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Stormarn Was weiß ich? Ein Selbstversuch mit 100 Fragen
Lokales Stormarn Was weiß ich? Ein Selbstversuch mit 100 Fragen
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20:47 16.01.2017

Die Zeit läuft, der Deutschland-Cup des Deutschen Quiz-Vereins hat gerade begonnen: Vor uns 18 Teilnehmern liegen Stapel unbeschriebener Blätter. Ein unbeschriebenes Blatt beim Thema Quiz bin ich auch. Ich mache den Selbstversuch und bin beim ersten KuB-Quiz dabei. 100 Fragen zu zehn Sachgebieten in 60 Minuten, lautete die Aufgabe, und Aufgeben geht nicht, auch wenn der erste Blick auf den Fragebogen geistiges Achselzucken auslöst. Der zweite auch, und ein vorsichtiger Blick in die Runde zeigt, dass die Konkurrenz mit gefurchter Stirn denkt.

Vielleicht fällt einem die Antwort ein, wenn man den Kopf aufstützt. . .

Mir gegenüber sitzt Gorm aus Ahrensburg, „Gorm wie der dänische König“, hat er sich vorgestellt, und nun kann ich nur hoffen, dass nach dem gefragt wird. Wird es natürlich nicht, sondern nach einer russischen Kaiserin, die ich Olga nenne, obwohl ich hätte wissen müssen, dass die doch immer Katharina hießen. Etwas weiter unten am Tisch schreibt einer tatsächlich schon, aber klar, das ist ja auch Quizchampion Holger Waldenberger aus Reinbek, Spitzname „Der Gigant“. Er gehört zu den besten Quizzern in Deutschland und sieht aus, als hätte er die Enzyklopaedia Britannica zum Frühstück gegessen.

Am Ende wird er uns alle weit abgehängt haben, aber greifen wir nicht vor, es geht ja gerade erst los. „Der deutsche Klavierbauer Tobias Schmidt konstruierte 1792 den Prototyp welchen Gerätes?“ Ich schreibe „Cembalo“ und lerne später, dass es die Guillotine war. Kopflos im Fragendschungel suche ich nach Bekanntem und entdecke den Anfang von „Der Ring des Polykrates“. Ein Punkt ist mir sicher.

Wer denkt sich nur solche Fragen aus? Ich stelle mir einen Mann vor wie meinen früheren Philosophielehrer mit Marx-Bart und Brecht-Brille, und ich kann ihm nur meine Lesebrille entgegensetzen. Im Raum herrscht atemlose Stille, alle konzentrieren sich auf die Fragen. Mein Sitznachbar hatte sich „solides Halbwissen“ bescheinigt, ich habe am Ende halb so viele Punkte wie er. Dabei weiß ich, wie der schlechteste Regisseur Deutschlands heißt, der Name fällt mir nur gerade nicht ein. „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, hat Sokrates gesagt, und ich weiß es auch. Aber das Quizzen macht Spaß.

„Ritter Sports Erfolgsschokolade?“ Ein Kinderspiel, die mit dem Einhorn – schon hat sich das Surfen im Internet gelohnt. „Wie viele Mitgliedsstaaten hat die EU?“ Ääh „Bei welcher Partei ist Claudia Schiffers Bruder Bundesvorsitzender?“ Die hat einen Bruder? Ich bin als erste fertig, weil ich viele Felder leer lassen muss, aber es gibt ja noch die nächste Runde.

Jetzt spielt Bad Oldesloe gegen den Rest der Republik, man darf reden und versuchen, die Lösung gemeinsam zu finden. „Zu welchem Lied empfiehlt das DRK die Herzmassage?“ Das weiß ich, „Staying alive“

von den Bee Gees, aber das Lied steht gar nicht zur Auswahl. Mein Herzschlag stockt, da ruft einer „Live is life“, und es geht weiter. Ich kann das Bilderrätsel lösen, bei den Wissensfragen liegt Waldenberger vorne. Aber dann holt eine Frau auf, die auf einen Blick bei „z n a s s f v d z e _“ die Anfangsbuchstaben des Count Down erkennt. Ich meine, wie kommt man darauf? Und die Malerin eines Gemäldes weiß sie auch noch! Dann sollen wir die Jahreszahl der Mailänder Vereinigung zum Negativum der Zahl in Donald Ducks Autokennzeichen addieren und die Ordnungszahl von Kalium mit der Zahl der anerkannten Mittelmeeranrainerstaaten multiplizieren. Der Sinn des Lebens ist 42, aber 313 ist hier das richtige Ergebnis. Zusammen haben wir am Ende vier Punkte mehr als Hamburg. Außerdem weiß ich jetzt, dass der Autobauer NSU seinen Sitz in Neckarsulm hatte oder war es Donaueschingen? Bettina Albrod

Das Quiz geht weiter

Der Deutsche Quizverein bietet ein Mal im Monat eine Quizrunde im KuB an, dabei gibt es wechselnde Schwerpunktgebiete. Die Termine der ersten Jahreshälfte sind am 11. Februar mit dem Spezialcup „Politik und Wirtschaft“, am 11. März, Spezialcup „Kunst und Kultur“, am 8. April, Spezialcup „Literatur und Medien“, und am 13. Mai mit dem Spezialcup „Musik“. Beginn ist immer um 14 Uhr.

LN

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