als der Routername.“ Und wenn ein Name: „Dann soll er auf keinen Fall auf Namen und Orte hinweisen“, mahnt der Fachmann, der sein WLan zu Hause nicht ganz ohne Witz „decrypt“ genannt hat — entschlüsselt.

Wer nun die Ratschläge der Experten beherzigt, hat die besten Aussichten darauf, dass das eigene WLan-Netz auch wirklich so bleibt, wie es ein Oldesloer für sich getauft hat: „123meins“.

Das ist WLan
Wireless Local Area Network (WLan, deutsch wörtlich „drahtloses lokales Netzwerk“) bezeichnet ein lokales Funknetz. Der Begriff wird häufig auch irreführend als Synonym für WLan-Hotspots beziehungsweise kabellosen Internetzugriff verwendet. Manche Länder wie USA, Großbritannien, Spanien oder Frankreich benutzen synonym den Begriff Wi-Fi (Wireless Fidelity). Google und Apple nutzen die Daten von WLans zur Lokalisierung der Nutzer und bieten so eine Alternative zur Standortermittlung per GPS.



Der Router ist eine Art zentrale Verteilungsstation für Computer, Smartphone & Co. im heimischen Netzwerk — damit alle Geräte online gehen können. (Quelle: Wikipedia)

Verena Bosslet und Thomas Klatt

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