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Wann kommen die städtischen Bauplätze auf den Markt?

Bad Oldesloe Wann kommen die städtischen Bauplätze auf den Markt?

Acht Eigenheime sollen in der Straße Up den Pahl in Bad Oldesloe entstehen. Doch die Stadtverordneten können sich bisher nicht auf Vergabekriterien einigen. Die Erschließungsstraße Pahlhöhe ist derweil so gut wie fertig gestellt.

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Die Erschließungsstraße Pahlhöhe ist so gut wie fertig gestellt. Sie verbindet die künftige Siedlung mit der Straße Up den Pahl.

Quelle: Britta Matzen

Bad Oldesloe. Baugrundstücke in Bad Oldesloe sind Mangelware. „Der neue Bürgermeister Jörg Lembke ist nach Feldhorst gezogen, weil er in unserer Stadt keinen Bauplatz gefunden hat“, erklärte Matthias Rohde (FBO) auf der Stadtverordnetenversammlung am Montag. „Umso wichtiger die Frage: Wann kommen die städtischen Grundstücke in der Straße Up den Pahl auf den Markt? Ich hätte diesbezüglich gern eine Aussage vom Bürgermeister, wann man sich bewerben kann und wann die Grundstücke vergeben werden – möglichst mit Datum“, forderte Rohde.

Acht Einfamilienhäuser sollen laut Bebauungsplan 47 rund um den Wendehammer der Erschließungsstraße Pahlhöhe auf einer Fläche von 4000 Quadratmetern entstehen. 155 Euro soll der Quadratmeter kosten.

Doch Termine für den Verkaufsstart wird Tassilo von Bary (parteilos) vorerst nicht nennen können. Grund: Die Stadtverordneten konnten keinen Konsens bezüglich der Vergabekriterien finden. „Ohne ökologische Kriterien werden wir nicht zustimmen können“, erklärte Grünen-Fraktionschef Wilfried Janson. Er plädierte dafür, dass in der neuen Siedlung energieeffiziente sogenannte KfW-55-Häuser gebaut werden sollen.

Für die SPD sollen soziale Aspekte ausschlaggebend sein. „Der erste Punkt ist für uns, dass das jährliche Brutto der Bewerber unter 50000 Euro liegt. Für den zweiten Punkt soll das Vermögen mit Bargeld und weiteren Anlagen unter 50000 Euro liegen“, so Hajo Krage.

„KfW-55-Häuser und soziale Kriterien – das ist ja wohl ein Widerspruch in sich“, erklärte Torsten Lohse (CDU). Für jeden Betrag, den man an Energie einsparen wolle, müsse man entsprechend mehr ins Haus investieren. „Wenn dort Kfw-55-Häuser entstehen sollen, können wir gleich sagen, dass nur die Elitären bauen können“, so Aygün Caglar (CDU). KfW-55-Bauten seien 20 Prozent teurer als normale Häuser.

Patricia Rohde (FBO): „Ich komme jetzt mal mit der Sicht eines Bankers. Wenn eine Familie 50000 Euro brutto verdient und über weniger als 50000 Euro Eigenkapital verfügt, empfiehlt jede Bank: ,Mieten Sie lieber statt zu kaufen’.“ Jetzt sei man in einer Niedrigzinsphase, aber was sei in zehn Jahren? „Ich finde es schrecklich, wenn Sie die Leute in die Zwangsversteigerung und in den finanziellen Ruin treiben.“

Bei der Abstimmung fand weder der Antrag der Grünen noch der Antrag der SPD eine Mehrheit. Das heißt: Die Vergabe wird sich noch hinziehen.

LN-Artikel sorgt für Wirbel

„Die letzten Tage des St.-Jürgen-Hospitals“ – der LN-Artikel vom 16. Juli, der den traurigen Abschied der Heimbewohner schildert, sorgte für Aufregung bei den Stadtverordneten.

SPD, Grüne und Linke nahmen die Berichterstattung zum Anlass, das Thema St. Jürgen noch einmal auf die Tagesordnung setzen zu wollen. Grund: „Wir verwahren uns nachdrücklich gegen die dort gemachten Äußerungen, dass die Stadtverordneten die Verantwortung tragen“, heißt es in einer Stellungnahme, die Maria Herrmann (SPD) verteilte. Doch der Antrag wurde abgelehnt. Mit 13 Ja- zu acht Nein-Stimmen wurde die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit nicht erreicht. „Aus Sicht der Verwaltung sehe ich keine Dringlichkeit. Wenn wir aufgrund eines jeden Artikels unsere Tagesordnung ändern, machen wir uns zum Kaspertheater“, befand Bürgermeister Tassilo von Bary. In dem Artikel hatte Pflegedienstleiterin Tamara Schander die Stadtpolitiker für die kurzfristige Kündigung verantwortlich gemacht: „Wir hatten gerade mal drei Wochen – die Frist war viel zu kurz.“ bma

 Britta Matzen

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