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Stormarn Was tun bei einer Massenkarambolage?
Lokales Stormarn Was tun bei einer Massenkarambolage?
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00:00 16.10.2012
Bild des Schreckens. Die Massenkarambolage bei Rostock im April vergangenen Jahres kostete acht Menschen das Leben. Foto:Söllner*
Stormarn

Viel Zeit für strategische Beratungen bleibt nicht, wenn die Katastrophe erst eingetreten ist. Ob bei Großbränden, Verkehrsunfällen oder Havarien ist jede Minute kostbar. Schließlich geht es darum, Menschen in akuter Gefahr zu helfen. Das hat die Freiwillige Feuerwehr Bargteheide dazu bewogen, einen Rettungstag ins Leben zu rufen, um einem größeren Kreis von Einsatzkräften die Chance zu geben, sich für größere Unglücksfälle zu wappnen. Der vierte Rettungstag am Sonnabend, 27. Oktober, orientiert sich wieder an einem tatsächlichen Vorfall. Durchgespielt wird das Szenario „Massenkarambolage auf der Autobahn“. Durch einen Sandsturm im Frühjahr 2011 war den Kraftfahrern auf der A 19 bei Rostock urplötzlich die Sicht genommen. 80 Fahrzeuge krachten ineinander. Acht Menschen starben, 131 wurden verletzt. Es war einer der schwersten Unfälle auf deutschen Autobahnen.In Bargteheide wollen die Organisatoren eine ähnliche Situation mit etwa 70 bis 80 Fahrzeugen nachstellen, darunter Pkw, Transporter, Lkw und Busse. Die Feuerwehr rechnet damit, dass etwa 200 Helfer an der Übung teilnehmen und mindestens ebenso viele als Zuschauer anreisen werden. Durchgespielt wird nicht nur, wie Feuerwehr, Sanitäter und anderer Helfer in einer solchen Situation ohne große Verständigungsprobleme zusammenarbeiten können, es geht auch um die technische Ausstattung der Einsatzkräfte. Die Rede ist etwa von schlauchlosen Hydraulikgeräten und robusten Tablet-PC mit Fahrzeugrettungskarten. Bei Letzteren handelt es sich um Handlungsempfehlungen der Hersteller. Sie geben den Feuerwehrleuten Aufschluss darüber, wie eingeklemmte Insassen am schnellsten und möglichst gefahrlos aus dem jeweiligen Fahrzeugtyp befreit werden können. Zudem sollen ferngelenkte Drohnen eingesetzt werden. Mit ihrer Hilfe soll das Zusammenwirken aller Rettungskräfte aus der Vogelperspektive beobachtet werden. Dann könnte ihre Koordination leichter fallen. Nicht zuletzt wollen die Bargteheider die Perspektive der Unfallopfer in die Strategie einbeziehen. So ist geplant, auch Betroffene, die damals auf der A 19 verletzt wurden, einzuladen. Aus ihren Berichten soll abgeleitet werden, was sich bei derartigen Rettungseinsätzen verbessern lässt.Geübt wird ab 13 Uhr auf dem Gelände der Firma Backring, „Am Redder“, in Bargteheide. Parkplätze gibt es nur außerhalb.

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