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Stormarn Wankendorfer: Neue Ideen für Wohnungsbau in Bad Segeberg
Lokales Stormarn Wankendorfer: Neue Ideen für Wohnungsbau in Bad Segeberg
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20:32 02.06.2017
Wer eine günstige Wohnung der Wankendorfer Baugenossenschaft hat, bleibt und bleibt: Die Mieter-Fluktuation ist weiter rückläufig. Quelle: Foto: Glombik
Bad Segeberg

Alles in Butter: Auf der Vertreterversammlung der Wankendorfer Baugenossenschaft kam am Mittwoch angesichts der schönen Bilanz-Zahlen nicht eine einzige Nachfrage aus dem Plenum im Vitalia. „Die gesetzten Ziele des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2016 konnten erreicht werden“, zeigte sich Vorstandsmitglied Bernd Hentschel zufrieden. Das Unternehmen profitiere von der nach wie vor hohen Nachfrage nach Wohnraum. Das habe auch 2016 zu einem geringen Leerstand von nur rund zwei Prozent und einer weiter rückläufigen Fluktuationsrate geführt.

Wohnraumnachfrage ist hoch – Vorstand sorgt sich um Straßenausbaubeiträge.

Im Klartext: Wer eine preiswerte Wohnung hat, klammert sich daran und schätzt sich glücklich. Wer aber in Bad Segeberg derzeit etwas Bezahlbares sucht, hat schlechte Karten. Der Ruf nach dem Bau von Sozialwohnungen wird deshalb immer lauter. Im Gespräch mit den LN versprach Vorstandsmitglied Dr. Ulrik Schlenz: „Wir sind mit der Stadt im Gespräch über weitere Projekte.“ Man habe bislang gut zusammengearbeitet und entwickele jetzt Ideen für neue Wohnprojekte. Um konkret zu werden, sei alles zu frisch. Erst müsse über Grundstücksflächen geredet werden. Schlenz: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir den Zuschlag bekommen, wenn wir mit einem vernünftigen Projekt zu den Kommunen kommen.“ Da gehe es um „ausgewogene Anteile“ von frei finanzierten und geförderten Wohnungen.

In Kiel laufen derzeit die „Jamaika“-Koalitionsverhandlungen. Welche Wünsche hat Schlenz? „Wir fordern mehr Bauten zur Linderung der Wohnungsnot.“ Wichtig sei, dass die Kommunen dafür Flächen zur Verfügung stellen, außerdem müssten Planverfahren schlanker und einfacher geregelt werden. „Da dürfen regional nicht noch weitere Hürden errichtet werden.“ Es gebe Gestaltungsanforderungen seitens der Kommunen, „da fragen wir uns, wie dabei noch günstiger Wohnraum herauskommen soll“. Ganz klar sieht Schlenz „Zielkonflikte“ zwischen bezahlbarem Wohnraum und energetischen Anforderungen.

Landesweit machen der Wankendorfer außerdem die Straßenausbaubeiträge Sorgen. Denn das trifft nicht nur Eigenheimbesitzer, sondern sei auch für eine Genossenschaft mit 8300 eigenen Wohnungen ein „gewaltiges Thema, was da auf uns zurollt“. Bei Wohnblöcken in einer zum Ausbau anstehenden Straße kämen da schnell mehrere Hunderttausend Euro zusammen. Die Folge sei, dass weniger Geld für Wohnungsbau zur Verfügung stehe. Schlenz schlägt vor, statt Ausbaubeiträge zu verlangen, das Geld lieber über Steuern hereinzuholen. Bei früheren CDU-Landesregierungen sei das den Gemeinden freigestellt worden, heute müssten die Städte ihre Kosten auf Grundstückseigentümer abwälzen. Schlenz: „Es wäre gut, wenn wir wieder zur alten Regelung kämen.“

Bewährt habe sich die soziale Integration von Flüchtlingen über die drei Dolmetscher im Unternehmen. In den 8300 Wohnungen der Wankendorfer seien allein 500 Wohnungen von Flüchtlingen belegt. Die alten Probleme mit Mülltrennung und Lärm in der Nacht gebe es hier aber kaum noch.

Wolfgang Glombik

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