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Stormarn Wehren sind mit einer Toptechnik ausgestattet
Lokales Stormarn Wehren sind mit einer Toptechnik ausgestattet
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18:25 19.10.2013
Kreisausbilder Christian Steinberg von der Feuerwehr Ahrensburg stieg in die neue Atemschutzstrecke. Er musste sich mit der kompletten Austrüstung durch eine sehr enge Stahlröhre zwängen.

Das war ein besonderer Tag für Stormarns Feuerwehren: Der Erweiterungsbau der Kreisfeuerwehrzentrale im Travenbrücker Ortsteil Nütschau ist gestern offiziell eingeweiht worden. Über 250 Gäste aus Politik und Wirtschaft sowie Angehörige der freiwilligen Feuerwehren nahmen an einer Feier in der Halle des Löschzugs Gefahrgut teil.

Der Leitende Kreisbaudirektor Klaus Kucinski betonte, dass auf dem Areal drei neue Bereiche in einer Bauzeit von Mai 2012 bis September 2013 entstanden seien. Da sei zunächst die hochmoderne Atemschutzstrecke für die Ausbildung der Einsatzkräfte aller Stormarner Wehren, eine daran angeschlossene Atemschutzwerkstatt sowie eine neue Prüfhalle für die Fahrzeuge der Löschmannschaften. „Es waren für den Erweiterungsbau in Nütschau 2,8 Millionen Euro eingeplant. Diese Kosten haben wir sogar noch unterschritten“, erklärte Kucinski.

Insgesamt habe der Kreis seit dem Jahr 2006 mittlerweile 5,5 Millionen Euro in die Modernisierung der Feuerwehrzentrale und die Ausstattung des Kreisfeuerwehrverbandes investiert. Würden die zunächst geplanten Kosten explodieren — wie jetzt in Limburg geschehen — dann sei die Funktion des Bauherren nicht ausreichend gewesen. Die Firmen hätten sich viel Mühe gegeben, um termingerecht in Nütschau fertig zu werden und dafür sei sogar nachts und am Wochenende gearbeitet worden. Beschwerden habe es nur wenige gegeben, sagte Klaus Kucinski.

Kreispräsident Hans-Werner Harmuth äußerte sich begeistert von der neuen Atemschutzstrecke. „Was die Einsatzkräfte der Feuerwehren hier an physischer und psychischer Leistung abliefern und dann später im Einsatz unter noch härteren Bedingungen zeigen, ist toll. Und sie machen es in ihrer Freizeit und ehrenamtlich.“ Die Ausbildungsbedingungen, so der Kreispräsident, seien jetzt optimal.

Detlev Hinselmann, Vorsitzender des Wirtschafts-, Planungs- und Bauausschusses des Kreises, machte deutlich, dass Stormarn die Ausgaben für das Projekt aus dem laufenden Haushalt finanziert habe:

„Wir mussten dafür keinen neuen Schulden aufnehmen und haben sogar noch Schulden tilgen können.“

Landrat Klaus Plöger hob hervor: „Wir schreiben eine gemeinsame Erfolgsstory. Die 2,8 Millionen Euro, die wir quasi in bar bezahlt haben, ist unserer guten Politik zu verdanken. Die Kreispolitik ist außerdem ein Vorbild für das Ehrenamt.“ Der Neubau auf dem Gelände der Kreisfeuerwehrzentrale sei technisch auf dem aktuellen Stand sowie zudem noch umweltfreundlich und energiesparend. „Ich bin mal gespannt, was der Kreiswehrführer als Nächstes neu haben möchte und vor allem, wie lange es dauert, bis er damit kommt“, meinte Landrat Plöger.

Kreiswehrführer Gerd Riemann lieferte unmittelbar darauf die Antwort: „Hier in Nütschau stand vieles unter dem Stichwort Atemschutz. Das nächste Projekt, das wir anpacken müssen, ist eine neue zentrale Unterkunft für die Technische Einsatzleitung.“ Deren Fahrzeug sei derzeit in Hammoor untergebracht, und der Mietvertrag laufe demnächst aus.

Nach der offiziellen Schlüsselübergabe hatten alle Gäste ausgiebig Gelegenheit, die neuen Räume und die technischen Einrichtungen zu besichtigen.

Bis 1967 in Ahrensburg
Die Kreisschlauchpflegerei machte den Auftakt. Heute nennt man das, was im Travenbrücker Ortsteil Nütschau steht, Kreisfeuerwehrzentrale. Von 1950 bis 1967 war die Schlauchpflegerei in einem ehemaligen Elektrizitätswerk in Ahrensburg untergebracht. Damals ging es vor allem um die Pflege der Schläuche. Die Feuerwehrzentrale bildet jetzt das Zentrum für Technik, Pflege und Ausbildung für alle Löschmannschaften in Stormarn. jeb

Jens Burmester

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