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Stormarn Was wird aus den Schrebergärten?
Lokales Stormarn Was wird aus den Schrebergärten?
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17:24 05.11.2018
Der Kleingartenverein liegt am Rande des Gewerbegebiets von Famila. Auf dem 35 000 Quadratmeter großen Gelände befinden sich rund 65 Schrebergärten. Quelle: Britta Matzen
Reinfeld

Wie und in welchem Umfang soll Reinfeld in Zukunft wachsen? Das ist ein wichtiges Thema, das alle Reinfelder angeht und das heute Abend ab 19 Uhr in der Aula der Immanuel-Kant-Schule im Bischofsteicher Weg im Rahmen einer Einwohnerversammlung diskutiert werden soll.

Gegenwind für neue Bauvorhaben

So viel steht fest: Die Pläne für neue Bauvorhaben ernten vielfach Kritik. Ob es um Überlegungen für eine Bebauung des Sportplatzes geht oder um die Pläne eines Neubaugebiets am Dröhnhorster Weg. Gegen das angedachte Dröhnhorst-Baugebiet hat sich sogar eine Bürgerinitiative gegründet. Die CDU hatte jüngst im Stadtentwicklungsausschuss neben dem Sportplatzgelände auch die Schrebergärten, die am Rande des Gewerbegebiets hinter Famila liegen, in die Diskussion gebracht. „Diese Flächen sind aber umstritten. Deswegen habe ich im Ausschuss gesondert über beide Flächen abstimmen lassen, als es um die Frage ging, welche Flächen analysiert werden sollen“, so Ausschussvorsitzender Dr. Stefan Weber.

Mehrheit für Erhalt der Kleingärten

Mit Ausnahme der CDU hätten sich jedoch alle Parteien gegen eine Bebauung dieser 35 000 Quadratmeter großen Fläche ausgesprochen. „Die CDU hat jeweils mit ihren drei Stimmen dafür gestimmt, dass die Verwaltung das Potenzial der beiden Flächen ermitteln soll, SPD, Wir und Grüne haben mit ihren insgesamt sechs Stimmen dagegen gestimmt“, so Weber. Sportplatz und Schrebergärten werden also als Potenziale für Wohnraum bei den derzeitigen Mehrheitsverhältnissen keine Rolle spielen. „Die Kleingärten haben eine wichtige soziale und kulturelle Funktion“, so der Ausschussvorsitzende. Sie sollten deshalb in ihrer jetzigen Form erhalten bleiben.

Laubenpieper haben jungen Zuwachs

„Wir haben einen unbefristeten Vertrag mit der Stadt Reinfeld, ein Umzug kommt für uns nicht in Frage“, macht der Vorsitzende des Kleingartenvereins, Wilfried Lemke, deutlich. Der Garten bleibe, auch wenn einige Kräfte in der Politik immer mal wieder versuchten, an das Land zu kommen. „In meinen Augen und in den Augen der Bürger von Reinfeld sind unsere Kleingärten eine grüne Oase“, so Lemke. Nachwuchsprobleme hätten sie auch nicht zu beklagen. „Wir haben viele junge Familien. Gerade erst vor 14 Tagen haben wir ein junges Paar mit Baby dazubekommen. Das finde ich so bombig“, freut sich der Reinfelder.

Für CDU ist Gelände eine Option zur Bebauung

Nach Ansicht der CDU ist die Nutzung des Kleingartengeländes kurz- und mittelfristig mit einem Mietvertrag gesichert. „Langfristig ist das Gelände immer eine Option zur Bebauung mit Mehrfamilienhäusern inklusive einem möglichen Anteil an Sozialwohnungen oder als Erweiterungsfläche für Gewerbetreibende“, teilt CDU-Ortsvorsitzender Lorenz Hartwig mit. Sollte eine Bebauung wieder in die nähere „Auswahl“ kommen, so ließen sich sicherlich geeignete Ersatzflächen für den Verein finden.

Ein Verein mit Tradition

1946 wurde der Kleingartenverein gegründet, damals hatte er seinen Platz an der Holländerkoppel. Der Umzug auf das Gelände an der Weddernkoppel erfolgte 1971, der Bau des Vereinshauses wurde 1984 in Angriff genommen und 1985 fertiggestellt. Heute hat der Verein 63 Mitglieder. Drei Häuser seien aktuell zu vergeben, so Lemke.

Britta Matzen

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