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Stormarn Walther Kunaus Blick auf Stormarns Landschaft
Lokales Stormarn Walther Kunaus Blick auf Stormarns Landschaft
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00:33 12.08.2017
Der Maler Walther Kunau präsentiert seinen neuen Band „Malerei“ mit Landschaftsbildern in seinem Atelier. Quelle: Foto: Bettin Albrod

Mal ist es die Traveniederung, die ihn inspiriert, mal der Sommer in Stormarn oder die blühenden Rapsfelder in der Nachbarschaft seines Ateliers in Sehmsdorf.

Auch die Urlaube auf Sylt, Korfu oder in Norwegen hat Kunau künstlerisch verarbeitet. „Meine Bilder habe ich nie nach Fotos gemalt, immer aus dem Kopf“, sagt er. Jetzt ist das Buch „Walther Kunau – Malerei“ erschienen, das einen Überblick über Kunaus Landschaftsbilder gibt.

Seine Berufung stand früh fest. „Mit zwölf Jahren wusste ich, dass ich einmal das machen will, was mein Kunstlehrer machte“, erinnert sich Kunau, der 1933 in Westfalen geboren wurde. „Er war der erste Lehrer, der hingeguckt hat, was wir gemalt haben.“ Der Pädagoge erkannte damals das Talent seines jungen Schülers und gab ihm in Kunst eine Eins. Das war 1943. „Daraufhin durfte ich mir auf Bezugsschein einen Malkasten kaufen“, erzählt Kunau. Der Malkasten war fortan aus seinem Leben nicht mehr wegzudenken.

Kunau studierte in den 50er Jahren an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. „Ich habe lange geschwankt zwischen gegenständlicher und impressionistischer Malerei“, erzählt er, „schließlich habe ich mich für das Gegenständliche entschieden.“ Gleichwohl schwingt in seinen Bildern immer auch eine andere Ebene mit, die mehr zeigt, als das Auge sehen kann.

Ganz und gar gegenständlich wurden seine späteren Arbeiten. „Nach dem Examen habe ich gewusst: Jetzt möchte ich mich auf Graphik konzentrieren.“ Neben seiner 35 Jahre währenden Tätigkeit als Kunstlehrer am Oldesloer Gymnasium schuf Kunau zahlreiche Graphiken, die in einem eigenen Buch zusammengestellt sind. „Als Graphiker bin ich Autodidakt, aber mit den Arbeiten hatte ich immer Erfolg.“

Es folgten Aufträge für Wandgestaltungen in Schleswig-Holstein und Hamburg, viele Ausstellungen wie im St. Annen-Museum in Lübeck oder der Kieler Kunsthalle und immer wieder neue Werke, die Walther Kunau in seinem Atelier malte. 80 Einzel- und 290 Gruppenausstellungen kann der Künstler bis heute vorweisen.

„1985 wollte ich plötzlich wieder in Öl malen“, berichtet Kunau, der 2000 ein Arbeitsstipendium des Kultusministeriums Schleswig-Holstein auf der Insel Møn bekam. 2005 stellte er in „Walther Kunau – 60 Bilder aus 60 Jahren“ einen Überblick über seine Werke zusammen. „Aus jedem Jahr ein Bild“, sagt Kunau. Die graphischen Arbeiten und die früheren Arbeiten folgten, jetzt liegt mit „Malerei“ der Landschaftsband vor. Mit den Büchern habe er quasi Ausstellungen geschaffen, die in Druckform erhältlich sind, sagt der Künstler. Das sei viel Arbeit gewesen. „Danach hoffe ich, wieder malen zu können.“

Das neue Buch „Walther Kunau - Malerei" mit Texten von Bernd M. Kraske ist für 22 Euro in der Oldesloer Buchhandlung und beim Künstler (Telefon 04531/85048) zu bekommen.

Eine Auswahl von Bildern und Grafiken zeigt der Künstler online unter www.walther-kunau.de

 Bettina Albrod

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