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Weg für die Feuerwache geebnet

Bargteheide Weg für die Feuerwache geebnet

Die Bargteheider Stadtvertreter haben den Weg zum Bau einer Feuerwache auf dem Grundstück neben dem Seniorendorf in der Bahnhofstraße frei gemacht. Mit 21 Ja- bei drei Gegenstimmen beschlossen sie am vergangenen Mittwoch den Flächennutzungsplan mit den eingereichten Abwägungen.

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Kritischer Punkt ist ein historischer Knick auf dem Gelände in der Bahnhofstraße, der das Grundstück mittig teilt und der unter Naturschutzaspekten als besonders hochwertig eingestuft wird.

Quelle: Fotos: M. Giese (1)/archiv

Bargteheide. Kritischer Punkt ist ein historischer Knick auf dem Gelände, der das Grundstück mittig teilt und der unter Naturschutzaspekten als besonders hochwertig eingestuft wird.

LN-Bild

Das Knickgrundstück erfüllt als einziges die Kriterien für Rettungseinsätze in Bargteheide.

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Harmonie wiederhergestellt

Die Politiker Thomas Fischer (Grüne) und Torsten Klostermeyer (CDU) versicherten in der Stadtvertretersitzung am vergangenen Mittwoch ausdrücklich, dass sie hinter Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht (parteilos) stehen. In der vorherigen Sitzung hatte es Kritik an der Arbeit der Verwaltungschefin gegeben. Damit ist die Harmonie in Bargteheide wiederhergestellt.

„Es gibt für die Feuerwehr keine andere Fläche in Bargteheide mit so kurzen Rettungszeiten“, erklärte Claus Christian Claussen (CDU). „Das ist kein leichtfertiger Umgang mit dem Knick, sondern es gibt keine Alternativen.“

Denn der Knick ist im Falle der Bebauung nicht zu retten, wie Norbert Muras (WfB) deutlich machte. „Die Feuerwache soll 15 bis 16 Hallen bekommen“, führte er aus, „eventuell kommen ein bis zwei Rettungswagen und die Polizeiwache dazu.“ Der Planer habe alles versucht, aber bei dieser Größe der Bebauung sei der Knick nicht zu halten. Dennoch müsse die Feuerwache dort gebaut werden.

„Die Feuerwehr hat die Einsatzzeiten von fünf verschiedenen Flächen aus geprüft“, sagte Jürgen Weingärtner (SPD). Dabei gehe es zum einen um die Zeit bis zum Eintreffen der Retter auf der Wache, zum anderen um die Zeit von dort bis zu den unterschiedlichen Orten im Stadtgebiet. „Danach blieben nur zwei Standorte übrig, und der eine ist bebaut und wird benutzt.“

Die Grünen kritisierten, dass formal keine Prüfung der Alternativen stattgefunden habe. „Die Feuerwehr hat die wichtigsten Kriterien“, gestand Thomas Fischer zu, „aber die Alternativen tauchen in den Unterlagen nicht auf.“ Das hatte auch der Kreis beanstandet.

Die Alternativprüfung sei gemacht worden, so Claussen, nur die Knick-Fläche habe alle Kriterien erfüllt. Insbesondere müssten die vorgeschriebenen Rettungszeiten eingehalten werden. Die Sicherheit der Bürger habe absoluten Vorrang, auch wenn der Knick sehr wertvoll sei. „Über Ausgleichsmaßnahmen wird im Bebauungsplan entschieden.“

Michael Schroer (Grüne) bemängelte, dass Ausgleichsmaßnahmen oft nicht in Bargteheide getroffen würden. „Die Feuerwehr ist wichtig, und die Ausgleichsfläche auch. Ein Ausgleich in Bargteheide gehört dazu. Wir sagen Ja zur Feuerwache, aber auch Ja zu den ökologischen Belangen vor Ort.“

Der Knickschutz ist besonders hoch bewertet und sieht vor, dass im Falle einer Abholzung ein drei Mal so großer Knick an anderer Stelle wieder angepflanzt werden muss. Da der Knick sehr alt sei, weil er nie geknickt worden ist, sei es auch vorstellbar, dass möglicherweise geschützte Tierarten im Knick gefunden würden, gab Weingärtner zu bedenken. Das würde den Bau der Feuerwache erheblich verzögern, da die Tiere dann erst umgesiedelt werden müssten.

Einig waren sich die Stadtvertreter beim Thema Windkraft: Mit 21 Stimmen bei drei Enthaltungen beschlossen sie, der neuen Fortschreibung des Regionalplans für die Ausweisung von Windflächen zuzustimmen. Bargteheide ist im aktuellen Plan nicht mehr als Windeignungsgebiet enthalten, damit entfallen die Flächen am Glindfelder Weg, die ursprünglich mit drei Windrädern bebaut werden sollten, für einen Windpark.

 Bettina Albrod

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